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Die Corona-Lage in Hagen beruhigt sich nicht, die Infektionszahlen zählen zu den höchsten in Nordrhein-Westfalen, die Wocheninzidenz liegt wieder knapp unter 200, täglich sterben in unserer Stadt Menschen in Zusammenhang mit Infektionen.

Nun teilt die Stadt Hagen mit, dass die hohen Zahlen auch auf verschiedene Einrichtungen zurückzuführen sind: Rund 100 Personen haben sich in einer Werkstatt für behinderte Menschen in Hagen und eine weitere Einrichtung im Ennepe-Ruhr-Kreis, in der zahlreiche Hagener:innen arbeiten, infiziert. Da das Infektionsgeschehen nicht auf einzelne Gruppen begrenzt werden könne, hat das Gesundheitsamt über 280 Personen, die in den Einrichtungen tätig sind, unter Quarantäne gestellt. Wann die Quarantäne wieder aufgelöst wird, sei abhängig vom weiteren Infektionsgeschehen und könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden.

Altenheime und Kitas

Außerdem bereiten die Alten- und Pflegeheime dem Hagener Gesundheitsamt große Sorgen. Die seien eine weitere Ursache hoher Infektionszahlen. Einen akuten Ausbruch gibt es im Helmut-Turck-Zentrum der AWO mit aktuell 17 positiven Fällen. Drei weitere Einrichtungen befinden sich in der Eindämmung, weisen aber aktuell keine Neuinfektionen auf. Einen weiteren größeren Ausbruch in einer Hasper Wohngruppe, zu dem mir Informationen vorliegen, nennt die Stadt Hagen in ihrer Meldung nicht.

Ebenfalls von Infektionen betroffen sind zwei Kindertageseinrichtungen in Hagen: In der evangelischen Paul-Gerhardt-Kita in der Overbergstraße in Boelerheide muss eine Gruppe geschlossen bleiben, da eine positiv auf das Coronavirus getestete Person die Einrichtung besucht beziehungsweise dort gearbeitet hat. Gleiches gilt für die AWO-Kita Hasselbach am Alten Henkhauser Weg in Hohenlimburg.

Kommunen, die den Inzidenzwert bis 14. Februar absehbar nicht unter 50 gesenkt bekommen, können in Absprache mit den Landesbehörden weitere Schutzmaßnahmen einleiten. Das sieht die am Montag in Kraft getretene neue NRW-Coronaschutzverordnung vor. Meine Anfrage von heute Vormittag, ob in Hagen weitere Maßnahmen geplant seien, ist bislang von der Stadt leider nicht beantwortet worden.

Die Stadt teilt allerdings mit, dass ab Donnerstag, 28. Januar, auch in allen Dienststellen der Stadt Hagen eine medizinische Maske (OP-Maske oder FFP2/(k)N95) getragen werden muss. Ohne diese dürfen die städtischen Gebäude ab morgen nicht mehr betreten werden. Ziel sei es, das Infektionsrisiko für Besucher:innen und Mitarbeiter:innen so gering wie möglich zu halten. Gleichzeitig bittet die Stadt alle Bürger:innen, ihre Kontakte zu den städtischen Dienststellen auf die dringendsten Anliegen zu beschränken.