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„So etwas heftiges habe ich in den letzten 34 Jahren hier noch nicht gesehen“, ist sich K. sicher. Am Samstagnachmittag gab es unter seiner Wohnung an der Ecke Lange Straße und Gutenbergstraße plötzlich einen lauten Knall, der Blick aus dem Fenster zeigte eine dramatisch wirkende Szene: Zwei völlig zerbeulte Autos stehen mitten auf der Straße, „auch ein Verkehrsschild wurde abrasiert.“

Was war geschehen? Ein 48-Jähriger mit seinem in Rumänien zugelassenen schweren BMW X5 kam die Gutenbergstraße aus Richtung Minervastraße bergauf gefahren und wollte offenbar die Lange Straße queren. Und das, obwohl ein Verkehrsschild hier ausdrücklich darauf hinweist, dass nur nach rechts abgebogen werden darf. Aus gutem Grund, denn die Stelle ist nur sehr schwer einsehbar.

Von rechts kam im selben Moment ein VW-Golf GTI aus dem Kreis Unna angefahren und stieß mit voller Wucht mit dem bayrischen Straßenpanzer zusammen. Obwohl es sich hier um eine Tempo-30-Zone handelt, war der Aufprall so heftig, dass sich der Golf mehrfach um die eigene Achse drehte und der SUV erst auf dem gegenüberliegenden Gehweg zum Stehen kam – unmittelbar vor einer Kindertagesstätte. Gut, dass hier an einem Samstag nicht viel los war.

Der 23-jährige VW-Fahrer und sein 22-jähriger Beifahrer wurden bei dem Unfall verletzt und mussten durch einen herbeigerufenen Rettungsdienst behandelt werden. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt, mussten abgeschleppt werden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 36.000 Euro.

Die Spuren des Unfalls werden noch deutlich zu sehen gewesen sein, allerdings wohl ohne jede abschreckende Wirkung, wie K. feststellt: „Nur eineinhalb Stunden später sah ich, wie der Nächste von unten verbotswidrig geradeaus fuhr.“


Verwendete Quellen:

  • Bericht des Anwohners K. [Name d. Red. bekannt.]
  • Meldung der Polizei Hagen