Lesezeit: ca. 10 Minuten

In intensiven Gesprächen haben sich die Bundesregierung und die Bundesländer am Donnerstag, 2. Dezember, auf verschärfte Corona-Regeln geeinigt. Diese sollen einen bundesweiten Mindeststandard bilden. Sie können je nach aktueller Lage vor Ort noch verschärft werden. Damit die neuen Mindestregeln und eventuelle Verschärfungen gelten, müssen sie von den einzelnen Bundesländern zunächst in eigenen Gesetze festgelegt werden. In Nordrhein-Westfalen wurden sie in einer neuen Coronaschutzverordnung umgesetzt, die ab Samstag, 4. Dezember, gilt.

2G bei Freizeit und Shopping

In NRW gilt 2G, also der Zugang ausschließlich für Geimpfte und Genesene, ab 4. Dezember unter anderem …

  • in allen Ladengeschäften und Märkten mit Kundenverkehr. Allerdings gibt es viele Ausnahmen. So darf man weiterhin ohne Nachweis einkaufen im Lebensmittelhandel, in Getränkemärkten, Reformhäusern, Babyfachmärkten, Apotheken, Sanitätshäusern, Drogerien, bei Optiker und Hörakustiker, in Tankstellen und Geschäften, die Zeitungen verkaufen, in Buchhandlungen, Blumenläden, Tierbedarfs- und Futtermärkten.
  • … in der gesamten Innen- und Außengastronomie. Das reine Abholen von Speisen und Getränken ist weiterhin ohne Nachweis möglich.
  • … im gesamten Kulturbereich. Das umfasst Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und sonstige Kultureinrichtungen, Konzerte, Aufführungen, Lesungen und sonstige Kulturveranstaltungen in Theatern, Kinos und sonstigen Kultureinrichtungen sowie im Freien.
  • ... im gesamten Freizeitbereich. Dazu zählen Tierparks und Zoos, Freizeitparks und Spielhallen. Auch bei allen Veranstaltungen und Einrichtungen der Freizeitgestaltung im öffentlichen Raum gilt 2G mit Ausnahme von Kinderspielplätzen.
  • … auf Weihnachtsmärkten und bei Volksfesten.
  • … bei Sport und Wellness. Sowohl Teilnehmende wie auch Zuschauende müssen geimpft oder genesen sein bei allen Wettkämpfen und Trainings auf und in Sportstätten sowie überall im öffentlichen Raum, auch im Freien. Das gilt sowohl für Amateure sowie weitgehend auch für Profis. 2G gilt außerdem in Schwimmbädern, Saunen, Thermen, Sonnenstudios und ähnliche Einrichtungen.
  • ... bei Messen und Kongressen. Eine Ausnahme gilt, wenn sich diese ausschließlich an gewerbliche Kunden bzw. ein Fachpublikum richten, dann gilt 3G.
  • … bei allen Körpernahen Dienstleistungen. Davon ausgenommen sind medizinische und pflegerische Leistungen sowie Friseur:innen. Beim Haareschneiden gilt nun aber 3G.
  • ... bei touristischen Übernachtungen und Busreisen. Bei geschäftlichen Übernachtungen in Hotels oder ähnlichen gilt 3G.

Tanz und Sex

  • Discos und Clubs und ähnliche werden in ganz Nordrhein-Westfalen ab 4. Dezember komplett geschlossen.
  • 2G+ (2G plus), also der Zutritt nur für Geimpfte und Genesene mit zusätzliche einem aktuellen, negativen Corona-Schnelltest, gilt bei sämtlichen Tanzveranstaltungen, dazu zählen auch private Feiern mit Tanz sowie Karnevalsfeiern.
  • Bei allen sexuellen Dienstleistungen sowie in Swingerclubs und ähnlichen gilt ebenfalls weiterhin 2G+.

Überprüfung ist Pflicht

Überall wo 3G, 2G oder 2G+ gilt, sind die Betreiber:innen oder Veranstalter:innen zur Kontrolle verpflichtet. Der Impf- oder Genesungsausweis bzw. die Testbestätigung muss mit einem amtlichen Ausweis abgeglichen werden. Digitale Impfausweise müssen mit der kostenlosen CovPassCheck-App überprüft werden.

Ausnahmen für Kinder und Jugendliche

Bei Schülerinnen und Schülern ab 16 Jahren wird der Testnachweis durch eine Bescheinigung der Schule ersetzt. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren gelten aufgrund ihres Alters als Schülerinnen und Schüler und benötigen weder einen Testnachweis noch eine Schulbescheinigung.

Kontaktbeschränkungen

  • Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf sich über den eigenen Hausstand hinaus nur noch mit maximal zwei Personen aus einem anderen Hausstand treffen.
  • Liegt die Inzidenz in einer Stadt oder einem Landkreis über 350, sind private Feiern auch unter 2G-Bedingungen nur bis maximal 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im freien erlaubt.

Maskenpflicht

  • In NRW gilt weiterhin eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske unter anderem im gesamten öffentlichen Verkehr, in Geschäften, bei Veranstaltungen in Innenräumen sowie in der Gastronomie außer an den Sitzplätzen.
  • Auch in Schulen gilt, außer im Freien, wieder eine allgemeine Maskenpflicht.

Böllerverbot

  • Bundesweite wurde der Verkauf von Silversterfeuerwerk und Böllern verboten.
  • An Silvestern und Neujahr besteht in der Öffentlichkeit ein Ver- und Ansammlungsverbot.

Hinweis zur heutigen Statistik

Achtung! Das Hagener Gesundheitsamt hat in dieser Woche gemeldet, dass es mit der Erfassung und Nachverfolgung neuer Corona-Fälle nicht mehr nachkommt. Ähnliche Meldungen gibt es von Gesundheitsämtern in weiteren Städten. Deshalb sind alle Zahlen im folgendenRückblick vermutlich niedriger, als es der tatsächlichen Lage entspricht.

Kennzahlen zur Corona-Pandemie in Hagen in den vergangenen sieben Tagen

In der vergangenen Woche wurden mit Stand von Freitag, 3. Dezember, von der Stadt Hagen insgesamt 453 (Vorwoche: 599) neue positive Corona-Tests gemeldet. Der 7-Tage-R-Wert (also die Anzahl an weiteren Personen, die ein:e Infiziert:e rechnerisch ansteckt) lag damit bei 0,77 (Vorwoche: 1,51) und ist damit rein rechnerisch zwar rückläufig, was jedoch in dieser Woche mit äußerster Vorsicht betrachtet werden muss. Mittlerweile haben sich im Verlauf der Pandemie mindestens 9,3 Prozent (Vorwoche: 9,1 Prozent) der gesamten Hagener Bevölkerung nachweislich mit Corona infiziert.

Die Wocheninzidenz lag laut RKI am Freitag bei 240,1 (Vorwoche: 316,9). Ein Wert, der aufgrund der Überlastung des Gesundheitsamtes aber vermutlich in Wahrheit deutlich höher ist. Es galten in Hagen mindestens 985 (Vorwoche: 986) Personen laut Gesundheitsamt als akut infiziert beziehungsweise ansteckend. Am Mittwoch, 29. November, wurde mit 1.087 Infizierten ein neuer absoluter Höchstwert im Pandemieverlauf gemeldet. Neben den Infizierten befinden sich aktuell auch 340 (Vorwoche: 450) Kontaktpersonen in Quarantäne. Allerdings ist dem Gesundheitsamt eine Kontaktnachverfolgung kaum noch möglich.

Wer positiv getestet ist, soll sich selbstständig isolieren und seine Kontakte informieren, damit diese sich ebenfalls nach Möglichkeit eigenverantwortlich in Quarantäne begeben.

Hinweise zum Verhalten bei einem positiven Test in der aktuellen Ausnahmesituation hat die Stadt Hagen in einer FAQ auf ihrer Internetseite zusammengestellt.

Welche Altersgruppen sind in Hagen besonders von Corona betroffen?

Die Unzuverlässigkeit der gemeldeten Infektionszahlen in dieser Woche wirkt sich natürlich auch auf die einzelnen Altersgruppen aus. Der Vollständigkeit halber kommen diese hier aber auch diesmal im Vergleich.

Bei Säuglingen und jungen Kindern bis 4 Jahren stieg die Inzidenz trotz der eingeschränkten Erfassung von 145,6 weiter auf 176,80 (insgesamt 17 Fälle). Bei den weiterhin weitgehend ungeimpften und seit vielen Wochen am stärksten betroffenen 5- bis 14-Jährigen gibt es einen deutlichen Rückgang von 851,1 auf 522,0 (insgesamt 92 Fälle).

Bei den 15- bis 34-Jährigen sind die neuen positiven Testungen trotz der lückenhaften Erfassung nur geringfügig gesunken. Die Inzidenz ging von 380,6 zurück auf 318,3 (insgesamt 138 Fälle). Bei den 35- bis 59-Jährigen zeigt sich ein deutlicher Rückgang: Die Inzidenz sinkt von 307,9 auf 236,9 (insgesamt 150 Fälle).

Auch bei der weitgehend durchgeimpften Altersgruppe ab 60 bis 79 Jahre ist die Inzidenz von 149,0 auf 112,4 gesunken (insgesamt 46 Fälle). Bei den über 80-Jährigen ging sie von 65,1 zurück (insgesamt 9 Fälle).

Wie ist die Corona-Lage an Hagener Kitas und Schulen?

Trotz der aktuellen Lage meldete die Stadt Hagen auch in dieser Woche kein besonders auffälliges Infektionsgeschehen aus den Schulen. Dass es dazu kommt, ist auch künftig wieder eher unwahrscheinlich: Mit der Wiedereinführung der Maskenpflicht im Schulunterricht am 2. Dezember hat das Land NRW gleichzeitig die Quarantäne-Bestimmungen gelockert. Wird eine Schülerin oder ein Schüler positiv auf Corona getestet, müssen seine Sitznachbar:innen nicht automatisch in Quarantäne, sondern nur dann, wenn sie im Rahmen der regelmäßigen Schultestungen ebenfalls ein positives Ergebnis haben.

Laut einem Artikel der Westfalenpost sind aktuell die Kindertagesstätten Elaphi in der Minervastraße sowie das Kinderhaus Boloh wegen Coronafällen komplett geschlossen. In weiteren Kitas seien einzelne Gruppen geschlossen. Als Quelle wird die Stadt Hagen angegeben, von der dazu aber keine aktuelle Pressemeldung vorliegt.

Wo stecken sich die Menschen in Hagen mit Corona an?

(Quelle: Stadt Hagen)

Wie aus der aktuellen Corona-Wochenstatistik der Stadt Hagen hervorgeht, die diesmal für den Zeitraum von 23. bis 29. November vorliegt, war rund ein Drittel der Infektionen in Hagen nicht auf die Ansteckungsquelle rückverfolgbar.

34,9 Prozent (Vorwoche: 46,7 Prozent) aller Infektionen erfolgten „diffus“. Mit genau 50,0 Prozent (Vorwoche: 39,6 Prozent) erfolgte jede zweite Ansteckung nachweislich im privaten Umfeld, also beispielsweise zu Hause in der Familie oder bei Treffen mit Freund:innen und Verwandten.

Die drittmeisten Ansteckungen gehen mit 8,3 Prozent (Vorwoche: 8,0 Prozent) weiterhin auf Schulen und Kitas zurück. Ihnen folgen mit 4,2 Prozent (Vorwoche: 2,2 Prozent) nachweisliche Ansteckungen am Arbeitsplatz, obwohl seit 24. November eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz gilt.

1,8 Prozent (Vorwoche: 2,0 Prozent) aller neuen Ansteckungen erfolgten nachweislich im medizinisch/pflegerischen Bereich, 0,6 Prozent (Vorwoche: 1,3 Prozent) in Gemeinschaftseinrichtungen. Weiterhin nur noch 0,2 Prozent (Vorwoche: 0,2 Prozent) aller neu entdeckten Infektionen wurden nachweislich von Auslandsreisen mitgebracht.

In der Kalenderwoche 47 untersuchten Labore im Rahmen des Infektionsschutzes insgesamt 569 (Vorwoche: 522) vom Gesundheitsamt angeordnete Hagener Corona-Proben, von denen 15,6 Prozent (Vorwoche: 31,0 Prozent) positiv waren. Im selben Zeitraum wurde bei insgesamt 623 (Vorwoche: 483) der jetzt wieder kostenlosen SARS-CoV-2-Schnelltests ein per PCR-Test bestätigtes positives Ergebnis ermittelt und so dabei geholfen, 15,4 Prozent (Vorwoche: 18,6 Prozent) aller bekannten Infektionen zu entdecken.

Im betrachteten Zeitraum waren außerdem 56 Prozent (Vorwoche: 59 Prozent) der in Hagen positiv auf Corona getesteten Personen nicht oder nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft – während diese Gruppe gleichzeitig aber nur rund 27 Prozent der Bevölkerung Hagens ausmachte.

Die wichtigsten Corona-Zahlen sowie viele weitere News und Meldungen aus Hagen und Wehringhausen bekommst du jeden Werktag in unserem Telegram-Kanal kostenlos auf dein Smartphone.

Wo gibt es in Hagen kostenlose Corona-Schnelltests?

Seit dem 15. November 2021 sind kostenlose Schnell-Tests in den Hagener Test-Centern wieder grundsätzlich kostenlos.

Beispielsweise in Wehringhausen kann man sich bei „Le Chat Noir“ an der Lange Straße 37 kostenlos testen lassen und zwar mittwochs von 16.00 bis 19.00 Uhr, freitags von 12.00 bis 15.00 Uhr und 16.30 bis 19.00 Uhr sowie samstags von 13.00 bis 17.00 Uhr. Tests außerhalb dieser Zeiten sind nach Vereinbarung möglich. Außerdem gibt es zusätzliche Schnelltest-Sonderöffnungszeiten bei „Le Chat Noir“ …

  • … an den Advents-Sonntagen (5.12., 12.12. und 19.12.) jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr.
  • … am Montag, 13., und Dienstag, 14.12., jeweils von 16.00 bis 19.00 Uhr.
  • … an Heiligabend, 24.12., von 11.00 bis 17.00 Uhr.
  • … am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag, 25. und 26.12., jeweils von 15.00 bis 19.00 Uhr.
  • … an Silvester, 31.12., von 12.00 bis 17.00 Uhr.

Schwerste Covid-19-Erkrankungen und Todesfälle

In der vergangenen Woche sind in Hagen 6 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben (Vorwoche: 1). Die Gesamtzahl der Toten, die in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Hagen gemeldet wurden, steigt damit auf 353 seit Beginn der Pandemie. Damit sind seit März 2020 laut RKI rund 2,0 Prozent aller 17.624 Corona-Infektionen in Hagen tödlich verlaufen.

Welche Zahlen werden erfasst?

In den vergangenen Wochen wies ich an dieser Stelle mehrfach auf deutlich abweichende Zahlen der Covid-19-Intensivpatient:innen in den Angaben des Robert-Koch-Instituts und denen des Hagener Gesundheitsamtes hin. Die Hagener Zahlen lagen oft deutlich über denen des RKI. Dieser Unterschied hat sich nun endlich aufgeklärt. Bislang hatte mir die Pressestelle der Stadt Hagen mitgeteilt, ihre Zahlen würden wöchentlich in den Hagener Krankenhäusern abgefragt. Nun erhielt ich – nachdem ich das Thema auch via Twitter öffentlich ansprach – nach einer internen Recherche der Pressestelle am 25. November folgende Antwort über Twitter:

„Wir erfassen in unserer Statistik alle stationären Hagenerinnen und Hagener, also auch in anderen Städten stationär liegende Patienten. Das DIVI Register meldet die Daten aus der jeweiligen Stadt bzw. des jeweiligen Krankenhauses.“

Die wöchentlich von der Stadt Hagen gemeldeten Zahlen geben also NICHT den aktuellen Stand der Krankenhäuser, also deren Auslastung, in unserer Stadt wieder, sie erfassen offenbar, wie viele in Hagen gemeldete Menschen irgendwo in Deutschland mit Covid-19 in Krankenhäusern liegen.

Damit gibt es also weiterhin keine offizielle Zahl über die Personen, die mit Covid-19 in den Hagener Krankenhäusern liegen und nur die Angabe des DIVI, die ihr auch täglich in meinem Telegram-Kanal bekommt, zur Belegung der Hagener Intensivbetten. Diese spiegeln sich auch in der Grafik oben auf dieser Seite wieder.

Aus rein anekdotischer Relevanz werde ich die wöchentlichen Zahlen der Stadt Hagen an dieser Stelle aber weiterhin veröffentlichen.

Mit Covid-19 im Krankenhaus

Das DIVI-Intensivregister meldet mit Stand von Freitag, 3. Dezember, um 18.15 Uhr insgesamt 9 (Vorwoche: 6) Covid-19-Patient:innen auf den Hagener Intensivstationen. 4 (Vorwoche: 1) davon müssen invasiv beatmet werden. Damit sind 12,5 Prozent (Vowoche: 8,2 Prozent) der Gesamtkapazität von 72 (Vorwoche: 73) Intensivbetten in Hagen derzeit mit Corona-Fällen belegt. Es stehen aktuell 3 (Vorwoche: 1) freie Betten für Notfälle zur Verfügung.

Laut Angaben der Stadt wurden am Stichtag 1. Dezember insgesamt 38 (Vorwoche: 31) Hagener:innen mit Covid-19 in Krankenhäusern (auch außerhalb Hagens) behandelt. Bei 20 (Vorwoche: 15) bzw. 53 Prozent (Vorwoche: 48 Prozent) lag kein vollständiger Impfschutz vor. Auf Intensivstationen (auch außerhalb Hagens) wurden am Stichtag laut Stadt Hagen 8 (Vorwoche: 10) Hagener:innen mit schwersten Covid-19-Fälle behandelt, von denen 4 (Vorwoche: 7) bzw. 50 Prozent keinen vollständigen Impfschutz hatten.

Aus Wehringhausen für Hagen: Unterstütze unabhängigen Stadtteiljournalismus!

Wie viele Menschen in Hagen sind gegen Corona geimpft?

Rund 75,0 Prozent (Vorwoche: 74,7 Prozent) der Hagener Bevölkerung bzw. 141.586 Personen (Vorwoche: 140.904) sind laut Kassenärztlicher Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit Stand vom 29. November mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Etwa 72,7 Prozent (Vorwoche: 72,4 Prozent) bzw. 137.090 Personen (Vorwoche: 136.574) haben nun den vollen Impfschutz. Außerdem haben jetzt 9,0 Prozent (Vorwoche: 5,8 Prozent) bzw. 16.933 Hagener:innen (Vorwoche: 10.997) einen sogenannten „Impf-Booster“, also eine Auffrischungsimpfung, erhalten.

Hinweis: In den hier genannten Gesamtzahlen sind die Impfungen im Hagener Impfzentrum, durch mobile Teams der KVWL und in kassenärztlichen Praxen enthalten. Die zusätzlichen Impfungen bei Betriebs- und Privatärzt:innen sowie in Krankenhäusern werden in der Statistik nicht erfasst. Die tatsächliche Zahl der Geimpften dürfte daher etwas höher sein.

Wo kann ich mich in Hagen gegen Covid-19 impfen lassen?

Für Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen sind nun vor allem die hausärztlichen Praxen zuständig. Darüber hinaus gibt es in Hagen aktuell die folgenden Impfmöglichkeiten:

Impfzelt auf dem Weihnachtsmarkt

Das Impfzelt auf dem Hagener Weihnachtsmarkt befindet sich neben der „Teppich-Rutsche“ auf Höhe von „Thalia“. Es hat noch bis zum 23. Dezember täglich von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ein Termin ist nicht erforderlich, kann aber ggf. online vereinbart werden.

Achtung: Bis einschließlich 5. Dezember gelten noch die alten Öffnungszeiten und zwar Freitag und Samstag von 15 bis 21 Uhr und am Sonntag von 14.30 bis 20.30 Uhr.

Impfzentrum in der Stadthalle

Siet Montag, 29. November, hat auch das Impfzentrum in der Stadthalle Hagen, Wasserloses Tal 2, wieder geöffnet. Voraussichtlich bis zum 31. Januar wird dort täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr in bis zu zehn Impfkabinen geimpft. Ein Termin ist nicht erforderlich, kann aber ggf. online vereinbart werden.

Achtung: Am 6., 7. und 8. Dezember bleibt das Impfzentrum geschlossen.

Mobile Impfaktionen

Aktuell sind keine weiteren mobilen Impfaktionen der Stadt Hagen geplant.

Private Impfstellen

Im Industriegebiet Lennetal git es ein privates Impfzentrum. In der „Loft Creative Location“, Rohrstraße 17, werden montags bis freitags von 13.00 bis 20.30 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen angeboten. Im Lennetal wird grundsätzlich ohne Termin geimpft.

An den drei Sonntagen vor Weihnachten werden am Kirchenbergstadion in Hohenlimburg jeweils von 8.00 bis 18.00 Uhr Drive-in-Impfungen angeboten. Am Kirchenbergstadion ist eine vorherige Terminvereinbarung unbedingt erforderlich.

An allen Adventssamstagen von 8.00 bis 13.00 Uhr sowie jeden Mittwoch bis Weihnachten von 15.00 bis 18.00 Uhr bietet die Arztpraxis Engelhardt und Steffens in Haspe, Berliner Straße 106, ausschließlich Booster-Impfungen an.

Wer kann sich impfen lassen?

Vor Ort besteht bei allen Terminen (außer in Haspe) die Möglichkeit zu Erst-, Zweit- und Auffrischungs- bzw. Booster-Impfungen. Letztere sind für alle Personen möglich, deren Impfung mit Johnson & Johnson länger als vier Wochen zurückliegt oder deren zweite Impfung mit einem anderen Impfstoff mindestens fünf Monate her ist.

Welche Corona-Regeln gelten aktuell in Hagen?

Die wichtigsten aktuellen Corona-Regeln in Hagen und NRW findest du hier ganz oben im Beitrag oder auf unserer Übersichtsseite zur Corona-Pandemie.

Wie ist die Corona-Lage in Hagens Nachbarschaft, Deutschland und der Welt?

Die durchschnittliche Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen steigt mit Stichtag 3. Dezember trotz der vielerorts überlasteten Gesundheitsämter weiter auf jetzt 288,1 (Vorwoche: 274,2). Die Hospitalisierungsrate liegt bei 4,11 (Vorwoche: 4,37). Insgesamt 13,48 Prozent (Vorwoche: 11,77 Prozent) aller Intensivbetten in NRW sind mit Covid-19-Patient:innen belegt. Mit einer Inzidenz von 240,1 (Vorwoche: 316,9) liegt Hagen auf Platz 40 (Vorwoche: 11) aller 53 Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen. Nummer Eins ist die Stadt Köln (454,1), gefolgt vom Oberbergischen Kreis (417,7) und dem Kreis Minden-Lübbecke (411,2). Die Inzidenzen in Hagens Nachbarstädten und -kreisen: Dortmund 284,7 (Vorwoche: 256,8); Kreis Unna 208,8 (Vorwoche: 207,8); Märkischer Kreis 324,0 (Vorwoche: 310,0); Ennepe-Ruhr-Kreis 213,8 (Vorwoche: 172,7).

Bundesweit belegt Hagen Platz 326 (Vorwoche: 253) der am stärksten betroffenen von allen 412 Städten/Kreisen. Die durchschnittliche Inzidenz in Deutschland steigt auf 442,1 (Vorwoche: 438,2). Ein neuer Höchstwerte seit Pandemiebeginn wurde am 29. November mit 483,4 verzeichnet. An der deutschen Spitze liegen weiterhin vor allem der Süden und Osten der Republik und dort besonders der Kreis Mittelsachsen (2.062,5) und der Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (1.994,5) in Sachsen sowie der Kreis Saalfeld-Rudolstadt (1.614,5) in Thüringen. Jetzt 27 (Vorwoche: 34) Städte und Landkreise in Deutschland haben eine Inzidenz über 1.000, 144 (Vorwoche: 149) liegen über 500, während nur noch 2 (Vorwoche: 5) unter 100 liegen. Die Infektionszahlen sind in ganz Deutschland sehr hoch, besonders hoch sind sie aber in Sachsen (1.224,7), Thüringen (1.013,6) und Sachsen-Anhalt (757,2). Kein Bundesland hat weiterhin eine landesweite Inzidenz unter 150. Die Hospitalisierungsinzidenz liegt derzeit weiterhin nur in Hamburg (1,7) und Niedersachsen (2,4) unter drei. Über sechs liegt sie in Baden-Württemberg (6,3), Bayern (7,7) und Mecklenburg-Vorpommern (8,8) sowie in der höchsten Stufe – über neun – außerdem in Sachsen-Anhalt (9,8) und Thüringen (20,2).

In unseren Nachbarländern liegen aktuell Tschechien (1.223,6), Belgien (1.115,0) und die Niederlande (897,2) an der Corona-Spitze. Die europaweit höchsten Inzidenzen haben derzeit die Kanalinsel Guernsey (1.453,4), Andorra (1.411,7) sowie die Slowakei (1.342,8). Darauf folgen Tschechien und Belgien. Diese europäischen Länder und Gebiete haben gleichzeitig auch die weltweit höchsten Inzidenzen.

Welche Corona-Regeln muss ich nach einer Auslandsreise beachten?

Wer über 12 Jahre alt ist und nach Deutschland einreist, egal aus welchem Land und mit welchem Verkehrsmittel, muss über ein aktuelles negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen.

Aufgrund einer neuentdeckten Corona-Mutation in Südafrika, die möglicherweise deutlich ansteckender ist als die aktuell verbreitete Delta-Variante und gegen die auch die aktuellen Impfstoffe schlechter wirken könnten, gelten Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika seit 28. November 2021 als Virusvariantengebiete. Eine Einreise von dort ist nur noch unter sehr strengen Bedingungen und insbesondere für deutsche Staatsbürger:innen möglich.

Als neue Hochrisikogebiete gelten ab 5. Dezember Jordanien, Liechtenstein, Mauritius, Polen und die Schweiz. Wer aus einem ausländischen Hochrisikogebiet einreist, muss sich zuvor bei der Bundesregierung anmelden und sich unmittelbar nach der Ankunft am deutschen Wohnort für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann ggf. durch einen negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden.

Von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen werden am 5. Dezember Usbekistan, Thailand sowie St. Vincent und die Grenadinen.

News, Infos und Termine aus Wehringhausen, Hagen und Umgebung:

Jede Woche kostenlos in deinem Post-Eingang

Aus Wehringhausen für Hagen: Unterstütze unabhängigen Stadtteiljournalismus!