Auf den Spuren von Kommissar Neubert: Krimispaziergang durch Wehringhausen

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Brigit Ebbert vor der Pelmke
Natürlich ist auch die Pelmke eine Station beim Krimispaziergang mit Dr. Birgit Ebbert. (Foto: Jan Eckhoff)

Gerd Neubert, der obdachlose Ex-Kommissar, ist immer auf der Suche nach Gelegenheiten, bei denen er sich satt essen kann, ohne dass Kosten entstehen. Der Tag der offenen Hinterhöfe in Wehringhausen ist dafür wie geschaffen. Zusammen mit Straßenkollegen mischt er sich unter die zahlreichen Besuchenden. Besonders interessiert ihn die Führung über den Buschey-Friedhof. Schon bald wird seine Aufmerksamkeit gestört, liegt doch eine Leiche am Rand des Friedhofs, wo sie sicher nicht sein sollte. Sein Ermittlerinstinkt ist erwacht und er folgt der Spur möglicher Täter durch die Straßen des Viertels …

Den Kurzkrimi „In aller Stille“ hat Dr. Birgit Ebbert bereits 2012 für eine Lesung beim damaligen Tag der offenen Hinterhöfe geschrieben. „In diesem Krimi lebt der Ermittler, Gerd Neubert, noch auf der Straße, weil er nach einem Schicksalsschlag den Dienst quittiert hat“, erläutert Ebbert. In ihren Hagener Lang-Krimis „Schneewalzer“ (2015) und „Tod im Tee“ (2016) ist er bereits wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt.

Doch auch die Vorgeschichte von Gerd Neubert wollte die Hagener Autorin nicht unveröffentlicht lassen: „Ich habe vor 30 Jahren an der kriminalistischen Stadtführung eines Freundes in Heidelberg teilgenommen und wollte diese Idee schon immer weiterentwickeln.“ Schließlich habe sie dann Petra Holtmann vom Hagener Ardenkuverlag überzeugt, dass Konzept umzusetzen. „Mordstouren in Hagen“ erschien 2017 und enthält auch eine überarbeitete Version von „In aller Stille“.

Krimi und Streetart

„Ich habe die Ermittlungsorte so verändert, dass man sie bei einer Lesung gemütlich abgehen kann“, sagt Birgit Ebbert. Und auch die Streetart in Wehringhausen hat sie in die Neufassung eingebaut. „2012 gab es noch kaum oder keine Wandbilder. Ich wollte aber darauf hinweisen, weil ich es spannend finde, wie viele Häuser auf diese Weise zu Kunstwerken gestaltet wurden.“

Wer die Geschichte des obdachlosen Kommissars in Wehringhausen gemeinsam mit der Autorin entdecken möchte, hat dazu am Montag, 27. Juli, die Gelegenheit: Von 18 bis 19.30 Uhr führt Birgit Ebbert bei einem Krimispaziergang von Station zu Station der Ermittlungen durchs Viertel, liest dort die passenden Kapitel und erzählt, warum sie ausgerechnet diese Orte für ihren Krimi ausgewählt hat.

Eine Anmeldung für den Krimispaziergang ist bei der Volkshochschule (Kurs 202-1154) erforderlich. Los geht es am Eingang des Buschey-Friedhofs an der Grünstraße. Die Teilnahme kostet 10 Euro und ist vor Ort bar zu zahlen.


Quellen:

  • Interview mit Dr. Birgit Ebbert
  • Veranstaltungsbeschreibung der VHS