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Normalerweise bietet der Verein „Kunst vor Ort“ für Kinder und Jugendliche in Hagen Kreativprojekte in den Stadtteilen, auf Schulhöfen oder an weiteren Orten an – in besonderem Umfang auch immer wieder in Wehringhausen. Doch was ist in der aktuellen Situation schon normal. Und so entstand die Idee, „Kunsttaschen“ mit Kreativmaterial an die jungen Menschen zu verteilen. „Jede Tasche steht unter einem bestimmten Thema, beinhaltet eine bebilderte Anleitung und ermöglicht unseren Teilnehmenden, zu Hause kreativ zu werden“, berichtet Elena Grell, Geschäftsführerin des Vereins.

„Die Umsetzung und das Feedback zu den Kunsttüten waren so großartig, dass die Idee nun nach Lesbos in das ‚Übergangslager‘ Moria II exportiert werden soll. Dort leben aktuell um die 7.500 geflüchteten Menschen, wovon ca. 3.000 Kinder sind. Helfer*innen vor Ort berichten, dass die Kinder oft traumatisiert sind durch die Flucht und die Zustände im Flüchtlingscamp“, so Anna-Lena Majoress. Die Kunsttherapeutin hatte die Idee zu dem Projekt: „Wir möchten den Kindern durch die Kreativ- und Spieltaschen etwas Hoffnung und ein Stück Kindheit zurückgeben!“.

Bilder, Briefe, Wolle, Geld

Ganz konkret soll das Projekt so ablaufen: Kinder und Familien aus Hagen können mit selbst gestalteten Bildern und Briefen ein bisschen Farbe und Hoffnung nach Lesbos schicken. Diese werden dann zusammen mit Spiel- und Kreativmaterial von Kunst vor Ort verpackt und in Zusammenarbeit mit der Caritas nach Lesbos verschickt. Die Verteilung vor Ort übernimmt die Organisation „Waves of Hope“.

Für den Inhalt der Taschen werden auch Geldspenden über betterplace.org gesammelt. Außerdem freuen sich Kunst vor Ort auch über Sachspenden in Form neuwertiger Wollknäule, die – ebenso wie Bilder & Briefe – bis Ende April abgegeben werden können. Abgabestelle ist das AllerWeltHaus in der Innenstadt, Potthofstraße 22. Es ist montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr sowie samstags von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Dieser Text erschien zuerst im wöchentlichen Wehringhausen-Newsletter.
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