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Seit einer Wochen bietet das eigentlich noch gar nicht richtig eröffnete Mini-Kulturzentrum Cepulse an der Lange Straße 35 den aufmerksam Vorbeischlendernden ein etwas anderes Bild als zuletzt gewohnt: Das Schaufenster wirkt ruhig und aufgeräumt, auch wenn sich die gezeigten Gegenstände nicht sofort erschließen. Im Inneren wirft ein Beamer ruhige Wellenmuster an die Wand, es läuft leise Musik. Ein großer Schreibtisch steht im Ausstellungsraum, die Tür ist offen.

„Hallo“, begrüßt mich Kira Littwin. „Komm doch rein“. Also schnell die Maske auf und mal schauen, was dort passiert. Und das ist so schön wie ungewohnt: Mit der Trauerbar hat die 32-Jährige für etwa zwei Monate einen Pop-Up-Store eröffnet, in dem sich alles um Trauer, um Abschied dreht. An den Wänden gibt es eine Fotoausstellung mit Tätowierungen zum Thema, im Nebenraum wird in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Quadrux und dem Comic-Centrum eine thematische Auswahl an Büchern und Graphic Novels gezeigt. 

„Wer einen Verlust erlitten hat, sei es durch Tod oder Trennung, kann vorbekommen und sich mit mir ganz ungezwungen und kostenlos unterhalten“, erzählt Littwin, die schon lange professionell im Bereich der Trauerbegleitung etwa im Kinderhospiz tätig ist und als freie Rednerin arbeitet. Aber auch wer keinen akuten Verlust erlitten hat, sondern sich einfach für das Thema interessiert, ist in der Trauerbar im Cepulse willkommen.

Rund um die „Trauerbar“ hat Kira Littwin außerdem ein kleines Veranstaltungsprogramm geplant:

Der Pop-Up-Store besteht noch bis zum 31. Juli, geöffnet ist er dienstags von 10 bis 12.30 und von 15 bis 18 Uhr, mittwochs von 16 bis 19.30 Uhr, donnerstags von 15 bis 18 Uhr, sowie freitags von 10 bis 12 Uhr.

Weitere Infos gibt es auf www.trauerbar.de.

Dieser Text erschien zuerst im wöchentlichen Wehringhausen-Newsletter.
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