Block, Bender, Brücke: Die Wehringhauser Woche

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    Liebe Lesenden,

    der Newsletter kommt in dieser Woche mit etwas Verspätung. Und leider muss ich ihn mit einer sehr traurigen Nachricht beginnen:

    Das „Wehringhauser Urgestein“ Michael Vollmer ist am Freitag, 15. Mai, nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben.

    Michael ist aus vielen Projekten im Viertel kaum wegzudenken. Zusammen mit Natalie Potulski hat er das „089magazin wehringhausen“ erfunden und mich ab der zweiten Ausgabe als Redakteur ins Boot geholt. Auch meine Arbeit an wehringhausen.org und diesen Newsletter hat er bis zuletzt Woche für Woche begleitet, kommentiert und von Herzen unterstützt. In den zwei Jahren, die ich jetzt mit Michael arbeiten durfte, sind wir Freunde geworden und ich bin sehr traurig. Mein besonderes Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen vielen engen Freund*innen. Michael hinterlässt eine große Lücke.

    Ich hoffe ihr habt Verständnis, dass ich den Rückblick auf die Wehringhauser Woche diesmal daher bei ein paar kurzen Meldungen und Links belasse.


    Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen in Hagen bleibt auf einem niedrigen Stand. Der derzeit kritische Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner*innen liegt laut Angabe des RKI, Stand 17. Mai um 0 Uhr, bei 7,9. Wenn dieser Wert über 50 steigt, müssen Lockerungen des öffentlichen Lebens zurückgefahren werden.

    Die Mitarbeitenden in den Gesundheitsämtern im Ruhrgebiet arbeiten derzeit allerdings oft an den Belastungsgrenzen, wie der WDR berichtet. Laut einem Beitrag der Tagesschau führt das auch bundesweit vielfach zu viel zu wenigen Tests und unzureichender Nachverfolgung von Kontaktpersonen. 


    Auf dem Gelände von Block 1 sollen eine Kita und eine Schule entstehen. Über deren Form herrscht Uneinigkeit. (Foto: Jan Eckhoff)

    In der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ging es auch um Block 1: Die sogenannte „Allianz“ aus CDU, FDP, Grünen und Hagen Aktiv rund um den Parteilosen Oberbürgermeister Erik O. Schulz drängt zu Eile. Wie die WP/WR am 11. Mai berichtete (€), wurde in der Sitzung den Politiker*innen eine fertige Planskizze für die Bebauung des Geländes durch die GWG präsentiert. Demnach vorgesehen sind ein dreigeschossiger Schulbau an der Minerva- und Gustavstraße, Lehrschwimmbecken und Turnhalle an der Ewaldstraße und eine Kita, die sich entlang der Lange Straße zieht. Dazwischen ein Parkplatz sowie Flächen für Schulhof und Kitaaußenbereich. Die SPD habe bezüglich dieser Planung große Bedenken: Nicht nur fehle der ursprünglich angedachte kleine „Bürgerpark“, auch bestünden Zweifel an einer Architektur, die zeitgemäßen pädagogischen Anforderungen und dem tatsächlichen Platzbedarf entspricht. Einig sind sich jedoch alle Fraktionen über die Errichtung des 2,5 Millionen Euro teuren Lehrschwimmbeckens – gegen den Rat der Stadtverwaltung. Wenn alle Fragen geklärt sind, rechnet die GWG mit einer Bauzeit von zwei Jahren.


    Laut Stadtanzeiger/Lokalkompass ziert ein neues Werk von Martin Bender ein zweistöckiges Gebäude in der Pelmkestraße. „Einfach mal die Augen offen halten“, heißt es im Text. Habe ich heute gemacht, wollte ein Foto schießen, bin die ganze Pelmkestraße rauf und runter abgelaufen – das Wandbild habe ich aber nicht gefunden. Hat jemand einen Tipp?


    Unter anderem Radio Hagen berichtet, dass es in rund zehn Jahren zu einem Abriss der „Ebene 2“, also dem Stück Altenhagener Brücke zwischen Arbeitsamt und Einmündung der Bahnhofshinterfahrung, kommen kann. Ich hoffe, die Verkehrsplanung hat bis dahin einen Plan in der Schublade, damit nicht der gesamte Verkehr von Haspe/Gevelsberg/Ennepetal nach Innenstadt/Eilpe/Dahl/Emst/Halden/Hohenlimburg und umgekehrt über Eugen-Richter-Straße und Buschey fließen muss …


    Und noch eine erfreuliche Nachricht von der Hagener Straßenbahn: Ab Montag fahren auch die Nachtexpress-Linien wieder weitgehend nach dem normalen Fahrplan. Die Schuleinsatzwagen fahren nach einem Sonderfahrplan, der für jede Linie auf der Internetseite der HST als PDF verfügbar ist.


    In der Pelmke läuft das Programm weiterhin digital. In den kommenden Tagen scheint es aber etwas mau. Immerhin könnt ihr euch natürlich am Dienstag ab 20 Uhr auf das sechste Lesen am Tresen mit Tanja und Fred bei Twitch freuen. Als Gast haben sie sich diesmal Steffi, die Gastrochefin des FZW Dortmund, eingeladen.


    Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche!


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