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Ein magische Grenze wurde in dieser Woche in Hagen durchbrochen: Mit 19.108 vom RKI registrierten Infektionen am Freitag, 17. Dezember, haben sich nun rechnerisch mehr als 10 Prozent der Einwohner:innen unserer Stadt mit Corona angesteckt. Auch bei den Impfungen wurde eine symbolische Schwelle überschritten: Drei von vier Hagener:innen sind nun mindestens einmal gegen Corona geimpft. Vollständig geimpft sind allerdings erst rund 73 Prozent, einen Booster haben hingegen bereits etwa 18 Prozent erhalten.

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: In den nächsten drei Wochen lege ich eine Weihnachts- und Winterpause ein. Die nächste Corona-Woche erscheint damit erst wieder am 14. Januar 2022 – ab dann in deutlich kompakterer Form. Ich werde aber weiterhin und auch über die Feiertage täglich die Corona-Statistiken aus Hagen aktualisieren. Außerdem gibt es in wichtigen Fällen auch immer Updates über meinen Telegram-Kanal.

Neue Regelungen

Auch in dieser Woche gab es in NRW wieder einige kleinere Änderungen der Corona-Regeln. So trat am Freitag, 17. Dezember, eine neue Fassungen der Coronaschutzverordnung in Kraft.

Neu sind unter anderem diese Regelungen:

  • Neben dem Betrieb von Discos und Clubs sind nun auch in ganz NRW diesen ähnliche Tanz- und Discoveranstaltungen Verboten. Das Verbot gilt sowohl für öffentliche wie auch für private Events.
  • Zum Jahreswechsel sind alle öffentlich veranstalteten Feuerwerke verboten. Auch ist das Zünden von Pyrotechnik verboten, allerdings nur auf „publikumsträchtigen Plätzen und Straßen“, die die Städte noch bestimmen müssen.

Verschärfung in Hagen

Da in Hagen am Donnerstag, 9. Dezember, drei Tage in Folge die Inzidenz von 350 überschritten wurde, gelten nach der Corona-Schutzverordnung verschärfte Regelungen:

  • Private Zusammenkünfte, insbesondere Feiern, sind nur noch mit höchsten 50 Personen in Innenräumen und 200 Personen im Freien erlaubt.
  • Diese Regelung gilt nicht in der Gastronomie, wenn dort die 2G-Regelung kontrolliert wird.

Mit Stand von 17. Dezember liegt Hagen wieder seit fünf Tagen unterhalb der Inzidenz-Grenze von 350. Sollte der Wert weiterhin unterschritten bleiben, werden die Verschärfung vermutlich am Montag, 20. Dezember, wieder aufgehoben.

Omikron in Hagen

Am Freitag, 17. Dezember, meldete das Hagener Gesundheitsamt einen ersten Omikron-Verdachtsfall aus Hagen. Die Mutation mit der wissenschaftlichen Nummer B.1.1.529 gilt als besonders ansteckend – auch für bereits geimpfte und genesene Personen. In einigen bereits stark betroffenen Ländern haben sich die Infektionszahlen binnen weniger Tage vervielfacht, in Dänemark machen sie mittlerweile 20 Prozent aller Fälle aus. Und auch in NRW sind laut einer Recherche des WDR die nachgewiesenen Omikron-Infektionen von 23 am Mittwoch auf 607 am Freitag gestiegen.

Zwar können bei der Omikron-Variante die Impfdurchbrüche zunehmen, eine Booster-Impfung gilt jedoch weiterhin als guter Schutz vor einem schweren Covid-19-Verlauf. Vor einer Ansteckung schützen weiterhin am besten die bekannten Maßnahmen (Händewaschen, Abstandhalten) und überall, wo kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann, das richtige Tragen einer FFP2-Maske.

Kennzahlen zur Corona-Pandemie in Hagen in den vergangenen sieben Tagen

In der vergangenen Woche wurden mit Stand von Freitag, 17. Dezember, von der Stadt Hagen insgesamt 564 (Vorwoche: 824) neue positive Corona-Tests gemeldet. Der 7-Tage-R-Wert (also die Anzahl an weiteren Personen, die ein:e Infiziert:e rechnerisch ansteckt) lag bei 0,67 (Vorwoche: 1,85) und ist damit wieder rückläufig. Mittlerweile haben sich im Verlauf der Pandemie mindestens 10,1 Prozent (Vorwoche: 9,8 Prozent) der gesamten Hagener Bevölkerung nachweislich mit Corona infiziert.

Die Wocheninzidenz lag laut RKI am 17. Dezember bei 297,8 (Vorwoche: 436,7). Es galten in Hagen mindestens 1.336 (Vorwoche: 1.229) Personen laut Gesundheitsamt als akut infiziert beziehungsweise ansteckend. Neben den Infizierten befinden sich aktuell auch 358 (Vorwoche: 370) Kontaktpersonen in Quarantäne.

Am Donnerstag, 16. Dezember 2021, wurden mit 1.382 akut Infizierten ein neuer absolute Höchstwert im Pandemieverlauf in Hagen gemeldet. Die bislang höchste Inzidenz in Hagen gab es am 9. Dezember 2021 mit 453,7.

Wer positiv getestet ist, soll sich weiterhin zunächst selbstständig isolieren und seine Kontakte informieren, damit diese sich ebenfalls nach Möglichkeit testen lassen und ggf. eigenverantwortlich in Quarantäne begeben.

Eine große Hilfe bei der Eindämmung der Pandemie und der Information möglicher Kontakte ist noch immer, und mit Ausbreitung der Omikron-Variante immer mehr, die Corona-WarnApp für Android-Smartphones und iPhones. Diese kann auch zum Speichern von Impf- und Testzertifikaten sowie als Kontakt-Tagebuch genutzt werden. Zeigt die WarnApp eine rote Meldung, darf ein kostenloser PCR-Test gemacht werden.

Weitere Hinweise zum Verhalten bei einem positiven Test hat die Stadt Hagen in einer FAQ auf ihrer Internetseite zusammengestellt.

Welche Altersgruppen sind in Hagen besonders von Corona betroffen?

Die Infektionszahlen in Hagen sind in der vergangenen Woche wieder spürbar gesunken – außer in der Altersgruppe der Über-80-Jährigen.

Bei Säuglingen und jungen Kindern bis 4 Jahren sank die Inzidenz von 405,7 auf 156,0 (insgesamt 15 Fälle) auf weniger als die Hälfte. Bei den bislang noch weitgehend ungeimpften und seit vielen Wochen am stärksten betroffenen 5- bis 14-Jährigen war der Rückgang von 1.027,0 auf 720,6 (insgesamt 127 Fälle) ebenfalls recht deutlich, sie liegen aber noch immer über dem Doppelten der durchschnittlichen Inzidenz in Hagen.

Bei den 15- bis 34-Jährigen sind die neuen positiven Testungen wieder von 546,7 auf 373,7 (insgesamt 162 Fälle) gesunken, womit sie die vergleichsweise am zweitstärksten betroffene Altergruppe sind. In der personenstärksten Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen zeigt sich ein deutliches Absinken von 445,30 auf 296,9 (insgesamt 188 Fälle).

Auch bei der weitgehend durchgeimpften Altersgruppe ab 60 bis 79 Jahre ist die Inzidenz von 173,5 auf 114,8 (insgesamt 47 Fälle) gesunken. Nur bei den Über-80-Jährigen stieg die Inzidenz weiter von 101,2 auf 144,6 (insgesamt 20 Fälle).

Wie ist die Corona-Lage an Hagener Kitas und Schulen?

An vielen Schulen und Kitas kommt es immer wieder zu Corona-Infektionen. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen führen diese jedoch in den seltensten Fällen zu Quarantänemaßnahmen und werden auch von der Stadt nicht mehr gemeldet.

Wo stecken sich die Menschen in Hagen mit Corona an?

(Quelle: Stadt Hagen)

Wie aus der aktuellen Corona-Wochenstatistik der Stadt Hagen hervorgeht, die diesmal für den Zeitraum von 7. bis 13. Dezember 2021 vorliegt, ist weiterhin bei beinahe der Hälfte der Infektionen in Hagen die genaue Ansteckungsquelle nicht rückverfolgbar.

47,9 Prozent (Vorwoche: 44,1 Prozent) aller Infektionen erfolgten „diffus“. Mit 41,7 Prozent (Vorwoche: 41,5 Prozent) erfolgte außerdem ein sehr hoher Teil der Ansteckung nachweislich im privaten Umfeld, also beispielsweise zu Hause in der Familie oder bei Treffen mit Freund:innen und Verwandten.

Die drittmeisten Ansteckungen gehen mit 5,5 Prozent (Vorwoche: 9,2 Prozent) weiterhin auf Schulen und Kitas zurück. Ihnen folgen mit 2,9 Prozent (Vorwoche: 3,4 Prozent) nachweisliche Ansteckungen am Arbeitsplatz, obwohl bereits seit 24. November eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz gilt.

1,5 Prozent (Vorwoche: 1,0 Prozent) aller neuen Ansteckungen erfolgten im medizinisch/pflegerischen Bereich, weiterhin keine (Vorwoche: 0,0 Prozent) in Gemeinschaftseinrichtungen. Lediglich 0,6 Prozent (Vorwoche: 0,8 Prozent) aller neu entdeckten Infektionen wurden nachweislich von Auslandsreisen mitgebracht.

In der Kalenderwoche 49 untersuchten Labore im Rahmen des Infektionsschutzes insgesamt 511 (Vorwoche: 607) vom Gesundheitsamt angeordnete Hagener Corona-Proben, von denen 5,9 Prozent (Vorwoche: 9,6 Prozent) positiv waren. Im selben Zeitraum wurde bei insgesamt 652 (Vorwoche: 699) kostenlosen SARS-CoV-2-Schnelltests ein per PCR-Test bestätigtes positives Ergebnis ermittelt und so dabei geholfen, 15,8 Prozent (Vorwoche: 25,8 Prozent) aller bekannten Infektionen zu entdecken.

Im betrachteten Zeitraum waren 56,0 Prozent (Vorwoche: 56,8 Prozent) der in Hagen positiv auf Corona getesteten Personen nicht oder nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft – während diese Gruppe gleichzeitig aber aktuell nur rund 27 Prozent der Bevölkerung Hagens ausmacht.

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Wo gibt es in Hagen kostenlose Corona-Schnelltests?

Seit dem 15. November 2021 sind Schnell-Tests in den Hagener Test-Centern wieder grundsätzlich kostenlos.

Beispielsweise in Wehringhausen kann man sich bei „Le Chat Noir“ an der Lange Straße 37 kostenlos testen lassen und zwar mittwochs von 16.00 bis 19.00 Uhr, freitags von 12.00 bis 15.00 Uhr und 16.30 bis 19.00 Uhr sowie samstags von 13.00 bis 17.00 Uhr. Tests außerhalb dieser Zeiten sind nach Vereinbarung möglich. Außerdem gibt es zusätzliche Schnelltest-Sonderöffnungszeiten bei „Le Chat Noir“ …

  • … an den Advents-Sonntagen (also noch am 19.12.) jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr.
  • … an Heiligabend, 24.12., von 11.00 bis 17.00 Uhr.
  • … am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag, 25. und 26.12., jeweils von 15.00 bis 19.00 Uhr.
  • … an Silvester, 31.12., von 12.00 bis 17.00 Uhr.

Schwerste Covid-19-Erkrankungen und Todesfälle

In der vergangenen Woche sind in Hagen 7 Menschen an Covid-19 gestorben (Vorwoche:3). Die Gesamtzahl der Toten, die in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion in Hagen gemeldet wurden, steigt damit auf 363 seit Beginn der Pandemie. Damit sind seit März 2020 laut RKI rund 1,9 Prozent aller 19.108 Corona-Infektionen in Hagen tödlich verlaufen.

Das DIVI-Intensivregister meldet mit Stand von Freitag, 17. Dezember, um 22.00 Uhr insgesamt 4 (Vorwoche: 7) Covid-19-Patient:innen auf den Hagener Intensivstationen. 2 (Vorwoche: 2) von ihnen müssen invasiv beatmet werden. Damit sind 5,4 Prozent (Vowoche: 9,7 Prozent) der Gesamtkapazität von 74 (Vorwoche: 72) Intensivbetten in Hagen derzeit mit Corona-Fällen belegt. Es steht aktuell 3 (Vorwoche: 1) freie Betten für Notfälle zur Verfügung.

Laut Angaben der Stadt wurden am Stichtag 8. Dezember insgesamt 40 (Vorwoche: 37) Hagener:innen mit Covid-19 in Krankenhäusern (auch außerhalb Hagens) behandelt. Bei 19 (Vorwoche: 18) bzw. 48 Prozent (Vorwoche: 49 Prozent) lag kein vollständiger Impfschutz vor. Auf Intensivstationen (auch außerhalb Hagens) wurden am Stichtag laut Stadt Hagen 5 (Vorwoche: 12) Hagener:innen mit schwersten Covid-19-Fälle behandelt, von denen 2 (Vorwoche: 7) bzw. 40 Prozent keinen vollständigen Impfschutz hatten.

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Wie viele Menschen in Hagen sind gegen Corona geimpft?

Rund 75,3 Prozent (Vorwoche: 75,6 Prozent) der Hagener Bevölkerung bzw. 142.638 Personen (Vorwoche: 142.157) sind laut Kassenärztlicher Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) mit Stand vom 13. Dezember mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Etwa 73,2 Prozent (Vorwoche: 72,9 Prozent) bzw. 138.168 Personen (Vorwoche: 137.624) haben nun den vollen Impfschutz. Außerdem haben jetzt etwa 17,7 Prozent (Vorwoche: 13,3 Prozent) bzw. 33.302 Hagener:innen (Vorwoche: 25.121) einen sogenannten „Impf-Booster“, also eine Auffrischungsimpfung, erhalten.

Hinweis: In den hier genannten Gesamtzahlen sind die Impfungen im Hagener Impfzentrum, durch mobile Teams der KVWL und in kassenärztlichen Praxen enthalten. Die zusätzlichen Impfungen bei Betriebs- und Privatärzt:innen sowie in Krankenhäusern werden in der Statistik nicht erfasst. Die tatsächliche Zahl der Geimpften dürfte daher höher sein.

Wo kann ich mich in Hagen gegen Covid-19 impfen lassen?

Für Erst-, Zweit- und Booster-Impfungen sind nun vor allem die hausärztlichen Praxen sowie Kinder- und Jugendärzt:innen zuständig. Darüber hinaus gibt es in Hagen aktuell die folgenden Impfmöglichkeiten:

Impfzelt auf dem Weihnachtsmarkt

Das Impfzelt auf dem Hagener Weihnachtsmarkt befindet sich neben der „Teppich-Rutsche“ in der Elberfelder Straße zwischen den Einmündungen von Spinngasse und Hohenzollernstraße. Es hat noch bis zum 23. Dezember täglich von 12.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ein Termin ist nicht erforderlich, kann aber ggf. online vereinbart werden.

Impfzentrum in der Stadthalle

Das Impfzentrum in der Stadthalle Hagen, Wasserloses Tal 2, hat voraussichtlich bis zum 31. Januar täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Ein Termin ist nicht erforderlich, kann aber ggf. online vereinbart werden.

Hinweis: Von 17. bis 19. Dezember finden im Impfzentrum ausschließlich Impfungen für 5- bis 11-Jährige Kinder statt. Am 24.12., 25.12., 26.12., 29.12., 30.12, 31.12. und 1.1. bleibt das Impfzentrum geschlossen.

Mobile Impfaktionen

Aktuell sind keine mobilen Impfaktionen der Stadt Hagen geplant.

Private Impfstellen

Im Industriegebiet Lennetal gibt es ein privates Impfzentrum. In der „Loft Creative Location“, Rohrstraße 17, werden montags bis freitags von 13.00 bis 20.30 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen angeboten (Öffnungszeiten bis 2. Januar 2022, danach Homepage beachten). Ein Termin ist nicht erforderlich, kann aber ggf. online vereinbart werden.

Am Sonntag vor Weihnachten (19. Dezember) werden am Kirchenbergstadion in Hohenlimburg von 9.00 bis 17.00 Uhr Drive-in-Impfungen für alle ab 5 Jahren angeboten. Am Kirchenbergstadion ist eine vorherige Terminvereinbarung unbedingt erforderlich.

Wer kann sich impfen lassen?

Vor Ort besteht bei allen Terminen die Möglichkeit zu Erst-, Zweit- und Auffrischungs- bzw. Booster-Impfungen. Letztere sind für alle Personen ab 12 Jahren möglich, deren Impfung mit Johnson & Johnson länger als vier Wochen zurückliegt oder deren zweite Impfung mit einem anderen Impfstoff mindestens vier Monate her ist.

Welche Unterlagen benötige ich für die Impfung?

Bei allen Impfterminen in Hagen sind eine FFP2- oder OP-Maske, die Krankenversicherungskarte und der Personalausweis erforderlich. Wenn vorhanden, sollte auch der Impfausweis mitgebracht werden.

Außerdem erleichtert es die Arbeit und verkürzt die Wartezeit, wenn die Aufklärung zur mRNA-Impfung sowie – falls erforderlich – die Einwilligungserklärung für Eltern Minderjähriger vorab ausgedruckt und ausgefüllt mitgebracht werden.

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Welche Corona-Regeln gelten aktuell in Hagen?

Die wichtigsten aktuellen Corona-Regeln in Hagen und NRW findest du auf unserer Übersichtsseite zur Corona-Pandemie.

Wie ist die Corona-Lage in Hagens Nachbarschaft, Deutschland und der Welt?

Die durchschnittliche Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen sinkt mit Stichtag 17. Dezember weiter auf jetzt 250,4 (Vorwoche: 285,2). Die Hospitalisierungsrate liegt bei 3,78 (Vorwoche: 4,89). Insgesamt 14,37 Prozent (Vorwoche: 14,59 Prozent) aller Intensivbetten in NRW sind mit Covid-19-Patient:innen belegt. Mit einer Inzidenz von 297,8 (Vorwoche: 436,7) liegt Hagen auf Platz 13 (Vorwoche: 2) aller 53 Landkreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen. Nummer Eins ist erneut der Kreis Lippe (498,9), Platz zwei geht an die Stadt Remscheid (395,5), es folgt der Kreis Gütersloh (352,8). 4 (Vorwoche: 10) Städte und Kreise in NRW haben eine Inzidenz über 350, weiterhin keine unter 100. Die niedrigsten Inzidenzen haben wie in der Vorwoche der Hochsauerlandkreis (149,0), sowie die Städte Mönchengladbach (134,0) und Münster (110,6). Die Inzidenzen in Hagens Nachbarstädten und -kreisen: Dortmund 257,8 (Vorwoche: 274,8); Kreis Unna 236,0 (Vorwoche: 237,3); Märkischer Kreis 307,6 (Vorwoche: 350,7); Ennepe-Ruhr-Kreis 212,3 (Vorwoche: 221,3).

Bundesweit belegt Hagen Platz 199 (Vorwoche: 167) der am stärksten betroffenen von allen 412 Städten/Kreisen. Die durchschnittliche Inzidenz in Deutschland sinkt weiter auf 331,8 (Vorwoche: 413,7). An der deutschen Spitze liegen weiterhin vor allem der Süden und Osten der Republik und dort besonders der Kreis Hildburghausen in Thüringen (1.473,1), der Vogtlandkreis in Sachsen (1.342,5) sowie der Ilm-Kreis in Thüringen (1.296,3). Nur noch 9 (Vorwoche: 26) Städte und Landkreise in Deutschland haben eine Inzidenz über 1.000, 72 (Vorwoche: 121) liegen über 500, während wieder 6 (Vorwoche: 1) unter 100 liegen. Die Infektionszahlen sind in ganz Deutschland noch immer hoch, besonders hoch sind sie aber weiterhin in Thüringen (870,7), Sachsen (783,2) und Sachsen-Anhalt (699,8). Die niedrigsten Inzidenzen haben Rheinland-Pfalz (208,4), Niedersachsen (176,4) und Schleswig-Holstein (165,2). Die Hospitalisierungsinzidenz liegt in keinem Bundesland mehr unter drei. Über sechs liegt sie nun auch in Bremen (6,0) sowie weiterhin in Brandenburg (6,2) und Sachsen (7,8). In der höchsten Warnstufe über neun befindet sich neben Sachsen-Anhalt (10,6) und Thüringen (16,8) jetzt auch Mecklenburg-Vorpommern (10,2).

In unseren Nachbarländern liegen jetzt Dänemark (913,1), Tschechien (748,6) und die Schweiz (734,2) an der Corona-Spitze. Die europaweit höchsten Inzidenzen haben derzeit Andorra (1.650,9), San Marino (1.640,7) und Liechtenstein (951,5). Diese europäischen Länder und Gebiete haben, abgesehen von den Nördlichen Marianen in Ozeanien (1.396,9), auch die weltweit höchsten Inzidenzen.

Welche Corona-Regeln muss ich nach einer Auslandsreise beachten?

Wer über 12 Jahre alt ist und nach Deutschland einreist, egal aus welchem Land und mit welchem Verkehrsmittel, muss über ein aktuelles negatives Testergebnis, einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis verfügen.

Aufgrund der Omikron-Mutation gelten Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Simbabwe und Südafrika als Virusvariantengebiete. Eine Einreise von dort ist nur noch unter sehr strengen Bedingungen, mit negativen PCR-Tests und einer 14-tägigen Quarantäne möglich.

Als neue Hochrisikogebiete gelten ab 19. Dezember auch Andorra, Dänemark (inkl. Färöer und Grönland), Frankreich (inkl. des Übersee-Departements Réunion), der Libanon und Norwegen. Wer aus einem ausländischen Hochrisikogebiet einreist, muss sich zuvor bei der Bundesregierung anmelden und sich unmittelbar nach der Ankunft am deutschen Wohnort für zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben. Die Quarantäne kann ggf. durch einen negativen Test auf fünf Tage verkürzt werden.

Von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen wurden am 12. Dezember Armenien, Iran, die Mongolei, die Philippinen und Rumänien. Ab 19. Dezember gellten auch Albanien, Bulgarien, Estland, Lettland, Nordmazedonien und die Republik Moldau nicht mehr als Hochrisikogebiete.

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