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Im Rahmen einer sogenannten „Schwerpunktkontrolle“ waren neun Mitarbeitende des Hagener Ordnungsamtes am Pfingstwochenende, 21. bis 24. Mai, in Wehringhausen unterwegs. Dabei wurden zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Gesetze zum Schutz vor der Corona-Pandemie festgestellt. Auch mussten mehrere Maßnahmen zur Verkehrssicherung ergriffen werden.

Verstöße gegen den Seuchenschutz

Das Team des Ordnungsamtes musste gegen mehrere größere Gruppen im Viertel vorgehen. Gegenüber 32 Personen wurden Platzverweise ausgesprochen, die jeweils mit einem Bußgeld in Höhe von 250 Euro verbunden sind. Im öffentlichen sowie im privaten Raum sind derzeit ausschließlich Treffen von Personen eines Haushaltes mit maximal einer Person aus einem weiteren Haushalt gestattet.

Außerdem hatten entgegen der geltenden Corona-Schutzmaßnahmen zwei Gewerbebetriebe geöffnet. Diese wurden sofort geschlossen und die Betreiber*innen erwartet nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro. 

Präsenz am Bodelschwinghplatz

In der vergangenen Woche berichteten verschiedene auch überregionale Medien in wildem Boulevardstil über die Angst von Hagener Busfahrer*innen, durch die Wehringhauser Straße zu fahren. Ich habe am Freitag bei der Hagener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft nachgefragt, was es damit auf sich hat. Und auch wenn mir Sprecher Dirk Thorbow einige der Behauptungen aus den bunten Blättchen nicht bestätigen konnte, stellte er jedoch fest: „Kinder springen dort zwischen parkenden Autos vor die Busse.“ Man sei im Gespräch mit der Stadt, wie man dagegen angehen könne.

Gesagt getan, führt das Ordnungsamt nun täglich Streifengänge im Bereich zwischen der Wehringhauser Straße und der Minervastraße sowie an der „Bohne“ durch. Am vergangenen Wochenende wurden dabei mehrfach Personen, hauptsächlich Kinder, bei gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr beobachtet. Das Ordnungsamt musste rund 30 mündliche Verwarnungen aussprechen.

Viele Autos abgeschleppt

Darüber hinaus kam es auch zu mehrere Verstöße im ruhenden Verkehr: Im Bereich Bodelschwinghplatz wurden gleich vier Autos abgeschleppt, an der weiteren Wehringhauser Straße sogar acht. Außerdem wurde ein offenes abgemeldetes Auto als Gefahrenstelle entfernt.

Fotos und Videos von Einsatzkräften

Während der Maßnahmen wurden von umstehenden Personen Fotos und Videos der Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes gemacht. Grundsätzlich ist es Privatpersonen jedoch nicht erlaubt, andere Personen ohne deren Zustimmung zu fotografieren. Sie wurden daher dazu aufgefordert, die Aufnahmen zu löschen.