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Seit Fertigstellung des Impfzentrums in der Stadthalle im Dezember wartete Hagen auf den Startschuss zum Impfen – am heutigen Montag ab 14 Uhr war es dann soweit: Trotz extremen Wetterverhältnissen mit Eis und Schnee im gesamten Stadtgebiet konnten impfwillige Hagenerinnen und Hagener über 80 Jahre mit einem bestätigten Termin die Erstimpfung entgegennehmen. Darunter Karin Thikötter: “Ich bin froh, dass es jetzt losgeht mit den Impfungen. Das ist ein großer Schritt Richtung Normalität. Hoffentlich können die Kinder auch bald wieder in die Schulen und Kitas”, sagt die 81-Jährige.

Mit insgesamt sieben Impfstraßen auf rund 3.000 Quadratmetern bietet das Impfzentrum in der Hagener Stadthalle theoretisch die Möglichkeit, täglich bis zu 1.000 Personen zu impfen. Da aktuell allerdings nur eine begrenzte Menge an Impfstoff von Biontech/Pfizer zur Verfügung steht, der sich für die Impfung von Personen ab 80 Jahren eignet, ist der Betrieb zunächst mit zwei Impfstraßen gestartet. 22 Mitarbeitende pro Schicht sowie ein entsprechend der verfügbaren Impfstoffmenge aufgestelltes Ärzteteam der KVWL sind im Einsazt.

Als eine der Ersten ließ sich Karin Thikötter (81) im Hagener Impfzentrum impfen. (Foto: Franziska Michels/Stadt Hagen)

“Zunächst können wir rund 100 Impfdosen pro Tag verimpfen, sodass wir jedem Impfling bei Bedarf eine 1:1-Betreuung durch unser Personal anbieten können”, erklärt Lars Stein, organisatorischer Leiter des Impfzentrums bei der Stadt Hagen. “Wir starten in den ersten drei Wochen für Personen, die über 80 Jahre alt sind, an sieben Tagen pro Woche ab 14 Uhr. Ab dem 1. März. kommt dann die Vormittagsschicht hinzu, um auch die Zweitimpfungen abwickeln zu können.”

Viel Personal im Einsatz

Vor Ort sind in jeder Schicht ärztliche und medizinische Mitarbeiter:innen der Kassenärztlichen Vereinigung Wetsfalen-Lippe (KVWL), der Stadt Hagen und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die zu impfenden Personen da. “Hinsichtlich der Barrierefreiheit haben wir das Impfzentrum noch einmal nachgerüstet”, sagt Stein. “Wir haben einen weiteren Check-In-Bereich auf der oberen Ebene installiert, um den gehbehinderten Impflingen einen einfachen Zugang über den Fahrstuhl mit einer separaten Zugangsstraße zu ermöglichen.”

Die Fachkräfte messen beim Einlass die Körpertemperatur, gleichen Personendaten ab, führen ärztliche Aufklärungsgespräche, geben anschließend die eigentliche Impfung und gewährleisten eine persönliche Betreuung im Ausruh-Bereich. Somit ist für alle Patient:innen eine umfassende, persönliche Beratung gewährleistet. Das medizinische Team vor Ort wird durch einen eigenen Ordnungs- und Sicherheitsdienst und Reinigungskräfte, die eine kontinuierliche Reinigung aller Flächen durchführen, unterstützt. Um die Haustechnik kümmert sich das Team der Stadthalle.

Für die Aufbereitung des tiefgekühlt angelieferten Impfstoffes wurde vor Ort ein eigenes Impfstofflabor aufgebaut. Personal der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AKWL) bereitet dort den Impfstoff vor. Mit einer eigenen Notfallstation und zwei Rettungssanitäter:innen ist das Impfzentrum auch auf medizinische Notfälle vorbereitet.

Berufliche Impfungen

Bereits ab Mittwoch, 10. Februar, steht in Hagen auch Impfstoff der Firma AstraZeneca zur Verfügung. Da dieser für Personen über 65 nicht geeignet sein könnte, hat ihn die Bundesregierung für bestimmte Berufsgruppen freigegeben:

  • Personal von ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten
  • Personal von Tagespflegeeinrichtungen sowie Wohngemeinschaften (ohne Eingliederungshilfe)
  • Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige in Hospizen und von ambulanten Hospizdiensten
  • Heilmittelerbringer, die regelmäßig in vollstationären Pflegeeinrichtungen tätig werden
  • Ärzte und deren medizinisches Personal, die
    • regelmäßig in vollstationären Pflegeeinrichtungen tätig werden
    • in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung tätig sind
    • in Schwerpunktpraxen vorrangig Corona-Patient:innen behandeln
    • in onkologischen Praxen sowie Dialysepraxen tätig sind
  • Personal in den Impfzentren
  • Rettungsdienstpersonal

Unternehmen, die Personal dieser Berufsgruppen beschäftigen, müssen sich aktiv an das Impfzentrum der Stadt Hagen wenden, um einen Impftermin für ihre Mitarbeitenden zu vereinbaren. Auf der Internetseite der Stadt Hagen können eine Excel-Tabelle bzw. eine PDF-Datei zur Anmeldung heruntergeladen werden. Diese muss dann per E-Mail an Impfzentrum@stadt-hagen.de gesendet werden.


Verwendete Quellen:

  • Pressemitteilungen der Stadt Hagen