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Weiter geht es mit dem dritten und letzten Teil des kleinen Specials zur Kommunalwahl in einer Woche. Im ersten Teil hatte ich einen Überblick erstellt, was eigentlich alles genau mit den unterschiedlichen Wahlzetteln gewählt wird. Im zweiten Teil gab es gestern dann die Antworten der aktuell im Hagener Rathaus regierenden Koalition aus CDU, Grünen und FDP auf einen Fragebogen zu Wehringhausen. Wie schwierig es war, von einigen Parteien überhaupt Antworten auf meine Fragen zu bekommen, könnt ihr ebenfalls im gestrigen Artikel nachlesen.

Heute geht es nun weiter mit den Herausforder*innen. Die meisten von diesen sind auch im aktuellen Stadtrat vertreten. Die SPD stellt mit 18 Personen die derzeit zweitgrößte Fraktion der insgesamt 62 Abgeordneten. Die Linke hat drei Ratsmitglieder. Bürger für Hohenlimburg und die Piraten, die sich zu einer Fraktion zusammengeschlossen haben, kommen auf zwei bzw. einen Sitz im Rat. Die PARTEI tritt 2020 erstmals bei einer Kommunalwahl in Hagen an.

Stühlchen, wechsel dich

Übrigens ist diese Zusammenstellung nicht exakt mit dem übereinstimmend, was bei der letzten Kommunalwahl 2014 tatsächlich gewählt wurde. So hatte dem Willen der Wähler*innen nach eigentlich die SPD ursprünglich mit 21 die meisten Sitze erhalten.

Nach der Wahl wechselte jedoch erst ein SPD-Mitglied zur FDP, 2017 dann eine weiteres zu Bürger für Hohenlimburg und noch später ein Abgeordneter in die Fraktionslosigkeit. Ein gewählter Abgeordneter von Hagen Aktiv schloss sich unmittelbar nach der Wahl der AfD an.

Erst durch diese Wechsel erlangten sowohl die FDP, BfH/Piraten und die AfD jeweils Fraktionsstatus. Damit verbunden sind deutlich größere Mitbestimmungsrechte in den Gremien des Rates sowie zusätzliche aus Geldern der Stadt Hagen finanzierte vollausgestattete Büroräume und das Gehalt von Mitarbeiter*innen.


SPD-Logo

Wahlprogramme sind lang, daher in wenigen Worten: Was sind die wichtigsten Anliegen Ihrer Partei/Vereinigung für ganz Hagen?

  • Gute Bildung für alle, weil Bildung Chancen und Perspektiven eröffnet und unsere Zukunft sichert.
  • Familienfreundlichkeit, weil ein gutes Lebensgefühl das Miteinander der Generationen fördert.
  • Klimaschutz – einhergehend mit einer praktikablen Verkehrswende, weil wir Fahrverbote und andere Einschränkungen vermeiden wollen.
  • Null Toleranz bei Verstößen, weil unsere Bürger friedlich miteinander in einer sauberen Stadt leben sollen.
  • Arbeitsplätze und neue schaffen, weil gute Ausbildung und Beschäftigung ein Garant für eine lebenswerte Stadt ist.

Sie treten mit dem eigenen Kandidaten Wolfgang Jörg für das Amt des Oberbürgermeisters an. Bitte stellen Sie Ihren Kandidaten kurz vor.

Wolfgang Jörg wurde 1963 in Hagen geboren und ist in Wehringhausen groß geworden. Das heutige „Kulturzentrum Pelmke“ war Ende der 1960er Jahre seine Grundschule. Seine Kindheit in Wehringhausen hat ihn geprägt und auch seinen politischen Weg bestimmt. Er hat „Soziale Arbeit“ studiert und schnell erkannt, dass wir über politische Initiativen etwas bewegen können. Deshalb ist er 1985 in die SPD eingetreten. Von 1994 bis 1999 und von 2004 bis 2006 war er Mitglied des Rates der Stadt Hagen. Seit 2005 ist er direkt gewählter Landtagsabgeordneter für Hagen.

Claus Rudel 

Wahlbezirk 09
Wehringhausen/Stadtgarten

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Claus Rudel (54), verheiratet, ein Sohn. Von Beruf Maschinenbautechniker bei der Enervie. Dort bin ich zurzeit freigestellter Betriebsrat für den Bereich Netze. Meine politischen Themenschwerpunkte liegen in der Schul- und Bildungspolitik sowie in der Arbeits- und Finanzpolitik. Meine Ziele für Hagen decken sich mit den bereits genannten Schwerpunkten aus unserem Wahlprogramm. 1987 bin ich in die SPD eingetreten, weil es das Wesen dieser Partei ist, für soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Seit über vier Jahren bin ich Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hagen.

Was ist Ihre persönliche Beziehung zum Stadtteil Wehringhausen?

Wer in einem Stadtteil aufwächst, der hat automatisch eine persönliche Beziehung zu seinem direkten Umfeld und den Menschen, die dort leben. Mit meinen Eltern bin ich Ende der 70er Jahre nach Wehringhausen gezogen. 1983 startete ich dort bei den Stadtwerken an der Rehstraße mit der Ausbildung zum Rohrnetzbauer meine berufliche Laufbahn. Meine Eltern leben nach wie vor in Wehringhausen, ich selbst wohne in unmittelbarer Nähe auf dem Kuhlerkamp. Nach wie vor erledige ich jeden Freitagnachmittag meine Einkäufe in den Geschäften an der Lange Straße und freue mich auf einen Espresso in der Eisbar am Wilhelmsplatz.

Hans-Christian Mechnich 

Wahlbezirk 10
Wehringhausen/Kuhlerkamp

Bitte stellen Sie sich kurz vor. 

Christian Mechnich (51), verheiratet (kurz vor der Silberhochzeit), ein Sohn. Als gelernter Schlosser arbeite ich seit 1999 als Schulhausmeister bei der Stadt Hagen. Meine politischen Themenschwerpunkte liegen in der Schul- und Bildungspolitik, Digitalisierung, Kultur und Weiterbildung. Meine Ziele für Hagen decken sich mit den bereits genannten Schwerpunkten aus unserem Wahlprogramm. 1999 bin ich in die SPD eingetreten, weil unsere Partei die Interessen der Arbeitnehmer vertritt. Das aktuellste Beispiel ist die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf zwei Jahre. 

Was ist Ihre persönliche Beziehung zum Stadtteil Wehringhausen?

Wer in einem Stadtteil arbeitet, der hat automatisch eine persönliche Beziehung zu seinem direkten Umfeld und den Menschen, die dort leben. Als Schulhausmeister für das Schulzentrum Wehringhausen und die Grundschule Kuhlerkamp bin ich gut vernetzt mit Lehrern, Schülern, Eltern und Sportvereinen. In Wehringhausen leben viele Freunde und Bekannte. Ich selbst nutze Wehringhausen zum Einkaufen und in der Freizeit.

Da wir gemeinsam in einem Ortsverein aktiv sind und wir die Herausforderungen gemeinsam angegangen sind und auch angehen werden, haben wir die folgenden Fragen gemeinsam beantwortet. 

Worin sehen Sie persönlich die größte Stärke des Stadtteils?

Zunächst einmal ist Wehringhausen geprägt von einer wunderschönen und vielfältigen Architektur. Hinzu kommt die große Diversität der Bewohner, eine gute Anbindung und Infrastruktur, die Ausstattung mit Kitas und Schulen. Ob kulturell, kulinarisch oder auf dem Wohnungsmarkt, in Wehringhausen ist für jeden etwas dabei. Die Lebensfreude dieses Stadtteils kommt beispielsweise bei Veranstaltungen wie „Die Nacht der langen Tische“ oder „Offene Hinterhöfe“ besonders gut zur Geltung. 

Und worin sein größtes Problem?

Wehringhausen kämpft mit immer noch zunehmendem Autoverkehr. Das gilt nicht nur für den rollenden, sondern verstärkt für den ruhenden Verkehr. Konkret: es fehlen Parkplätze für die Anwohner. Wehringhausen muss sauberer werden. Wir dürfen im Kampf gegen gedankenlose und/oder auch ignorante Zeitgenossen, die das nicht einsehen wollen, nicht nachlassen. Und wir müssen mit unserem eigenen Einkaufsverhalten dafür sorgen, dass die Geschäfte entlang der Lange Straße erhalten bleiben. Ich bin daher froh, dass die Kommunalaufsicht den Supermarkt auf dem Block-1-Gelände nicht genehmigt hat.

Wenn Sie sofort drei Dinge in Wehringhausen verändern könnten – welche wären das?

  • Tempo 30 auf der Eugen-Richter-Straße.
  • Für eine Bürgerbeteiligung für die Bebauung des Block-1-Geländes sorgen.
  • Das Quartiersmanagement aufwerten und in den nächsten Jahren ausbauen. 

Ergänzt sicher durch das Thema Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit. Wichtige Punkte hier, die es zu bearbeiten gilt: Bereitstellung von weiteren Wertstoffcontainern; Rand zu Rand Reinigung als Pilotprojekt für einzelne Straßen; Weiterführung und Intensivierung des „Waste Watcher“ Projektes.


Linke-Logo

Wahlprogramme sind lang, daher in wenigen Worten: Was sind die wichtigsten Anliegen Ihrer Partei/Vereinigung für ganz Hagen?

Für uns ist u. a. die Forderung nach einem Altschuldenfonds für Hagen sowie der Ausbau des ÖPNV/Verkehrswende und keine alleinige Kostenübernahme für die Sanierung des Emil-Schumacher-Museums von ca. 15 Millionen Euro wichtig. 

Sie treten mit dem eigenen Kandidaten Ingo Hentschel für das Amt des Oberbürgermeisters an. Bitte stellen Sie diesen kurz vor.

Ingo Hentschel, geboren am 05.12.1962 in Hagen, verheiratet, Vater von zwei erwachsenen Kindern, Besuch der Hauptschule Wehringhausen, gelernter Bürokaufmann.

Ingo Hentschel

Wahlbezirk 09
Wehringhausen/Stadtgarten

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Siehe oben.

Was ist Ihre persönliche Beziehung zum Stadtteil Wehringhausen?

Ich bin auf dem Kuhlerkamp aufgewachsen und habe bis 2001 in Wehringhausen gewohnt.

Worin sehen Sie persönlich die größte Stärke des Stadtteils?

Der Zusammenhalt der Menschen im Quartier und die kulturelle Vielfalt.

Und worin sein größtes Problem?

Das größte Problem sehe ich vorrangig in der Sauberkeit des Stadtteils.

Wenn Sie sofort drei Dinge in Wehringhausen verändern könnten – welche wären das? 

  • Einführung kostenfreier Sperrgutabfuhr viermal im Jahr.
  • Bessere finanzielle Unterstützung für die Pelmke und das Stadtteilforum.
  • Den „Ausverkauf“ ganzer Häuserblöcke an Spekulanten beenden.

Pavlos Germanidis

Wahlbezirk 10
Wehringhausen/Kuhlerkamp

Pavlos Germanidis wurde am 31.07.1993 in Herdecke geboren und arbeitet als Chemikant. 

Da er derzeit seine Familie in Griechenland besucht, konnte er den Fragebogen nicht beantworten.


Piraten-Logo

Wahlprogramme sind lang, daher in wenigen Worten: Was sind die wichtigsten Anliegen Ihrer Partei/Vereinigung für ganz Hagen?

Die Piraten haben diese Frage nicht beantwortet.

Sie treten mit dem eigenen Kandidaten Thorsten Kiszkenow für das Amt des Oberbürgermeisters an. Bitte stellen Sie diesen kurz vor.

Die Piraten haben diese Frage nicht beantwortet.

Thomas Kampf

Wahlbezirk 09
Wehringhausen/Stadtgarten

Thomas Kampf hat meine Fragen nicht beantwortet.

Volker Huhn

Wahlbezirk 10
Wehringhausen/Kuhlerkamp

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Ich bin Volker Huhn derzeit 35 Jahre alt, Elektrotechniker/Programmierer und wohne seit 2006 als Zugereister in Hagen. In den letzten 14 Jahren bin ich mehrfach zwischen Haspe und der Innenstadt umgezogen und wohne derzeit in der Cunosiedlung am Kuhlerkamp.

Was ist Ihre persönliche Beziehung zum Stadtteil Wehringhausen?

Zwischen 2008 und 2011 habe ich am Rahel Varnhagen mein Abitur nachgeholt. Das war für mich auch die Zeit, in der ich Wehringhausen als alternatives Szeneviertel kennengelernt habe. Zudem bin ich auch ein großer Fan der Altbauarchitektur mit ihren kleinen Hinterhöfen. Persönlich würde ich mich daher freuen, wenn es gelingt, die Gebäudestruktur als Ganzes auch für die Zukunft zu erhalten.

Worin sehen Sie persönlich die größte Stärke des Stadtteils?

Das was ich am Kuhlerkamp und auch an Wehringhausen sehr schätze, ist der Spagat zwischen Natur und Stadt. Wenn man sich nach Ruhe und Einsamkeit sehnt, geht man einfach den Berg bis zum Waldessrand oder den Pferdewiesen hinauf. Wenn man etwas mehr Action mag, geht man einfach den Berg hinunter.

Und worin sein größtes Problem?

Wehringhausen ist sicher einer der wenigen Stadtteile, in der die soziale Schieflage der Gesellschaft mit seiner Topografie wörtlich zu nehmen ist. Der Abstieg ist schnell gemeistert, der Aufstieg hingegen kostet viel Kraft. Für ein gemeinsames Wehringhausen ist daher unabdingbar, dass alle Schichten wieder zusammenfinden, auch über die Bahngleise hinweg. 

Wenn Sie sofort drei Dinge in Wehringhausen verändern könnten – welche wären das? 

  • Flächendeckende Parkzonen für Kei-Cars (Anm. d. Red.: Japanische Kleinst-Autos)
  • Mehr Mut für bürgerliche Eigeninitiativen
  • Mehr Unterstützung privater Hauseigentümer


Partei-Logo

Wahlprogramme sind lang, daher in wenigen Worten: Was sind die wichtigsten Anliegen Ihrer Partei/Vereinigung für ganz Hagen?

Allem voran wollen wir die Hagener Filzokratie auflösen und mit mehr Entscheidungsmöglichkeiten die BürgerInnen erreichen. Zudem werden wir alle unsere Handlungen im Rathaus maximal transparent machen. Unser Programm ist breit aufgestellt, aber um ein paar Beispiele zu nennen: Ein besseres Müllkonzept für Hagen, Förderung des Umweltschutzes und Verringerungen des CO2 Ausstoßes, Ausbau der Radwege, Verbesserung des ÖPNVs und ein Schuldenschnitt für Hagen.

Sie treten mit der eigenen Kandidatin Laura Valeria Knüppel für das Amt der Oberbürgermeisterin an. Bitte stellen Sie diese kurz vor.

Laura V. Knüppel ist 1987 in Hagen geboren. Nach Stationen auf dem Adolf-Dürer-Gymnasium und der Hauptschule Heubing erwarb sie am Rahel-Varnhagen-Kolleg versehentlich ihr Einser-Abitur. Nach dem Studiengang Psychologie und Philosophie im fachwissenschaftlichen Profil an der TU Dortmund wechselte sie zur Universität zu Köln, an der sie bis heute Psychologie studiert. Neben ihren ehrenamtlichen Tätigkeiten arbeitet Frau Knüppel als freiberufliche Nachhilfelehrerin für die Fächer Deutsch, Latein und Biologie. Zudem erstellt sie Auftragsarbeiten als Künstlerin für Psychotherapeutische Kinder- und Jugend-Praxen.

Anne Katrin Schmitter 

Wahlbezirk 09
Wehringhausen/Stadtgarten

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Mein Name ist Anne Katrin Schmitter und ich arbeite als Ergotherapeutin. Ich lebe nun seit vier Jahren in Wehringhausen und genieße das Leben in diesem Viertel. 

Was ist Ihre persönliche Beziehung zum Stadtteil Wehringhausen?

Wehringhausen bedeutet mir viel. Es bietet mir die Möglichkeit mich in verschiedensten Bereichen zu engagieren. So bin ich nicht nur aktives Mitglied im Grünen Stern sondern auch Mitglied des Lenkungskreises. Außerdem engagiere ich mich in der Kittenstation des Tierschutzes, die sich ebenfalls in Wehringhausen befindet.

Worin sehen Sie persönlich die größte Stärke des Stadtteils?

Das Viertel lebt von dem Engagement der Bürger:innen. Die Leute kümmern sich gegenseitig umeinander und um das Viertel, zum Beispiel durch die Patenschaft der Blumenkübel auf der Lange Straße. Ich genieße es über die Lange Straße zu schlendern und da viele Bekannte zu treffen mit denen ich immer ein kleines nettes Gespräch führen kann.

Und worin sein größtes Problem?

Das größte Problem in Wehringhausen ist Armut, gerade bei Migrant:innen. Sie haben große Schwierigkeiten passende Wohnungen zu finden, wodurch es manchmal zu Müllproblematiken kommt, die dann als Argument für Rassismus genutzt werden. 

Wenn Sie sofort drei Dinge in Wehringhausen verändern könnten – welche wären das?

  1. Um die Armut zu bekämpfen möchte ich mehr Sozialarbeitende in Wehringhausen einsetzen, die bei Anträgen unterstützen und für Integration sorgen können.
  2. Dann würde ich einen Teil der Lange Straße zur Fußgängerzone machen. Von der Moltkestraße bis hin zum Repaircafe, wovon die Handeltreibenden und das soziale Leben profitieren würde.
  3. Eine letzte Idee ist eine Seilbahn vom Wehringhauser Bahnhof hoch zum Bismarckturm. So hätte man nicht nur einen herrlichen Ausblick über Wehringhausen, sondern auch eine autofreie Alternative, um zu dem 3-Türme-Weg zu gelangen.

Keith Lehmann 

Wahlbezirk 10
Wehringhausen/Kuhlerkamp

Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Ich bin Keith Lehmann und trete als Direktkandidat für den Rat für die Bezirke Wehringhausen/Kuhlerkamp für die Partei die PARTEI an. Wenn man das so nennen möchte, bin ich Ur-Wehringhauser, denn ich habe fast noch nie woanders gewohnt. Ich steige Ende September ins 42. Level des Lebens auf. Ich war lange im Kultopia für Organisation und Veranstaltungen verantwortlich und mache nun auch die Weiterbildung zum Veranstaltungskaufmann, für alles gibt es einen Wisch bei uns.

Was ist Ihre persönliche Beziehung zum Stadtteil Wehringhausen?

Ich liebe meinen Stadtteil, spiele hier Boule, kicker leidenschaftlich, bin Fan vom Roten Stern und auch das Bier schmeckt hier besonders gut. Ich bin hier aufgewachsen, habe mir hier die Knie aufgeschlagen, im Affenkäfig Fußball gespielt, viele Freunde kennen gelernt. Insgesamt betrachtet führe ich mit Wehringhausen die längste Beziehung meines Lebens.

Worin sehen Sie persönlich die größte Stärke des Stadtteils?

Wehringhausen ist ein buntes Viertel, in dem Jung und Alt, Menschen jeglicher Nationalität und Religionen weitestgehend friedlich zusammenleben. Mit dem Quartiersmanagement, Kunst vor Ort, dem Roten/Grünen Stern Wehringhausen, der Wiederherrstellbar, Hatopia, der großartigen ökumenischen Zusammenarbeit der beiden ortsansässigen Gemeinden und der sozialen Stadt Wehringhausen erwähne ich nur einige der Bausteine, die dieses Viertel so lebenswert machen. Sorry, für die, dich ich hier nicht erwähnt habe, die aber trotzdem gesehen werden und wunderbare Arbeit leisten.

Und worin sein größtes Problem?

In den Bereichen Sauberkeit, Verkehr, Digitalisierung ist noch Platz nach oben. Unser Stadtteil wird leider immer mehr verschmutzt, es ist laut, weil viele LKWs Wehringhausen als Abkürzung nutzen. Einige Schritte hin zum ,,Neuland‘‘ Digitalisierung sind gemacht, aber auch da braucht es mehr.

Wenn Sie sofort drei Dinge in Wehringhausen verändern könnten – welche wären das?

  • Durchfahrverbot für LKWs (Lieferverkehr frei)
  • Sammelstelle für regelmäßigen Sperrmüll
  • Mehr Kneipen, Bars, Restaurants. Insgesamt mehr Begegnungsstätten.


Kurz und knapp

Wie auch bei den gestrigen Antworten gilt: Wo das Limit von 500 Zeichen für eine Antwort deutlich überschritten wurde, habe ich diese gekürzt. Rechtschreibfehler wurden, soweit sie mir aufgefallen sind, korrigiert, ansonsten sind die Antworten unbearbeitet.

Nicht dabei

Die derzeit viertgrößte Fraktion im Stadtrat, Hagen Aktiv, hat meinen Fragebogen leider nicht beantwortet. Der erstmals antretende HAK leider ebenfalls nicht. Ich wiederum habe keine Fragebögen an die rechtspopulistische AfD (derzeit drei Sitze) und die rechtskonservative REP, deren Vorsitzender zuletzt für die mittlerweile aufgelösten extrem rechten Parteien „Pro NRW“ und „Pro Deutschland“ aktiv war, gesendet. Beide Gruppierungen widersprechen grundsätzlich meinem und damit auch dem Selbstverständnis dieser Seite.

Vielen Dank …

… an alle Lokalpolitiker*innen und solche, die es werden wollen, die in ihrer Freizeit ehrenamtlich viele, viele Stunden für unsere Stadt und ihre Bewohner*innen opfern und auch noch die Zeit hatten, meinen kleinen Fragebogen auszufüllen. Danke!

Ökologische Prüfsteine

Und zum Abschluss noch ein Tipp, den ich allen, die es bis hier geschafft haben, ans Herz legen möchte. Das „Hagener Forum für Fuß- und Radverkehr“ hat „Wahlprüfsteine“ zur Verkehrsplanung an alle im Hagener Rat vertretenen Parteien und an die drei Oberbürgermeister-Kandidaten mit den nach Ansicht des Forums größten Erfolgsaussichten gesendet. Die Auswertung ist lesenwert!


Korrektur vom 7.9.2020, 11.40 Uhr: In der vorherigen Version dieses Artikels stand, ein Abgeordneter der SPD sei zu Bürger für Hagen gewechselt. Richtig ist, dass er zu Bürger für Hohenlimburg wechselte. Danke an J. Fritzsche für den Hinweis per Kommentar auf dieser Seite!

4 Kommentare

  1. Hallo Jan,
    danke für die gute Ausarbeitung in den 3 Teilen und die informative Vorstellung der Wahl und der lokalen Kandidaten!
    Da ich bei dieser Wahl erstmals in HA wählen darf, sind Fragebögen sowie die Hinweise & Links willkommen und sehr hilfreich.
    Hat Spaß gemacht zu lesen. Super Blog!

    Viele Grüße
    Petra

  2. Hallo Herr Eckhoff,

    dieser Satz ist nicht ganz korrekt:
    „Nach der Wahl wechselte jedoch erst ein SPD-Mitglied zur FDP, 2017 dann eine weiteres zu Bürger für Hagen und noch später ein Abgeordneter in die Fraktionslosigkeit.“

    Richtig ist:
    Das SPD-Mitglied wechselte nicht zu den Bürgern für Hagen, sondern zu den Bürgern für Hohenlimburg.

    Viele Grüße,
    J. Fritzsche

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