Das Hagenbuch zum Stadtjubiläum enthält viel Wehringhausen

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Im kommenden Jahr feiert die Volmestadt ihr 275-jähriges Stadtjubiläum. Passend dazu ist druckfrisch das Hagenbuch 2021 mit einem goldenen Umschlag erschienen. Natürlich spielt das Hagener Jubiläum auch inhaltlich eine Rolle. So hat Peter Mook ins „Goldene Buch der Stadt Hagen“ geschaut, Lioba Hamacher lässt frühere Stadtjubiläen Revue passieren und Wolf Emminghaus, ein Nachfahre des ersten Hagener Bürgermeisters 1746, berichtet von seinem Vorfahren.

Dies sind drei von über 30 Storys, die das neue Hagenbuch auf rund 300 Seiten bereithält. Corona zum Trotz – möchte man sagen – ist das Buch pünktlich zum Beginn der Adventszeit auf den Markt gekommen. Abermals präsentiert es die bunte und kreative Vielfalt und Schönheit unserer Heimatstadt.

Viel Wehringhausen im Buch

Das selbstbewusst gewählte Schwerpunktthema lautet „HagenPotential“. Zu diesem Kapitel gehört beispielsweise eine Geschichte, die indirekt dem großen Mäzen Karl Ernst Osthaus gewidmet ist: Die in Wehringhausen wohnende Autorin Elisabeth May nimmt die Wiederkehr des 100. Todestages von Osthaus zum Anlass, auf die Entwicklung vom Folkwang-Museum zum Kunstquartier zurückzublicken. Halina Israel greift im Rahmen einer Betrachtung zum Thema „Künstlerschmuck“ das gestalterische Werk des Wehringhausers Emil Schumacher auf. Un der Wehringhauser Autor Jürgen Quass sorgt sich um die Hagener Wälder.

Ein Beitrag, der extrem nachdenklich stimmt, stammt von Rainer Stöcker und Pablo Arias Meneses – sie beschreiben das Schicksal des von den Nazis ermordeten Wehringhausers Ernst Putzki, das auch schon im dritten 089magazin wehringhausen kurze Erwähnung fand. Der Mann galt in den 1930er-Jahren als „nicht angepasst“ und als „Querulant“ – für die von der nationalsozialistischen Ideologie dominierte amtliche Gesundheitsfürsorge waren dies ausreichende Gründe, den Mann erst wegzusperren und ihn schlussendlich zu ermorden.

Das in der bewährten Chefredaktion von Heimatbund-Vorstand Michael Eckhoff vom Hagener Heimatbund e.V. herausgegebene HagenBuch 2021 kostet 15 Euro und ist ab 1. Dezember 2020 in jeder Buchhandlung (Ardenkuverlag, ISBN 9783942184564) erhältlich.


Verwendete Quellen:

  • Pressemitteilung des Hagener Heimatbund