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Seit 2012 der Förderbescheid kam, fließen aus dem Programm „Soziale Stadt“ Fördergelder nach Wehringhausen. Insgesamt waren aus den Mitteln städtebauliche Projekte für etwa 7,5 Millionen Euro geplant. Die meisten dieser Projekte sind mittlerweile abgeschlossen und es geht auf den Endspurt der Förderung zu.

Umgesetzt wurden aus dem Förderprogramm bislang der Neubau der „Grün- und Freizeitanlage Bohne“ (eröffnet 2017) und natürlich auch der 2020 abgeschlossene komplette Umbau der Lange Straße im Bereich des Wilhelmsplatzes sowie die umfassende Neugestaltung des Platzes selbst. Ebenfalls aus dem Programm wurde die Sanierung des Bodelschwingplatzes nebst Drei-Kaiser-Brunnen (2018 abgeschlossen) finanziert oder die noch laufende barrierefreie Gestaltung vieler Kreuzungsbereiche im Viertel.

Ein weiterer wichtiger geförderter Aspekt des Bauprogramms sind Spielflächen für Kinder in Wehringhausen. So wurden aus den Mitteln der sozialen Stadt mittlerweile die Spielplätze Pelmkestraße (Dreiecksplatz) und Dömbergstraße (Rollschuhplatz) saniert. In diesem Jahr folgte die Neugestaltung der Schulhöfe der Grundschulen Emil Schumacher (Siemensstraße) und Janusz Korczak (Grünstraße).

Inklusiver Spielplatz

Abgeschlossen wurden nun, wie die Stadt Hagen gestern mitteilte, auch die Arbeiten rund um die Villa Post an der Wehringhauser Straße, wo neben einer bereits erfolgten Aufwertung der Parkanlage jetzt nach rund zweimonatigen Bauarbeiten auch ein neuer Spiel- und Bolzplatz eröffnet wurde.

Der neue Spielplatz richtet sich vor allem an Kinder bis zehn Jahren, die installierten Geräte sind jedoch altersübergreifend nutzbar. Ein großes Trampolin mit mehreren Sprungtüchern und ein ebenerdiges Karussell sollen außerdem inklusiven Spielspaß ermöglichen. Mit zwei neue Sitzbänke sowie weiteren Sitzmöglichkeiten aus Sandsteinblöcken können es sich auch Eltern gemütlich machen. Außerdem hat der vorhandene Fußweg einen neuen Belag bekommen und der Bereich um den Spielplatz wurde neu begrünt.

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Platz zum Bolzen

Was bislang in Wehringhausen fehlte, war ein „klassischer“ Bolzplatz. Dieser Bedarf wurde bereits 2015 erkannt und im Spiel- und Freiflächenkonzept für Wehringhausen erfasst. Eine Umsetzung erfolgte jetzt am neuen Spielplatz an der Villa Post, da laut einem Gutachten nur dort der vorgeschriebene Lärmschutz eingehalten werden kann.

Die Anlage ist mit zwei Toren parallel zum Gebäude der Volkshochschule ausgestattet. Wie auch der Spielplatz darf er täglich von 8 bis 20 Uhr ausschließlich durch Kinder und Familien genutzt werden. Das Ordnungsamt wird laut Auskunft der Stadt Hagen den Bereich auf Einhaltung der ausgeschilderten Regeln kontrollieren.

Insgesamt haben der Neubau von Spiel- und Bolzplatz 266.000 Euro gekostet, wovon 136.000 Euro durch das Förderprogramm „Soziale Stadt“ übernommen werden.

Gestiegene Kosten

Durch gestiegene Kosten in der Baubranche aber auch durch im Vorfeld offenbar nicht bekannte Bodenbelastungen sind die Arbeiten auch dieses Bauprojektes höher ausgefallen, als es ursprünglich geplant war. Das war bereits bei mehreren der Baumaßnahmen im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ so, weshalb mit dem Mehrgenerationen-Park an der Pelmkestraße bereites ein geplantes Vorhaben ersatzlos gestrichen wurde.

Von allen im Rahmen des Städtebauprogramms geplanten großen Projekten fehlt nun nur noch der umfangreiche Umbau des Zugangs zum Tunnel Augustastraße. Hier sollen die Bauarbeiten nach letztem Stand der Dinge im Sommer 2022 beginnen.

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