Viele Tote, hohe Inzidenz: Die Hagener Corona-Zahlen der Woche 09/21

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Ab Montag, 8. März, gelten bundes- und landesweit und damit natürlich auch in Hagen neue Regeln zum Schutz gegen die Corona-Pandemie. Insbesondere werden einige bisherige Einschränkungen gelockert, etwa im Einzelhandel aber auch im Freizeitbereich. Welche das genau sind, liste ich euch heute im Newsletter auf.

Hier kommt jetzt erst einmal ein Überblick über die Entwicklung der wichtigsten Kennzahlen zur Pandemie in Hagen in den vergangenen sieben Tagen:

Seit Samstag, 27. Februar 2021, sind in Hagen 21 (Vorwoche: 8) Personen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der Toten steigt damit auf 240 seit Beginn der Pandemie. In der Woche wurden insgesamt 199 (Vorwoche: 188) Neuinfektion registriert. Die Wocheninzidenz liegt laut Zählung der Stadt Hagen heute bei 101,8 (Vorwoche: 99,6). An sechs der letzten sieben Tage war die Grenze von 100 überschritten. Aktuell gelten in Hagen 218 (Vorwoche: 241) Personen offiziell als ansteckend und befinden sich zusammen mit ihren nächsten Kontaktpersonen in Quarantäne.

Nach Angaben des RKI liegt Hagen mittlerweile auf Platz 6 (Vorwoche: 3) der Städte/Kreise mit der höchsten Inzidenz in Nordrhein-Westfalen. Bundesweit liegen wir auf Platz 64 (Vorwoche: 54).

Auf den Hagener Intensivstationen wurden in der vergangenen Woche täglich im Schnitt 15 (Vorwoche: 15) schwersterkrankte COVID-19-Patient:innen behandelt, von denen durchschnittlich 8 (Vorwoche: 8) invasiv beatmet werden mussten. Von den durchschnittlich 81 (Vorwoche: 80) Intensivbetten in Hagen standen täglich etwa 7 (Vorwoche: 4) zur Verfügung, was 8,6 Prozent entspricht. Weniger als 15 Prozent freie Intensivbetten stuft das RKI als kritisch ein.

Laut Angaben der KVWL haben bislang 11.200 (Vorwoche: 8.085) Hagener:innen die erste Schutzimpfung gegen COVID-19 bekommen. Die zweite Impfung haben bereits 3.778 (Vorwoche: 2.947) Personen erhalten.

In Hagen waren in der vergangenen Woche mehrere Schulen von COVID-19-Infektionen betroffen. Zu neuen Quarantänemaßnahmen kam es an Grundschule Boloh (Eppenhausen), Grundschule Im Kley (Hohenlimburg), Grundschule Vincke (Boele), Hermann-Löns-Grundschule (Boelerheide), Theodor-Heuss-Gymnasium (Höing) und Sekundarschule Altenhagen.

Und noch ein kurzer Blick über die Stadtgrenze …

Die durchschnittliche Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen liegt laut MAGS nach nur minimalen Schwankungen im Wochenverlauf heute wieder bei 63,9 (Vorwoche: 63,9). Am stärksten betroffen ist nach Angaben des RKI weiterhin der Märkische Kreis (124,1), gefolgt von Düren (122,4) und Remscheid (113,2). In NRW liegen nun laut RKI 5 (Vorwoche: 2) Städte/Kreise über der Inzidenz von 100. Unterhalb der Marke 50 liegen heute 15 (Vorwoche: 13) Kreise/Städte, das sind 28,3 Prozent. Unter eine Wocheninzidenz von 35, die für weitere Lockerungen entscheidend sein wird, kommen weiterhin 3 Städte/Kreise (Vorwoche: 3) in NRW, was 5,7 Prozent entspricht. In Hagens Nachbarschaft haben sich die Inzidenzen wieder etwas „beruhigt“: Stadt Dortmund 64,6 (+4,1); Kreis Unna 62,5 (–16,0); Ennepe-Ruhr-Kreis 76,8 (–7,4); Märkischer Kreis 124,1 (+3,4).

Bundesweit steigt die durchschnittliche Inzidenz weiter auf 65,4 (Vorwoche: 62,6). In ganz Deutschland haben 9 (Vorwoche: 5)Städte/Kreise bzw. 2 Prozent eine extreme Infektionslage oberhalb einer Inzidenz von 200. Die Zahl der deutschen Städte und Kreise unterhalb einer Wocheninzidenz von 50 ist wieder deutlich auf nur noch 150 (Vorwoche: 161) bzw. 36 Prozent gesunken. Insgesamt 60 (Vorwoche: 63) und damit 14 Prozent aller Städte/Kreise haben derzeit auch die Inzidenz von 35 unterschritten.

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für die übersichtliche Aufbereitung der aktuellen Statistiken. Die Gesamtzahl der verfügbaren Intensivbetten erscheint ob der lang anhaltenden besorgniserregenden Zahlen klein. Es wirft spontan die Frage auf, warum eine deutliche Aufstockung der Betten über die Monate hinweg nicht realisiert wurde.
    Eine Statistik fehlt in meinen Augen noch, und zwar die Gesamtzahl der Todesfälle in Hagen insgesamt im Jahr 2020. Eine lokale Beurteilung der Lage ist so schwierig. Die Stadt bietet online einige statistische Jahrbücher mit Statistiken, allerdings zeitlich stark verschoben (2018 zuletzt gefunden). Dies mag in der Dauer der Aufbereitung liegen, sollte meines Erachtens aber für größere Transparenz nun zügig für 2020 erfolgen.

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