Behörden überprüfen acht Häuser

Hagener Behörden führten erneut Kontrollen auch in Wehringhausen durch. (Foto: Polizei Hagen)
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Unter Federführung der Dienststelle Ordnungsbehördliche Aufgaben des Ordnungsamtes der Stadt Hagen haben der Stadtordnungsdienst, die Polizei Hagen, die Feuerwehr, die Ausländerbehörde, das Jobcenter, der Leitungsnetzbetreiber Enervie und die Wohnungsaufsicht am Dienstag, 22. Februar, eine gemeinsame Kontrollaktion in Wehringhausen und Altenhagen durchgeführt. Im Fokus der Kontrollen standen unter anderem sogenannte „Problemimmobilien“, Leistungsmissbrauch, Schulverweigerung, Zuwanderung sowie eine mögliche Müll- und Schädlingsproblematik. Insgesamt hat das behördenübergreifende Team acht Wohnhäuser überprüft.

Die Einsatzkräfte wurden dabei von einer Polizeibeamtin aus Moldawien unterstützt, die aktuell im Rahmen eines internationalen Austausches zwischen Strafverfolgungsbehörden zwei Wochen lang zu Gast in Hagen ist und in der Pressestelle der Polizei hospitiert. Mit Hilfe der Beamtin konnten Sprachbarrieren überwunden werden. So wurden mit ihrer Unterstützung beispielsweise sogenannte „Gefährder“ angesprochen, um weiteren Störungen des Busverkehrs in der Wehringhauser Straße vorzubeugen.

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Kontrolle des Meldestatus und der Schulpflicht

In den acht Gebäuden waren 272 Personen gemeldet, 217 wurden angetroffen und überprüft. 17 von diesen waren unter der jeweiligen Anschrift nicht gemeldet, 14 Personen mussten wiederum abgemeldet werden, da sie an den Adressen nicht mehr wohnten.

Das Team traf auf sieben Kinder und Jugendliche, die sich nicht in der Schule befanden und aufgrund des bestehenden Verdachtes der Schulverweigerung dem Kommunalen Integrationszentrum sowie dem Fachbereich Bildung der Stadt Hagen gemeldet wurden. Eine unbegleitete Minderjährige, die in Deutschland nicht gemeldet ist, wurde durch das Jugendamt in Obhut genommen.

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Erhebliche Mängel in den Wohnungen

In den überprüften Häusern registrierten die Einsatzkräfte insgesamt 34 Mängel, die nach dem Wohnraumstärkungsgesetz verfolgt werden. Dazu gehören Feuchtigkeitsschäden mit Schimmelbildung, Mäuse- und Rattenbefall, defekte Haus- und Wohnungstüren sowie mangelnde Heiz- und Warmwasserversorgung. In den Wohnhäusern wurden zudem Müllablagerungen festgestellt.

Auch für die Polizei war die Aktion erfolgreich: Sie konnte einen Haftbefehl vollstrecken und drei Aufenthaltsermittlungen durchführen. Die Feuerwehr stellte in zahlreichen Wohnungen fehlende Rauchwarnmelder und von Unrat versperrte Fluchtwege fest.


Quellen:

  • Stadt Hagen (per E-Mail)
  • Polizei Hagen (per E-Mail)