In der Moltkestraße wird vor der eigenen Tür gekehrt

Symbolbild: Müll an einem Gehweg in Wehringhausen (Foto: Jan Eckhoff)

Nach Bedarf, jedoch mindestens alle vierzehn Tage, müssen die Gehwege in Hagen gereinigt, von Abfall und Unkraut befreit werden. So legt es die „Straßenreinigungs- und Gebührensatzung“ in Hagen schon seit vielen Jahren fest. Und zwar muss die Gehwegreinigung durch die Hauseigentümer:innen vor ihren jeweiligen Grundstücken erfolgen.

Eine Pflicht, der augenscheinlich nicht überall in unserem Viertel regelmäßig nachgekommen wird, wie man bei jedem kurzen Spaziergang feststellen muss. Und auch andere Flächen wie etwa Baumscheiben und -beete wirken oft eher wie Mülldeponien oder Hundeklos. Das Problem betrifft dabei beinahe alle Gegenden in Wehringhausen, auch die Verbindungen zwischen Lange Straße und Buschey, die eigentlich durch ihre gründerzeitliche Blockbebauung glänzen.

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Keine Lust mehr auf Dreck

In der Moltkestraße haben nun einige Anwohner:innen und Eigentümer:innen endgültig keine Lust mehr auf den Dreck in ihrem Stadtteil, sie wollen sprichwörtlich vor der eigenen Tür kehren. Deshalb haben sie sich mit Hilfe des Quartiersmanagements und auf Initiative von Sascha Schubert organisiert. Schubert wohnt nicht nur in der Moltkestraße, er ist auch Eigentümer einer Firma für „Facility Management“. Gemeinsam will die Gruppe rund einen Monat lang zweimal wöchentlich ihre Straße reinigen – und zwar nicht nur, wie vorgeschrieben, die Gehwege, sondern auch die öffentlichen Flächen rund um die Bäume und den Bereich rund um die PKW-Stellplätze.

„Mit diesem Versuch wollen wir zeigen, wie sich die Bemühungen auswirken, welche Kosten für diese Art der Reinigung aus einer Hand entstehen und was dies schließlich für Kosten pro Hauseigentümer bedeuten würde, wenn alle mitziehen“, erklärt Sascha Schubert den Zweck der Aktion. Denn ein kleiner Betrag pro Haus könnte bereits zu einer professionell gesäuberten Straße und damit einem viel angenehmeren Wohnumfeld führen. Um möglichst viele zum Mitmachen zu motivieren, wurden in den Hauseingängen Zettel in drei Sprachen angebracht, die für eine Unterstützung werben. 

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Nachmachen erwünscht

Quartiersmanager Maik Schumacher hofft, dass die Aktionen einen Vorbildcharakter für andere Straßen hat und die dortigen Eigentümer:innen zu ähnlichem Engagement motiviert. Sollten schon jetzt Hausbesitzende dem Beispiel aus der Moltkestraße folgen wollen, lädt das Quartiersmanagement sie zu einer Videokonferenz am Donnerstag, 3. März, um 18.30 Uhr ein. Weitere Infos gibt es unter Tel. 02331 / 3735266 oder per Mail an team@qm-wehringhausen.de.