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Heute kommt der Wochenrückblick ausnahmsweise erst am Samstag, die im folgenden Text genannten Zahlen beziehen sich zur Vergleichbarkeit aber – außer ausdrücklich anders erwähnt – auf den gestrigen Freitag, 29. Oktober. Am heutigen Samstag liegt ist die Inzidenz in Hagen weiter gestiegen auf 137,7. Der R-Wert liegt mit 1,35 so hoch wie zuletzt vor einem Monat. Auch die Zahl der Covid-Intensivpatient:innen ist laut RKI in Hagen heute erneut gestiegen.

Trotz der nicht nur in Hagen weiter steigenden Zahlen – die Landesweite Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist am heutigen Samstag auf 104,1 geklettert, einige Expert:innen warnen bereits vor drohenden Engpässen im Intensivbereich – lockert die Landesregierung in NRW die Corona-Regeln weiter. So müssen ab Dienstag im Schulunterricht keine Masken mehr getragen werden. Die Stadt Krefeld wollte die Maskenpflicht in Schulen aufgrund der stetig steigenden Zahlen aufrecht erhalten, was ihr vom Land jedoch verboten wurde. Und auch bei Beratungs- und Verkaufsgesprächen auf Messen und Kongressen gilt, bei Einhaltung der 3G-Regel, fortan keine Maskenpflicht mehr.

Kennzahlen zur Corona-Pandemie in Hagen in den vergangenen sieben Tagen

In der vergangenen Woche wurden mit Stand von Freitag, 29. Oktober, aus Hagen insgesamt 248 (Vorwoche: 200) neue positive Corona-Tests gemeldet. Der 7-Tage-R-Wert (also die Anzahl an weiteren Personen, die ein:e Infiziert:e rechnerisch ansteckt) lag damit bei 1,22 (Vorwoche: 0,76) und somit über eins – die Zahl der Neuinfektionen ist im Laufe der Woche also gestiegen. Mittlerweile haben sich im Verlauf der Pandemie insgesamt 8,3 Prozent (Vorwoche: 8,1 Prozent) der gesamten Hagener Bevölkerung nachweislich mit Corona infiziert.

Die Wocheninzidenz lag laut RKI am Freitag bei 131,4 (Vorwoche: 106,0). Es galten in Hagen 419 (Vorwoche: 413) Personen laut Gesundheitsamt als akut infiziert beziehungsweise ansteckend. Sie befanden sich, wie auch ihre nächsten 126 (Vorwoche: 111) Kontaktpersonen, in Quarantäne.

Welche Altersgruppen sind in Hagen besonders von Corona betroffen?

wdt_ID Datum Alle 0-4 Jahre 5-14 Jahre 15-34 Jahre 35-59 Jahre 60-79 Jahre über 80 Jahre
1 01.10.2021 145,70 156,00 641,10 133,80 110,50 22,00 28,90
2 08.10.2021 135,70 124,80 482,30 186,80 91,60 31,80 36,20
3 15.10.2021 132,00 124,80 380,10 159,20 127,90 36,60 21,70
4 22.10.2021 106,00 156,00 283,70 117,60 93,20 51,30 28,90
5 29.10.2021 131,40 104,00 283,70 173,00 120,00 70,90 57,90
6 05.11.2021 111,30 83,20 261,00 138,40 105,80 56,20 43,40
7 12.11.2021 176,00 239,20 448,20 209,90 154,70 78,20 50,60
8 19.11.2021 217,30 124,80 703,60 239,90 181,60 107,50 72,30
9 26.11.2021 316,90 145,60 851,10 380,60 307,90 149,00 94,00

Eine Woche nach dem Ende der Herbstferien ist die Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter in Hagen gleich zum letzten Ferienwert. Deutlich gestiegen ist sie jedoch in der Gruppe der 15- bis 34-Jährigen.

Bei Säuglingen und jungen Kindern bis 4 Jahren sank die Inzidenz sogar recht deutlich von 156,0 auf 104,0. Sie liegen damit wieder unter der durchschnittlichen Inzidenz in Hagen. Die weiterhin weitgehend ungeimpften und seit Wochen am stärksten betroffenen 5- bis 14-Jährigen verzeichnen eine Woche nach Ferienende eine Stagnation der Inzidenz bei 283,7, sind damit jedoch weiterhin mit Abstand am heftigsten betroffen. Sie erreichen noch immer mehr als das Doppelte der Hagener Gesamtinzidenz.

Bei den 15- bis 34-Jährigen steigen die neuen positiven Testungen wieder deutlich an. Mit einer Inzidenz von 173,0 bilden sie nun erneut die vergleichsweise nur am zweitstärksten betroffene Kohorte und liegen spürbar über dem städtischen Durchschnitt. Bei den 35- bis 59-Jährigen zeigt sich ebenfalls ein wieder deutlicher Anstieg: Die Inzidenz kletter von unter hundert auf nun 120,0.

Die Gesamtzahl bei der besonders gefährdeten und eigentlich auch weitgehend durchgeimpften Altersgruppen ab 60 Jahren steigt erneut besonders deutlich an. Bei den über 80-Jährigen hat sich die Inzidenz innerhalb einer Woche sogar mehr als verdoppelt auf 57,9.

Wie ist die Corona-Lage an Hagener Kitas und Schulen?

In der vergangenen Woche gab es keine Quarantänemeldungen von Schulen und auch die Hagener Kitas blieben von coronabedingten Schließungen verschont.

Wo stecken sich die Menschen in Hagen mit Corona an?

(Quelle: Stadt Hagen)

Wie aus der aktuellen Corona-Wochenstatistik der Stadt Hagen hervorgeht, die diesmal für den Zeitraum von 19. bis 25. Oktober (und damit noch innerhalb der Herbstferien) vorliegt, ist die Zahl der nicht mehr rückverfolgbaren Infektionen wieder etwas gestiegen.

Weniger mehr als ein Drittel bzw. 37,1 Prozent (Vorwoche: 31,1 Prozent) und damit aber weiterhin nicht die meisten Infektionen erfolgten „diffus“. Mit 51,1 Prozent (Vorwoche: 58,2 Prozent) nehmen den Spitzenplatz wieder die Ansteckungen im privaten Umfeld ein. Gut jede zweite Infektion erfolgte also beispielsweise zu Hause in der Familie oder bei Treffen mit Freund:innen und Verwandten.

Die drittmeisten Ansteckungen gehen zum Ferienende mit 5,9 Prozent (Vorwoche: 2,7 Prozent) eindeutig auf Reiserückkehrende zurück. Ihnen folgen mit weiterhin 2,7 Prozent (Vorwoche: 2,7 Prozent) nachweisbare Infektionen am Arbeitsplatz. Auf 1,6 Prozent (Vorwoche: 1,8 Prozent) kommen Gemeinschaftseinrichtungen. Auch in der zweiten Ferienwoche konnten immerhin noch 1,1 Prozent (Vorwoche: 2,2 Prozent) aller neuen positiven Testungen in Zusammen mit Schulen und Kitas gebracht werden. Im medizinisch/pflegerischen Bereich sinkt der Anteil wieder auf 0,5 Prozent (Vorwoche: 1,3 Prozent).

In der Kalenderwoche 42 untersuchten Labore im Rahmen des Infektionsschutzes insgesamt 1.108 (Vorwoche: 691) vom Gesundheitsamt angeordnete Hagener Corona-Proben, von denen 29,2 Prozent (Vorwoche: 42,7 Prozent) positiv waren.

Die Gesamtzahl der durchgeführten Schnelltests wird von der Stadt Hagen in ihrer Wochenstatistik nicht mehr angegeben. Wohl aber, dass in der KW 42 insgesamt 195 (Vorwoche: 229) SARS-CoV-2-Schnelltests ein per PCR-Test bestätigtes positives Ergebnis zeigten und so dabei halfen, 14,4 Prozent (Vorwoche: 13,1 Prozent) aller bekannten Infektionen zu entdecken.

Im betrachteten Zeitraum waren 56,8 Prozent der in Hagen positiv auf Corona getesteten Personen ungeimpft, bei 43,2 Prozent lag ein vollständiger Impfschutz vor.

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Wo gibt es in Hagen kostenlose Corona-Schnelltests?

Seit dem 11. Oktober 2021 sind kostenlose Schnell-Tests in den Hagener Test-Centern nur noch für wenige Personengruppen möglich, und zwar für

  • alle unter 18 Jahren;
  • Schwangere;
  • Studierende, die mit einem in Deutschland nicht zugelassenen Impfstoff geimpft wurden;
  • Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können;
  • Personen, die sich in Quarantäne befinden, keinerlei Symptome haben und sich ab dem 7. Tag (Schüler:innen ab dem 5. Tag) „freitesten“ lassen möchten;
  • Teilnehmende an Studien zur Impfstoffwirksamkeit.

Für alle Anderen kosten die Tests durchschnittlich etwa 10 bis 15 Euro.

Wie viele Menschen liegen in Hagen mit Covid-19 im Krankenhaus?

In der vergangenen Woche sind in Hagen zwei Menschen an Covid-19 gestorben (Vorwoche: 1). Die Gesamtzahl der Toten, die in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Hagen gemeldet wurden, steigt damit auf 339 seit Beginn der Pandemie. Damit sind seit Beginn der Pandemie rund 2,2 Prozent aller 15.575 Corona-Infektionen in Hagen tödlich verlaufen.

In den Hagener Krankenhäusern mussten am Stichtag 27. Oktober laut Angaben der Stadt insgesamt 19 (Vorwoche: 21) Personen mit Covid-19 behandelt werden. Bei 14 (Vorwoche: 17) bzw. 67 Prozent (Vorwoche: 81 Prozent) lag kein vollständiger Impfschutz vor. Auf den Hagener Intensivstationen wurden am Stichtag laut Stadt Hagen 7 (Vorwoche: 9) schwerste Covid-19-Fälle behandelt, von denen alle (Vorwoche: 9) bzw. 100 Prozent keinen vollständigen Impfschutz hatten.

Die Angaben über Covid-19-Fälle auf den Hagener Intensivstationen, die von der Stadt gemeldet werden, weichen weiterhin sehr deutlich von denen im „offiziellen“ DIVI-Intensivregister ab, das am selben Stichtag „nur“ zwei Personen auf den Hagener Intensivstationen zählte. Wie es zu diesem großen Unterschied kommt, kann die Stadt Hagen nicht erklären und alle Betreiberfirmen der Hagener Krankenhäuser beantworteten eine entsprechende Anfrage nicht.

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Wie viele Menschen in Hagen sind gegen Corona geimpft?

Rund 74,0 Prozent (Vorwoche: 73,8 Prozent) der Hagener Bevölkerung bzw. 139.563 Personen (Vorwoche: 139.308) sind mit Stand vom 25. Oktober mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Etwa 71,1 Prozent (Vorwoche: 70,8 Prozent) bzw. 134.234 Personen (Vorwoche: 133.660) haben nun den vollen Impfschutz. Außerdem haben jetzt 3.075 Hagener:innen (Vorwoche: 2.532) einen sogenannten „Impf-Booster“, also eine Auffrischungsimpfung, erhalten.

In den hier genannten Gesamtzahlen sind die Impfungen im Hagener Impfzentrum, durch mobile Teams der KVWL und in kassenärztlichen Praxen enthalten. Die zusätzlichen Impfungen bei Betriebs- und Privatärzt:innen sowie in Krankenhäusern werden in der Statistik nicht erfasst. Die tatsächliche Zahl der Geimpften dürfte daher etwas höher sein, geschätzt sind es jeweils etwa 2.000 bis 3.000 Erst- und vollständig Geimpfte mehr.

Wo kann ich mich in Hagen gegen Covid-19 impfen lassen?

Das Hagener Impfzentrum ist geschlossen. Für Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen sind nun vor allem die hausärztlichen Praxen zuständig.

Die nächste mobile Impfaktion der koordinierenden Covid-Impfeinheiten (KoCIs) der Stadt Hagen findet am Sonntag, 7. November, von 12 bis 18 Uhr auf dem Friedrich-Ebert-Platz statt. Neben der Möglichkeit zu neuen Erstimpfungen werden gebündelt alle Zweitimpfungen für die Personen, die sich bei den vorangegangenen Oktober-Aktionen haben impfen lassen, angeboten. Außerdem sind Auffrischungsimpfungen für alle Personen möglich, deren Impfung mit Johnson & Johnson länger als vier Wochen zurückliegt.

Welche Corona-Regeln gelten aktuell in Hagen?

Die wichtigsten aktuellen Corona-Regeln in Hagen und NRW findest du auf der Corona-Übersichtsseite.

Wie ist die Corona-Lage in Hagens Nachbarschaft?

Mit einer Inzidenz von 137,3 liegen wir am Samstag, 30. Oktober, auf Platz 4 (Vorwoche: 2) aller 53 Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen. Nummer Eins ist weiterhin der Kreis Minden-Lübbecke (215,0), auf Platz 2 und 3 folgen die Städte Leverkusen (175,1) und Köln (141,2). Bundesweit belegen wir Platz 175 (Vorwoche: 148) der am stärksten betroffenen von allen 412 Städten/Kreisen. An der deutschen Spitze liegt weiterhin das österreichische Grenzgebiet und dort besonders der Kreis Mühldorf am Inn (648,2), der Kreis Miesbach (623,9) und der Kreis Traunstein (573,6). Die Infektionszahlen steigen in ganz Deutschland, besonders hoch sind sie aber in Thüringen (297,5), Sachsen (266,4) und Bayern (230,7). Die durchschnittliche Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen macht ebenfalls wieder einen deutlich Sprung nach oben auf jetzt 104,1 (Vorwoche: 60,1).

Bundesweit liegt die durchschnittliche Inzidenz bei 145,0 (Vorwoche: 95,1). In unseren Nachbarländern liegen derzeit Belgien (415,1), Österreich (309,3) und Tschechien (276,4) an der Spitze. Die europaweit höchsten Inzidenzen haben derzeit Lettland (914,4), Estland (874,7) und Litauen (765,7), die mit Ausnahme der kleinen Karibikinsel Barbados (833,5) auch die weltweit höchsten Infektionszahlen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung aufweisen.

Welche Corona-Regeln muss ich nach dem Urlaub beachten?

Wer über 12 Jahre alt ist und nach Deutschland einreist, egal aus welchem Land und mit welchem Verkehrsmittel, muss über ein aktuelles negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen.

Wer aus einem ausländischen Hochrisikogebiet einreist, muss sich darüber hinaus zuvor bei der Bundesregierung anmelden und sich unmittelbar nach der Ankunft am deutschen Wohnort für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann ggf. durch einen negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden.

Seit dem 24. Oktober gelten Bulgarien, Kamerun, Kroatien, Die Republik Kongo und Singapur als neue Hochrisikogebiete. Ab dem 31. Oktober ist außerdem die Slowakei als neues Hochrisikogebiet eingestuft.

Von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen wurden hingegen am 24. Oktober Honduras, der Irak, Kenia und der Kosovo. Ab dem 31. Oktober gelten auch Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete nicht mehr als Hochrisikogebiete.

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