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Zwar gehen die SARS-CoV-2-Infektionen derzeit etwas zurück. Sie befinden sich aber noch immer auf einem Höchststand – auch in Hagen. Täglich werden neue Infektionen von Schulen gemeldet und auch darüber hinaus müssen vermehrt Tests durchgeführt und Quarantänemaßnahmen verhängt werden.

Gesundheitsamt am Limit

Das Gesundheitsamt arbeitet hier schon lange am Limit. Stadtsprecher Michael Kaub antwortet etwa auf meine Nachfrage zur Anzahl der Testungen in Hagen: „Das können wir aufgrund der Arbeitsbelastung nicht genau ermitteln, aber es hat mit Blick auf die aktuellen Infiziertenzahlen einen starken Anstieg gegeben.“ Das Gesundheitsamt würde bei einem positiven Testergebnis, das von den Laboren durchschnittlich nach 48 Stunden geliefert wird, lückenlos alle bekannten, engen Kontaktpersonen informieren – je dringender desto schneller, etwa bei Kontakten zu Risikopersonen.

Zur Entlastung der städtischen Behörde sendet die Bundeswehr nun weitere Unterstützung. Zehn Soldat:innen der Luftwaffe aus Kalkar sind bereits seit dem 13. Oktober im ehemaligen Journalistenzentrum „Haus Busch“ stationiert. Diese werden dem Gesundheitsamt auch weiterhin bis zunächst 4. Dezember unter die Arme greifen. Außerdem bekommen sie jetzt Verstärkung durch zehn weitere Kamerad:innen.

„Das sind sehr gute Nachrichten!“, freute sich Oberbürgermeister Erik O. Schulz über die Zusage und bedankt sich für die schnelle und unkomplizierte Hilfe.

Viele Infektionen nachvollziehbar

Mit Hilfe durch die Bundeswehr, des Roten Kreuzes und externe Mitarbeitende arbeiten nun beim Gesundheitsamt in Hagen über 70 Personen in Hagen an sieben Tagen die Woche und oft bis in die späten Abendstunden an der Ermittlung, Verständigung und Betreuung von Coronainfizierten und deren Kontaktpersonen.

„Trotz des hohen Anstiegs positiver Coronafälle in Hagen und dem daraus resultierenden enormen Arbeitsaufkommen für unser Team können wir aktuell rund 85 Prozent der Infektionsketten nachvollziehen“, so Dr. Anjali Scholten, Leiterin des Gesundheitsamtes. Das würde weit über dem Landesdurchschnitt liegen.


Verwendete Quellen:

  • Anfrage bei Michael Kaub, Pressesprecher der Stadt Hagen
  • Pressemitteilung der Stadt Hagen