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Sie ist nicht barrierefrei oder mit dem Fahrrad befahrbar und gilt vor allem weithin als „Angstraum“. Kurzum: Die Unterführung zwischen Bodelschwinghplatz und Augustastraße erfüllt ihren Zweck als wichtigste Verbindung zwischen Nord- und Süd-Wehringhausen mehr schlecht als recht. Aber nun hat die Bezirksvertretung Mitte nach langer Planungszeit deren Umbau beschlossen.

Aus Richtung Süden, also von der Bachstraße kommend, wird die Unterführung freundlicher gestaltet. Es soll mehr Licht einfallen und schon von weitem ein Blick in den Durchgang möglich sein. Eine weit geschwungene Rampe mit geringem Gefälle schafft einen barrierefreien Zugang. Doch dazu ist viel mehr Fläche als bislang nötig.

Keine Durchfahrt mehr möglich

Die Fahrbahn der Augustastraße wird an dieser Stelle so eng, dass Autos nicht mehr hindurch passen. Aus Fahrtrichtung Haspe wird sie ab Pelmkestraße zur Einbahnstraße, die dann über die Bachstraße verlassen werden kann. Aus Fahrtrichtung Innenstadt endet die Augustastraße vor den Häusern mit 66 und 67 als Sackgasse mit einem Wendehammer. Aber zu Fuß und mit dem Fahrrad ist der Weg weiterhin in beide Richtungen frei.

Zentrales neues Element der Unterführung wird eine Treppe mit Sitz- und Pflanzblöcken. Solche Blöcke entstehen auch auf einer neuen Fläche an der Bachstraße. Der Bereich zwischen dem Wendehammer und dem Übergang zur Augustastraße wird verkehrsberuhigt und bekommt eine neue Pflasterung.

Fertig bis 2023

Blick von oben in den Durchgang
Noch gilt der Weg unter den Gleisen zum Bodelschwinghplatz als „Angstraum“. (Foto: Jan Eckhoff)

Aktuell befindet sich das Grundstück noch im Besitz der Deutschen Bahn. Diese hat einem Verkauf für 150.000 Euro an die Stadt Hagen aber bereits zugestimmt. Darüber hinaus rechnet die Stadtverwaltung mit Kosten von 100.000 Euro für Planung, Gutachten und Bauleitung. Weitere 100.000 Euro kommen für die Umlegung von Kabeln und Leitungen hinzu. Der tatsächliche Bau kostet 859.000 Euro. Die Gesamtkosten von 1.209.000 Euro deckt zum größten Teil das Förderprogramm „Soziale Stadt“. Der Eigenanteil der Stadt Hagen beträgt 50.000 Euro.

Nach Abschluss der Planungen und Ausschreibungen ist der Baubeginn derzeit für Anfang 2022 geplant. Umbau von Unterführung und Augustastraße sollen voraussichtlich im Frühjahr 2023 beendet sein.

Für die Baumaßnahme haben die Mitglieder der Bezirksvertretung Mitte am vergangenen Donnerstag, 28. August, mit den Stimmen von CDU (7), SPD (5), den Grünen (2), Hagen Aktiv (1), die Linke (1) und FDP (1) ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen entschieden.

Bessere Fahrradverbindung

Einen schönen Nebeneffekt hat die Umgestaltung auch für die Verkehrswende in Hagen. Durch die erweiterte Unterführung werden künftig das obere und untere Wehringhausen auch für den Radverkehr besser verbunden. Von der sich zur Fahrradstraße wandelnden Augustastraße besteht so ein direkter Anschluss an die Wehringhauser Straße. So sind dann die geplanten Radwege entlang der Ennepe nach Haspe (und sogar weiter nach Gevelsberg) bzw. nach Eckesey, Vorhalle, Herdecke und Wetter schneller erreichbar. Umgekehrt entsteht ein sichererer Anschluss des Radverkehrs über Wehringhausen an die Innenstadt.

Planskizze Umbau Unterführung Augustastraße
So ist der Umbau geplant. (Grafik: Stadt Hagen)

Quelle: Bürgerinformationssystem der Stadt Hagen