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Von gestern auf heute ist die 7-Tage-Inzidenz in Hagen nach Angabe der Stadt von 314,3 auf 290,4 gesunken (laut RKI von 314,8 auf 291,0). Wie die Stadt Hagen mitteilt, ist die Ursache für die gesunkene Inzidenz aber kein tatsächlicher Rückgang der Infektionszahlen. Stattdessen können die zahlreichen Meldeeingänge nicht mehr zeitnah aufgearbeitet werden.

„Bis zur letzten Woche konnten wir die Hagenerinnen und Hagener noch am selben Tag informieren, wenn sie infiziert sind oder Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Aufgrund der stetig steigenden Infektionszahlen können wir die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Fallermittlung und der Kontaktpersonennachverfolgung jetzt nicht mehr tagesgenau telefonisch informieren“, sagt Antje Funke, Leiterin der Abteilung für Hygiene und Infektionsschutz beim Gesundheitsamt der Stadt Hagen.

Mittlerweile ist Ermittlung von Kontaktpersonen nur noch mit mehreren Tagen Verzögerung möglich. In dieser Zeit hatten die Kontaktpersonen oftmals wieder Kontakt zu anderen Personen. 

Positiv getestete Personen müssen sich daher in Hagen selbstständig in Quarantäne begeben und ihre Kontaktpersonen informieren!

Das Gesundheitsamt ist laut Info der Stadt weiterhin bemüht, mit jeder positiv getesteten Person Kontakt aufzunehmen. Aufgrund der Verzögerung sei es aber dringend erforderlich, dass sich Betroffene möglichst selbst informieren und entsprechend handeln. Weitere Informationen zum richtigen Verhalten bei einer positiven Testung gibt es in einer Corona-FAQ auf der Internetseite der Stadt.

„Nutzen Sie regelmäßig das Angebot der kostenlosen Schnelltests und schränken Sie nicht notwendige Kontakte ein“, appelliert Dr. Anjali Scholten, Leiterin des Gesundheitsamtes, in der städtischen Mitteilung.

Unterstützung bei der Kontaktpersonennachverfolgung erhält das Gesundheitsamt seit Montag wieder von fünf Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Außerdem verstärken ab heute, 1. Dezember, acht neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Team des Gesundheitsamtes.