Krieg in der Ukraine: Hagen hilft

Demonstration gegen den Ukraine-Krieg auf dem Friedrich-Ebert-Platz. (Foto: Die Falken)
Lesezeit: ca. 2 Minuten

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Eine stetig wachsende Übersicht zu Hilfsangeboten für Geflüchtete aus der Ukraine in Hagen, Spendenkonten und vielem mehr findest du auf:

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Zu einer Kundgebung gegen den Krieg in der Ukraine fanden sich am Mittwoch, 2. März, am späten Nachmittag mehr als 1.000 Menschen auf dem Friedrich-Ebert-Platz ein. Zur Teilnahme aufgerufen hatten der Verein „Friedenszeichen Hagen“, das Bündnis „East-West-East“ und die Falken. Redebeiträge gab es u.a. von jungen Menschen mit russischen und ukrainischen Wurzeln, der IG Metall, dem AK Antifa, der Grünen Jugend und den Jungen Liberalen. Sie alle sprachen ihre Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung aus, mahnten zu schnellen Hilfen und riefen zur unkomplizierten Aufnahme von Geflüchteten auf. Auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz nahm an der Veranstaltung teil.

Die Stadt Hagen hat einen Koordinierungsstab eingerichtet, der Geflüchteten aus der Ukraine in unserer Stadt schnelle Hilfe zukommen lassen soll. Seit Freitag ist der städtische Infopoint am Rathaus II (Berliner Platz, gegenüber des Haupfbahnhofs) für Geflüchtete aus der Ukraine geöffnet. Werktags jeweils von 8 bis 16 Uhr werden dort alle nötigen städtischen Leistungen gebündelt angeboten. An den Wochenenden gibt es eine Hotline unter 02331/207-5020.

Die Stadt Hagen bittet private Initiativen, die kriegsbedingt geflüchtete Menschen aus der Ukraine abholen, dringend darum, vorab Kontakt mit dem Infopoint aufzunehmen, um die Ankunft der Menschen sinnvoll koordinieren zu können. Für alle anderen Angelegenheiten, beispielsweise für Personen, die kurzfristig Wohnraum zur Verfügung stellen können, gibt es ein Kontaktformular auf der städtischen Internetseite.

Von Sachspenden sollte unbedingt abgesehen werden, da sich der Bedarf ständig ändert.

Geflüchtete aus der Ukraine können in Hagen wie auch im gesamten VRR-Gebiet kurzfristig mit dem „0-Euro-Ticket“ der DB oder einem gültigen Ausweis kostenlos Bus und Bahn nutzen.

Das Kommunale Integrationszentrum sucht dringend nach Personen, die bei der Verständigung mit Geflüchteten helfen möchten. Sie sollten mindestens 18 Jahre alt sein und die russische oder ukrainische Sprache ab B2-Niveau beherrschen. Eine gültige Arbeitserlaubnis und ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag sind ebenfalls nötig. Die Bewerber:innen müssen eine Grundlagenschulung absolvieren, die von der Stadt koordiniert wird. Es wird eine Aufwandsentschädigung für die Übersetzungsarbeit von 15 Euro pro angefangene Stunde bezahlt. Bewerbungen an: Robin Palm, Kommunales Integrationszentrum, Berliner Platz 22, 58089 Hagen, Telefon 02331/207-3851, E-Mail robin.palm@stadt-hagen.de.

Die Karl-Adam-Halle, Vossacker 19, wurde als Notunterkunft für kriegsbedingt aus der Ukraine geflüchtete Menschen zur Verfügung gestellt. Aus diesem Grund ist der Vereins- und Schulsport in der Halle vorerst nicht mehr möglich. In der Karl-Adam-Halle können im Notfall bis zu 150 Personen untergebracht werden.

Das Land NRW hat eine sogenannte „Wohnraumkarte“ freigeschaltet, über die die 480 Mitgliedsunternehmen und -genossenschaften des Verbandes der Wohnungswirtschaft kurzfristig Angebote für Wohnungen für Kriegsgeflüchtete einstellen können. Diese sollen an die Städte, Kreise und Gemeinde vermittelt werden.

Für Kinder und Jugendliche können die medialen Bilder vom Krieg der letzten Tage besonders belastend sein. Zum Beratungsangebot von „Rat am Ring“ gehört aus diesem Grund auch die kindgerechte Aufarbeitung der überwältigenden Eindrücke dieser schwierigen Situation. Betroffene Familien sowie Beratungs- und Hilfesuchende erreichen die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche vom Beratungszentrum „Rat am Ring“ entweder unter Telefon 02331/207-3991 oder per E-Mail an familienberatung@stadt-hagen.de.

Dieser Text erschien zuerst im wöchentlichen Wehringhausen-Newsletter.
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Verwendete Quellen:

  • Mehrere Pressemitteilungen der Stadt Hagen
  • Land NRW
  • Verkehrsverbund Rhein-Ruhr
  • Die Falken