Inzidenz steigt wieder: Das Hagener Corona-Update

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Die Infektionszahlen gehen fast überall zurück – in Hagen verbleiben sie allerdings weiterhin auf einem recht hohen Niveau. Die Wocheninzidenz ist nach drei Tagen leichten Rückgangs wieder etwas angestiegen. Allerdings gibt es auch gute Zeichen: Es gelten so wenige Menschen als akut infiziert, wie seit über einem Monat nicht mehr. Außerdem wurden seit gestern keine Todesfälle in Zusammenhang mit Corona-Infektionen in Hagen gemeldet.

Gestern wurden in Hagen 44 (Vorwoche: 40) Neuinfektion registriert. Die Wocheninzidenz steigt damit laut Zählung der Stadt Hagen auf 120,8 (Vorwoche: 154,2). Aktuell gelten in Hagen 352 (Vorwoche: 559) Personen als infiziert, weniger gab es zuletzt am 7. Januar. Nach Angaben des RKI haben wir weiterhin die höchste Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen, bundesweit liegen wir heute auf Platz 25 der am stärksten betroffenen kreisfreien Städte und Landkreise.

Auf den Hagener Intensivstationen werden aktuell 9 (+3) schwerst erkrankte COVID-19-Patient:innen behandelt, von denen 5 (+2) invasiv beatmet werden müssen. Von den aktuell 78 Intensivbetten in Hagen stehen heute 12 (15,4%) zur Verfügung – nach Ansicht des RKI sollten für Notfälle immer mindestens 15 Prozent freier Intensivbetten zur Verfügung stehen. Die KVWL meldet, dass in Hagen bislang 3.298 (+50) Erst- und 2.581 (+523) Zweitimpfungen gegen COVID-19 erfolgt sind. Damit hätten höchstens 1,75 Prozent der Bevölkerung unserer Stadt bislang eine Erstimpfung erhalten – was deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt liegt.

Und so sieht es außerhalb unserer Stadtgrenzen aus:

Die durchschnittliche Wocheninzidenz in NRW sinkt laut MAGS weiter auf 59,3. Innerhalb des letzten Tages sind landesweit 68 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Am stärksten betroffen ist noch immer Hagen (laut RKI 119,8), gefolgt weiterhin von der Stadt Solingen (111,2) und dem Hochsauerlandkreis (91,2). Damit liegt neben Hagen nun auch Solingen wieder über der Inzidenz von 100 – dort ist es nach Medienberichten zu mehreren Ausbrüchen in Kindertagesstätten gekommen, in denen die Stadt Solingen nun vermehrt Corona-Tests durchführen wird. Unterhalb der ursprünglich für kommenden Sonntag gesetzten Zielmarke 50 liegen bislang 14 Kreise/Städte (26,4%) in NRW – darunter auch Dortmund. Neben Münster, das mittlerweile mit einer Inzidenz von 15,2 bundesweit zu den drei am wenigsten betroffenen Städten/Kreisen zählt, liegen lediglich der Kreis Coesfeld sowie die Städte Bielefeld und Mönchengladbach unterhalb der künftig für weitere Lockerungen so wichtigen Wocheninzidenz von 35. Hagens Nachbarschaft: Stadt Dortmund 46,1; Kreis Unna 60,0; Ennepe-Ruhr-Kreis 71,9; Märkischer Kreis 74,6.

Bundesweit fällt die durchschnittliche Inzidenz auch weiter auf nun 62,2. In Deutschland sind 556 Menschen binnen des letzten Tages an oder mit SARS-CoV-2 gestorben. Nur noch 4 (0 %) aller Städte und Kreise weisen in ganz Deutschland eine extreme Infektionslage oberhalb einer Inzidenz von 200 auf, je zwei in Bayern und Thüringen. Die Zahl der Städte und Kreise unterhalb der kritischen Grenze von 50 liegt nun bei 143 (34%), davon haben 55 Städte/Kreise (13%) auch die Inzidenz von 35 unterschritten. Am Mittwoch, 10. Februar 2021, wurden in Deutschland 128.272 Schutzimpfungen gegen COVID-19 durchgeführt. Damit haben nun 2.490.423 Personen (3,0 % der Gesamt­bevölkerung) eine Erst­impfung erhalten und 1.178.725 Personen bereits die Zweitimpfung.


Verwendete Quellen (weitere ggf. im Text genannt/verlinkt):