Lesezeit: ca. 2 Minuten

Rund um den Bodelschwinghplatz an der Wehringhauser Straße kam es zuletzt mehrfach zu sehr gefährlichen Situationen. Kinder liefen zwischen parkenden Autos vor Busse. Auch sollen Fahrzeuge der Hagener Straßenbahn AG mehrfach mit Gegenständen beworfen worden sein. Insbesondere zur Verkehrssicherung wurden daher verstärkte Kontrollen in dem Bereich angekündigt. Verschiedene Behörden führten eine erste große Kontrollaktion am Pfingstwochenende durch. Damals wurden unter anderem 13 Autos abgeschleppt und zig Corona-Verstöße geahndet.

Zu einer weiteren Großkontrolle kam es nun am Mittwoch, 10. Juni. Unterstützt durch Übersetzer*innen waren neben dem Hagener Ordnungsamt auch die Polizei Hagen, die Hagener Verkehrsgesellschaft, das Quartiersmanagement des Fachbereiches Jugend und Soziales sowie die Wohnungsaufsicht der Stadt Hagen beteiligt. Sie führten am Vormittag und am Abend jeweils einen großen Einsatz durch.

Falsch geparkt, schwarz gefahren

Insgesamt stellte das Ordnungsamt im Bereich Bodelschwinghplatz und Freizeitgelände „Bohne“ 14 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung fest. Die meisten waren falsch geparkte Fahrzeuge, aber ein Auto hatte außerdem eine gefälschte TÜV-Plakette.

Doch nicht nur der ruhende Verkehr lag im Fokus. Die Mitarbeitenden der Hagener Verkehrsbetriebe führten auch in der Buslinie 542, die als einzige in diesem Teil der Wehringhauser Straße hält, Ticketkontrollen durch. Immerhin 37 Personen waren ohne eine gültige Fahrkarte unterwegs.

Unbewohnbare Wohnungen

Zur Prüfung melderechtlicher Verstöße fanden Kontrollen in mehreren Wohnhäusern statt. Dabei haben die Behörden die Personalien von 195 Personen überprüft. Elf gemeldete Personen konnten an ihren Anschriften nicht ermittelt werden und wurden abgemeldet.

In 47 Fällen muss die Wohnungsaufsicht der Stadt Hagen die Nutzbarkeit der Wohnungen prüfen. Eventuell werden sie für Unbewohnbar erklärt.

Viele Strafen und Bußgelder

Im Laufe der Kontrollen hat das Ordnungsamt auch einige Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt. Diese führten zu 28 Platzverweise. Diese sind, wie auch die meisten anderen entdeckten Verstöße, mit Strafverfahren und Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten verbunden. Die Folge werden teils hohe Bußgelder sein.

Weitere Kontrollen geplant

Die Stadt Hagen teilt mit, dass sie künftig im Bereich rund um den Bodelschwinghplatz eine „Null-Toleranz-Strategie“ vertritt. Damit will sie beweisen, „dass es in Hagen keinen rechtsfreien Raum gibt“. Dieser Vorwurf war vor einigen Wochen durch Vertreter der Parteien CDU, FDP und Hagen Aktiv im Anschluss an die Berichterstattung einer Boulevardzeitung erhoben worden.

Auch die Polizei Hagen vermeldet: „Für die Zukunft sind weitere Einsätze dieser Art geplant.“