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In ganz Deutschland, in NRW und in Hagen werden beinahe täglich neue absolute Höchstwerte bei den Infektionszahlen gemeldet. Im ganzen Pandemieverlauf haben sich nicht so schnell so viele Menschen mit Corona infiziert. In einigen Bundesländern kommen die Krankenhäuser mittlerweile deutlich an ihre Kapazitätsgrenzen. In ganz Deutschland sind mittlerweile mehr als 100.000 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Seit Mittwoch gelten nun auch in Nordrhein-Westfalen neue Corona-Regelungen, sie sich vornehmlich an der Belegung der Krankenhäuser orientieren. Der aktuelle Stand der Dinge erfordert in weiten Teilen des öffentlichen Lebens nun 3G- bzw. sogar 2G-Regelungen. Das bedeutet, dass Ungeimpfte zu vielen Bereichen nur noch mit einem tagesaktuellen Test und zu anderen gar keinen Zutritt mehr haben.

Gleichzeitig werden zwar auch in Hagen die Impfangebote wieder langsam ausgeweitet – so eröffnet beispielsweise ab Montag für vorerst eine Woche wieder das Impfzentrum in der Stadthalle –, aber die Terminvergabe hat bereits ihre Grenzen erreicht. Auch in den hausärztlichen Praxen, die in der Vorweihnachtszeit sogar vielfach an Wochenenden impfen, gibt es kaum noch freie Termine.

Und eventuell steht ein neuer Horror bereits vor der Tür: In Südafrika wurde eine neue Mutation des Corona-Virus entdeckt, die deutlich ansteckender als die verbreitete Delta-Variante sein könnte und gegen die die bislang verwendeten Impfungen eventuell schwächer wirken.

Kennzahlen zur Corona-Pandemie in Hagen in den vergangenen sieben Tagen

In der vergangenen Woche wurden mit Stand von Freitag, 26. November, von der Stadt Hagen insgesamt 599 (Vorwoche: 416) neue positive Corona-Tests gemeldet. Der 7-Tage-R-Wert (also die Anzahl an weiteren Personen, die ein:e Infiziert:e rechnerisch ansteckt) lag damit bei 1,51 (Vorwoche: 1,22) und somit jetzt die dritte Woche wieder über eins – die Zahl der Neuinfektionen ist seitdem also gestiegen. Mittlerweile haben sich im Verlauf der Pandemie insgesamt 9,1 Prozent (Vorwoche: 8,8 Prozent) der gesamten Hagener Bevölkerung nachweislich mit Corona infiziert.

Die Wocheninzidenz lag laut RKI am Freitag bei 316,9 (Vorwoche: 217,3), dem bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie. Es galten in Hagen 986 (Vorwoche: 698) Personen laut Gesundheitsamt als akut infiziert beziehungsweise ansteckend. Sie befanden sich, wie auch ihre nächsten 450 (Vorwoche: 216) Kontaktpersonen, in Quarantäne.

Hinweis: Die Stadt Hagen meldet am Stichtag 26. November eine Inzidenz von 317,5. In der Vergangenheit waren abweichende Zahlen zwischen RKI und Stadt oft ein Zeichen dafür, dass eine Kontaktnachverfolgung erschwert war und/oder die lokalen Behörden mit der fristgerechten Meldung nicht mehr hinterher kamen.

Welche Altersgruppen sind in Hagen besonders von Corona betroffen?

Die Infektionszahlen sind in Hagen innerhalb einer Woche rasant gestiegen. Betroffen davon sind alle Altersgruppen.

Bei Säuglingen und jungen Kindern bis 4 Jahren stieg die Inzidenz von 124,8 auf 145,6 (insgesamt 14 Fälle), liegt aber deutlich unter dem Peak von 239,2 in der vorletzten Woche. Sie sind damit jetzt vergleichsweise die nur noch am sechststärksten betroffene Altersgruppe. Die weiterhin weitgehend ungeimpften und seit vielen Wochen am stärksten betroffenen 5- bis 14-Jährigen liegen hingegen weiterhin einsam und sehr deutlich an der Spitze. Ihre Inzidenz steigt von 703,6 auf 851,1 (insgesamt 150 Fälle). Sie erreichen damit mehr als das Zweieinhalbfache der durchschnittlichen Hagener Inzidenz. Auf die Personen gerechnet, war jeder vierte entdeckte Corona-Fall in Hagen in der vergangenen Woche zwischen 5 und 14 Jahren alt.

Auch bei den 15- bis 34-Jährigen sind die neuen positiven Testungen weiter gestiegen. Die Inzidenz ging von 239,9 sehr deutlich rauf auf 380,6 (insgesamt 165 Fälle). Sie bilden damit erneut die vergleichsweise am zweitstärksten betroffene Kohorte und liegen über dem städtischen Durchschnitt. Auch bei den 35- bis 59-Jährigen zeigt sich wieder ein Anstieg: Die Inzidenz stieg von 181,6 ebenfalls deutlich auf 307,9 (insgesamt 195 Fälle), liegt damit aber weiter unter dem Durchschnitt.

Auch bei der weitgehend durchgeimpften Altersgruppen ab 60 bis 79 Jahre ist die Inzidenz erneut und deutlich von 107,5 auf 149,0 gestiegen (insgesamt 61 Fälle). Und auch bei den über 80-Jährigen geht es weiter von 72,3 rauf auf 94,0 (insgesamt 13 Fälle).

Wie ist die Corona-Lage an Hagener Kitas und Schulen?

Zum ersten Mal seit Wochen gibt es wieder eine Quarantänemeldung aus der Kindertagespflege in Hagen:  Die evangelische Paul-Gerhardt-Kita in Boelerheide muss aufgrund mehrerer Corona-Infektionen komplett geschlossen bleiben.

Aus den Hagener Schulen wurden weiterhin keine besonders auffälligen Infektionsgeschehen gemeldet.

Wo stecken sich die Menschen in Hagen mit Corona an?

(Quelle: Stadt Hagen)

Wie aus der aktuellen Corona-Wochenstatistik der Stadt Hagen hervorgeht, die diesmal für den Zeitraum von 16. bis 22. November vorliegt, sind die meisten Infektionen in Hagen nicht mehr rückverfolgbar.

46,7 Prozent (Vorwoche: 41,2 Prozent) und damit beinahe die Hälfte aller Infektionen erfolgten „diffus“. Mit 39,6 Prozent (Vorwoche: 46,1 Prozent) erfolgten darüber hinaus weiterhin viele Ansteckungen nachweislich im privaten Umfeld. Vier von zehn Infektionen erfolgten also beispielsweise zu Hause in der Familie oder bei Treffen mit Freund:innen und Verwandten.

Die drittmeisten Ansteckungen gehen mit 8,0 Prozent (Vorwoche: 3,8 Prozent) auf Schulen und Kitas zurück – obwohl von dort mit einer Ausnahme weiterhin keine Quarantäneanordnungen gemeldet wurden. Ihnen folgen mit 2,2 Prozent (Vorwoche: 1,6 Prozent) nun Ansteckungen am Arbeitsplatz.

2,0 Prozent (Vorwoche: 4,9 Prozent) aller neuen Ansteckungen erfolgten nachweislich im medizinisch/pflegerischen Bereich zurück, 1,3 Prozent (Vorwoche: 0,3 Prozent) in Gemeinschaftseinrichtungen. Nur noch 0,2 Prozent (Vorwoche: 2,2 Prozent) aller neu entdeckten Infektionen wurden nachweislich von Auslandsreisen mitgebracht.

In der Kalenderwoche 46 untersuchten Labore im Rahmen des Infektionsschutzes insgesamt 522 (Vorwoche: 523) vom Gesundheitsamt angeordnete Hagener Corona-Proben, von denen 31,0 Prozent (Vorwoche: 27,3 Prozent) positiv waren. Im selben Zeitraum wurde bei insgesamt 483 (Vorwoche: 362) der jetzt wieder kostenlosen SARS-CoV-2-Schnelltests ein per PCR-Test bestätigtes positives Ergebnis ermittelt und so dabei geholfen, 18,6 Prozent (Vorwoche: 14,9 Prozent) aller bekannten Infektionen zu entdecken.

Im betrachteten Zeitraum waren außerdem 59 Prozent (Vorwoche: 57 Prozent) der in Hagen positiv auf Corona getesteten Personen nicht oder nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft – während diese Gruppe gleichzeitig aber nur rund 28 Prozent der Bevölkerung Hagens ausmachte.

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Wo gibt es in Hagen kostenlose Corona-Schnelltests?

Seit dem 15. November 2021 sind kostenlose Schnell-Tests in den Hagener Test-Centern wieder grundsätzlich kostenlos.

Beispielsweise in Wehringhausen kann man sich bei „La Chat Noir“ an der Lange Straße 37 kostenlos testen lassen und zwar mittwochs von 16 bis 19 Uhr, freitags von 12 bis 15 Uhr und 16.30 bis 19 Uhr sowie samstags von 13 bis 17 Uhr. Tests außerhalb dieser Zeiten sind nach Vereinbarung möglich.

Schwerste Covid-19-Erkrankungen und Todesfälle

In der vergangenen Woche ist in Hagen 1 Mensch an Covid-19 gestorben (Vorwoche: 3). Die Gesamtzahl der Toten, die in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Hagen gemeldet wurden, steigt damit auf 347 seit Beginn der Pandemie. Damit sind seit März 2020 laut RKI rund 2,0 Prozent aller 17.143 Corona-Infektionen in Hagen tödlich verlaufen.

Welche Zahlen werden erfasst?

In den vergangenen Wochen wies ich an dieser Stelle mehrfach auf deutlich abweichende Zahlen der Covid-19-Intensivpatient:innen in den Angaben des Robert-Koch-Instituts und denen des Hagener Gesundheitsamtes hin. Die Hagener Zahlen lagen oft deutlich über denen des RKI. Dieser Unterschied hat sich nun endlich aufgeklärt. Bislang hatte mir die Pressestelle der Stadt Hagen mitgeteilt, ihre Zahlen würden wöchentlich in den Hagener Krankenhäusern abgefragt. Nun erhielt ich – nachdem ich das Thema auch via Twitter öffentlich ansprach – nach einer internen Recherche der Pressestelle am 25. November folgende Antwort über Twitter:

„Wir erfassen in unserer Statistik alle stationären Hagenerinnen und Hagener, also auch in anderen Städten stationär liegende Patienten. Das DIVI Register meldet die Daten aus der jeweiligen Stadt bzw. des jeweiligen Krankenhauses.“

Die wöchentlich von der Stadt Hagen gemeldeten Zahlen geben also NICHT den aktuellen Stand der Krankenhäuser, also deren Auslastung, in unserer Stadt wieder, sie erfassen offenbar, wie viele in Hagen gemeldete Menschen irgendwo in Deutschland mit Covid-19 in Krankenhäusern liegen.

Damit gibt es also weiterhin keine offizielle Zahl über die Personen, die mit Covid-19 in den Hagener Krankenhäusern liegen und nur die Angabe des DIVI, die ihr auch täglich in meinem Telegram-Kanal bekommt, zur Belegung der Hagener Intensivbetten. Diese spiegeln sich auch in der Grafik oben auf dieser Seite wieder.

Aus rein anekdotischer Relevanz werde ich die wöchentlichen Zahlen der Stadt Hagen an dieser Stelle aber weiterhin veröffentlichen.

Mit Covid-19 im Krankenhaus

Das DIVI-Intensivregister meldet mit Stand von Freitag, 26. November, sechs Covid-19-Patient:innen auf den Hagener Intensivstationen. Eine Person muss invasiv beatmet werden. Damit sind 8,2 Prozent der Gesamtkapazität von 73 Intensivbetten in Hagen derzeit mit Corona-Fällen belegt. Es steht aktuell ein freies Bett für Notfälle zur Verfügung.

Laut Angaben der Stadt wurden am Stichtag 24. November insgesamt 31 (Vorwoche: 24) Hagener:innen mit Covid-19 in Krankenhäusern (auch außerhalb Hagens) behandelt. Bei 15 (Vorwoche: 17) bzw. 48 Prozent (Vorwoche: 71 Prozent) lag kein vollständiger Impfschutz vor. Auf Intensivstationen (auch außerhalb Hagens) wurden am Stichtag laut Stadt Hagen 10 (Vorwoche: 8) Hagener:innen mit schwersten Covid-19-Fälle behandelt, von denen 7 (Vorwoche: 6) bzw. 70 Prozent keinen vollständigen Impfschutz hatten.

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Wie viele Menschen in Hagen sind gegen Corona geimpft?

Rund 74,7 Prozent (Vorwoche: 74,4 Prozent) der Hagener Bevölkerung bzw. 140.904 Personen (Vorwoche: 140.461) sind laut Kassenärztlicher Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit Stand vom 22. November mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Etwa 72,4 Prozent (Vorwoche: 72,1 Prozent) bzw. 136.574 Personen (Vorwoche: 136.002) haben nun den vollen Impfschutz. Außerdem haben jetzt 5,8 Prozent (Vorwoche: 3,7 Prozent) bzw. 10.997 Hagener:innen (Vorwoche: 7.066) einen sogenannten „Impf-Booster“, also eine Auffrischungsimpfung, erhalten.

Hinweis: In den hier genannten Gesamtzahlen sind die Impfungen im Hagener Impfzentrum, durch mobile Teams der KVWL und in kassenärztlichen Praxen enthalten. Die zusätzlichen Impfungen bei Betriebs- und Privatärzt:innen sowie in Krankenhäusern werden in der Statistik nicht erfasst. Die tatsächliche Zahl der Geimpften dürfte daher etwas höher sein, geschätzt sind es jeweils etwa 2.000 bis 3.000 Erst- und vollständig Geimpfte mehr.

Wo kann ich mich in Hagen gegen Covid-19 impfen lassen?

Für Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen sind nun vor allem die hausärztlichen Praxen zuständig. Darüber hinaus gibt es in Hagen aktuell die folgenden Impfmöglichkeiten:

Impfzelt auf dem Weihnachtsmarkt

Das Impfzelt auf dem Hagener Weihnachtsmarkt befindet sich neben der „Teppich-Rutsche“ auf Höhe von „Thalia“. Es hat sonntags bis donnerstags von 14.30 bis 20.30 Uhr und freitags bis samstags von 15.00 und 21.00 Uhr geöffnet.

Impfzentrum in der Stadthalle

Ab Montag, 29. November, wird das Impfzentrum in der Stadthalle Hagen, Wasserloses Tal 2, wieder eröffnet. Vorerst bis zum 5. Dezember wird dort täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr in bis zu zehn Impfkabinen geimpft.

Mobile Impfaktionen

Am 26. November noch bis 18 Uhr findet eine Impfaktion in der Dogan-Arena in Haspe statt. Am 27. und 28. November wird in der Tagespflege Hohenlimburg, Grünrockstraße 18-20, jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr geimpft.

Impfstation im Lennetal

Am Samstag, 27. November, eröffnet im Industriegebiet Lennetal ein privates Impfzentrum. In der „Loft Creative Location“, Rohrstraße 17, werden montags bis freitags von 13.00 bis 20.30 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen angeboten.

Vergabe von Impfterminen

In hausärztlichen Praxen ist eine Impfung in der Regel nur nach Terminvereinbarung möglich. Die Impfangebote der Stadt Hagen (Weihnachtsmarkt, Stadthalle, mobile Aktionen) können grundsätzlich mit Wartezeiten auch ohne Termin besucht werden, jedoch ist dort auch – mit viel Glück – eine Online-Vereinbarung eines Termins möglich. Die Impfstation im Lennetal vergibt hingegen grundsätzlich keine Termine, dort soll man einfach zu den Öffnungszeiten vorbeikommen.

Wer kann sich impfen lassen?

Vor Ort besteht bei allen Terminen die Möglichkeit zu Erst-, Zweit- und Auffrischungs-Impfungen. Letztere sind für alle Personen möglich, deren Impfung mit Johnson & Johnson länger als vier Wochen zurückliegt oder deren zweite Impfung mit einem anderen Impfstoff mindestens fünf, besser sechs Monate her ist.

Welche Corona-Regeln gelten aktuell in Hagen?

Die wichtigsten aktuellen Corona-Regeln in Hagen und NRW findest du hier in einer ausführlichen Übersicht:

Wie ist die Corona-Lage in Hagens Nachbarschaft, Deutschland und der Welt?

Die durchschnittliche Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen steigt mit Stichtag 26. November weiter deutlich auf jetzt 274,2 (Vorwoche: 200,9). Die Hospitalisierungsrate liegt bei 4,37. Insgesamt 11,77 Prozent aller Intensivbetten in NRW sind mit Covid-19-Patient:innen belegt. Mit einer Inzidenz von 316,9 (Vorwoche: 217,3) liegt Hagen am 26. November auf Platz 11 (Vorwoche: 17) aller 53 Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen. Nummer Eins ist die Stadt Leverkusen (402,7), gefolgt vom Oberbergischen Kreis (394,9) und dem Kreis Minden-Lübbecke (382,9). Die Inzidenzen in Hagens Nachbarstädten und -kreisen: Dortmund 256,8 (Vorwoche: 222,9); Kreis Unna 207,8 (Vorwoche: 181,6); Märkischer Kreis 310,0 (Vorwoche: 212,4); Ennepe-Ruhr-Kreis 172,7 (Vorwoche: 160,9).

Bundesweit belegt Hagen Platz 253 (Vorwoche: 272) der am stärksten betroffenen von allen 412 Städten/Kreisen. Die durchschnittliche Inzidenz in Deutschland steigt auf bei 438,2 (Vorwoche: 340,7). Damit wurden die dritte Woche in Folge ein neuer Höchstwerte seit Pandemiebeginn verzeichnet. An der deutschen Spitze liegen weiterhin vor allem der Süden und Osten der Republik und dort besonders der Erzgebirgskreis (2.006,2), der Kreis Bautzen (1.683,8) und der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1.631,6) – alle drei liegen in Sachsen. Jetzt schon 34 (Vorwoche: 12) Städte und Landkreise in Deutschland haben eine Inzidenz über 1.000, 149 (Vorwoche: 110) liegen über 500, während nur noch 5 (Vorwoche: 15) unter 100 liegen. Die Infektionszahlen sind in ganz Deutschland sehr hoch, besonders hoch sind sie aber in Sachsen (1.192,8), Thüringen (805,7) und Sachsen-Anhalt (686,8). Kein Bundesland hat mehr eine landesweite Inzidenz unter 150. Die Hospitalisierungsrate liegt derzeit nur in Hamburg (2,22) und Niedersachsen (2,89) und drei. Über sechs liegt sie in Baden-Württemberg (6,25) und Bremen (7,20) und in der höchsten Stufe – über neun – außerdem in Mecklenburg-Vorpommern (9,25), Bayern (9,52), Sachsen-Anhalt (13,34) und Thüringen (18,91).

In unseren Nachbarländern liegen weiterhin Tschechien (1.097,1), Österreich (1.077,3) und Belgien (1.030,4) an der Spitze. Die europaweit höchsten Inzidenzen haben derzeit die Slowakei (1.430,5), Tschechien und Österreich. Weltweit liegen weiterhin nur die Cayman Islands in der Karibik (2.323,5) vor den europäischen Top 3.

Welche Corona-Regeln muss ich nach einer Auslandsreise beachten?

Wer über 12 Jahre alt ist und nach Deutschland einreist, egal aus welchem Land und mit welchem Verkehrsmittel, muss über ein aktuelles negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen.

Wer aus einem ausländischen Hochrisikogebiet einreist, muss sich darüber hinaus zuvor bei der Bundesregierung anmelden und sich unmittelbar nach der Ankunft am deutschen Wohnort für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann ggf. durch einen negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden.

Aufgrund einer neuentdeckten Corona-Mutation in Südafrika, die möglicherweise deutlich ansteckender ist als die aktuell verbreitete Delta-Variante und gegen die auch die aktuellen Impfstoffe schlechter wirken könnten, soll Südafrika zeitnah als neues Virusvariantengebiet eingestuft werden. Die Bundesregierung bittet alle aktuell oder vor kurzen aus Südafrika eingereisten Personen, sich in häusliche Isolation zu begeben und einen PCR-Test durchführen zu lassen. Bei der Einstufung als Virusvariantengebiet ist eine Einreise von dort nur noch unter sehr strengen Bedingungen und insbesondere für deutsche Staatsbürger:innen möglich.

Eine Liste der ab Sonntag, 28. November, als neue Hochrisikogebiete eingestuften Länder hat das RKI mit Stand vom 26. November leider noch nicht veröffentlicht. Bereits am 21. November wurden Belgien, Griechenland, Irland und die Niederlande (mit Ausnahme von St. Martin, Aruba und Curaçao) als Hochrisikogebiete eingestuft

Von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen wurden am 21. November Costa Rica, die französischen Übersee-Departements Französisch-Guayana und Neukaledonien, Guatemala, Guyana sowie Suriname.

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