Infektionen weiter hoch, Maskenpflicht vor Geschäften, noch berufliche Impfungen verfügbar: Das Hagener Corona-Update

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Die täglichen Neuinfektionen in Hagen bleiben weiterhin auf einem hohen Niveau – deshalb steigt entgegen dem bundes- und landesweiten Trend auch die Wocheninzidenz wieder leicht. Die Zahl der schwersten COVID-19-Fälle auf den Hagener Intensivstationen steigt ebenfalls weiter. Allerdings wurden nun den dritten Tag hintereinander von der Stadt Hagen keine neuen Corona-Todesfälle gemeldet. Ab heute gilt in NRW eine verschärfte Maskenpflicht rund um Geschäfte. Außerdem weist die Stadt Hagen darauf hin, dass es noch freie Impftermine für bestimmte Berufsgruppen gibt.

Gestern wurden in Hagen 45 (Vorwoche: 41) Neuinfektion registriert, höchster Tageswert seit über einer Woche. Die Wocheninzidenz steigt laut Zählung der Stadt Hagen wieder leicht auf 109,2 (Vorwoche: 140,4). Aktuell gelten in Hagen 369 (Vorwoche: 580) Personen als infiziert. Nach Angaben des RKI haben wir weiterhin die zweithöchste Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen, bundesweit liegen wir heute auf Platz 27 der am stärksten betroffenen kreisfreien Städte und Landkreise.

Auf den Hagener Intensivstationen werden aktuell 12 (+2) schwerst erkrankte COVID-19-Patient:innen behandelt, von denen 7 (+1) invasiv beatmet werden müssen. Von den aktuell 78 Intensivbetten in Hagen stehen heute 18 (23,1%) zur Verfügung. Aktuelle Impfzahlen der KVWL für Hagen liegen am Wochenende nicht vor.

Und so sieht es außerhalb unserer Stadtgrenzen aus:

Die durchschnittliche Wocheninzidenz in NRW sinkt laut MAGS weiterhin auf jetzt 54,2. Innerhalb des letzten Tages sind landesweit 32 Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Am stärksten betroffen ist nach Angaben des RKI weiterhin Solingen (111,2), gefolgt von Hagen (108,1) und dem Kreis Mettmann (81,8). Damit liegen weiterhin nur Hagen und Solingen über der Inzidenz von 100 – mit immer größerem Abstand zum Rest des Landes. Unterhalb der ursprünglich für heute gesetzten Zielmarke 50 liegen jetzt erst 21 Kreise/Städte (39,6%) in NRW. Unter eine Wocheninzidenz von 35, die für weitere Lockerungen entscheidend sein wird, haben es bislang 5 Kreise/Städte (9,4%) in NRW geschafft. Hagens Nachbarschaft: Stadt Dortmund 42,5; Kreis Unna 56,7; Ennepe-Ruhr-Kreis 68,5; Märkischer Kreis 74,1.

Bundesweit fällt die durchschnittliche Inzidenz auch weiter auf nun 57,4. In Deutschland sind 218 Menschen binnen des letzten Tages an oder mit SARS-CoV-2 gestorben. Wieder 4 (0 %) aller Städte und Kreise weisen in ganz Deutschland eine extreme Infektionslage oberhalb einer Inzidenz von 200 auf. Die Zahl der deutschen Städte und Kreise unterhalb einer Wocheninzidenz von 50 steigt deutlich auf 177 (42%), damit hat jedoch nicht einmal die Hälfte das für heute angepeilte Ziel erreicht. 72 Städte/Kreise (17%) haben nun auch die Inzidenz von 35 unterschritten. Am Freitag, 12. Februar 2021, wurden in Deutschland 147.056 Impfungen gegen COVID-19 durchgeführt. Damit haben nun 2.635.673 Personen (3,2 % der Gesamt­bevölkerung) eine Erst­impfung erhalten und 1.331.573 Personen bereits die Zweitimpfung erhalten.

Maskenpflicht in NRW jetzt auch vor Geschäften

In Nordrhein-Westfalen gilt ab heute eine neue Coronaschutzverordnung. Alle bisherigen Regelungen bleiben bestehen, werden jedoch ergänzt: Zusätzlich zu der bisherigen Pflicht zum tragen medizinischer Masken im Einzelhandel und von Alltags- oder medizinischen Masken auf dessen Parkplätzen müssen diese nun auch auf den Fußwegen zum Geschäft innerhalb einer Entfernung von 10 Metern zum Eingang getragen werden.

Noch freie Termine für berufliche Impfungen

Im Hagener Impfzentrum stehen in dieser Woche noch Termine für bestimmte Berufsgruppen zur Verfügung, bei denen Impfstoff der Firma AstraZeneca geimpft wird:

  • Personal von ambulanten Pflege- und Betreuungsdiensten
  • Personal von Tagespflegeeinrichtungen sowie Wohngemeinschaften (ohne Eingliederungshilfe)
  • Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige in Hospizen und von ambulanten Hospizdiensten
  • Heilmittelerbringende, die regelmäßig in vollstationären Pflegeeinrichtungen tätig werden
  • Ärzt:innen und deren medizinisches Personal, die regelmäßig
    • in vollstationären Pflegeeinrichtungen tätig werden
    • in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung tätig sind
    • in Schwerpunktpraxen vorrangig Corona-Patientinnen und Patienten behandeln
    • in onkologischen Praxen sowie Dialysepraxen tätig sind
  • Personal in den Impfzentren
  • Rettungsdienstpersonal

Die Impftermine müssen von den Unternehmen für ihre Mitarbeitenden per E-Mail an Impfzentrum@stadt-hagen.de vereinbart werden. Der E-Mail muss unbedingt eine ausgefüllte Personalliste angehängt werden, die es auf der Internetseite der Stadt zum Download gibt.