Ursula Tomahogh ist neue Hagener Polizeipräsidentin

Amtseinführung von Polizeipräsidentin Ursula Tomahogh
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU), die neue Hagener Polizeipräsidentin Ursula Tomahogh, der Inspekteur der Polizei Michael Schemke und Kriminaldirektor Guido Liedke bei der Amtseinführung in Hagen. (Foto: Polizei Hagen)
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Über ein Jahr war die Polizei in Hagen nun ohne eine in der Hierarchie vorgesehene Führungsperson. Bereits zum Ende des Jahres 2020 hatte sich der bisherige Polizeipräsident Wolfgang Sprogies nach rund sechs Jahren im Amt in den Ruhestand verabschiedet. Danach blieb der Posten unbesetzt. Bis jetzt: Ursula Tomahogh wurde als neue Polizeipräsidentin in Hagen in das Amt eingeführt.
 
Die Ernennung von Tomahogh erfolgte bereits am Dienstag, 1. März, durch das NRW-Landeskabinett. Ihr war ein Vorschlag von Innenminister Herbert Reul (CDU) vorausgegangen. „Ich bin sehr froh, dass Hagen nach gründlicher Auswahl jetzt eine neue Polizeipräsidentin bekommt. Ursula Tomahogh hat sich in Führungspositionen bei unterschiedlichen Behörden der nordrhein-westfälischen Polizei bewährt. Deshalb ist sie genau die Richtige für dieses Amt“, ist Reul überzeugt.
 
Die CDU hat es damit noch kurz vor der Landtagswahl geschafft, einen der wichtigsten Posten in der Exekutive in Nordrhein-Westfalen neu zu besetzen. In NRW gibt es zwar insgesamt 47 Kreispolizeibehörden, bei Delikten schwerer Kriminalität sind jedoch nur noch 16 sogenannte Kriminalhauptstellen zuständig – und eine davon ist Hagen. Als schwere Kriminalität gelten beispielsweise Fälle vorsätzlicher Tötung, sexueller Gewalt gegen Kinder, Bandenkriminalität und organisierte Kriminalität, Wirtschaftsstraftaten oder Geldwäsche. Die Zuständigkeit der Hagener Ermittler:innen erstreckt sich dabei neben unserer Stadt auf den Ennepe-Ruhr-Kreis, den Märkischen Kreis sowie die Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein.

Einführung im kleinen Kreis

Kriminaldirektor Guido Liedke, der zuletzt die Leitung als stellvertretender Behördenleiter hatte, machte den Auftakt und begrüßte die Anwesenden. „Ich freue mich sehr, dass Hagen nun eine neue Polizeipräsidentin hat, die sehr viel eigene polizeiliche Erfahrung mitbringt.“ Im Anschluss richtete Innenminister Herbert Reul einige Worte an die neue Behördenleiterin und überreichte ihr die Ernennungsurkunde. „Jeder, der Ihren beruflichen Lebenslauf sieht, dem ist klar: Sie sind eine Vollblut-Polizistin. Und Sie verfügen über umfangreiche Erfahrungen in der Verwaltung großer Polizeibehörden sowie den juristischen Background. Diese Mischung macht es! Ihre Kompetenz und Ihr Engagement werden für die Polizei und die Menschen in Hagen ein großer Gewinn sein. Unter anderem mit Ihrer respektvollen, aufmerksamen und empathischen Art haben Sie in Ihrem bisherigen beruflichen Umfeld großen Eindruck hinterlassen. Und ich bin mir sicher: Auch in Ihrer neuen Position werden Sie sich treu bleiben.“

Mit Ursula Tomahogh, deren Amtseinführung coronabedingt nur im kleinen Kreis stattfand, steht zum zweiten Mal eine Frau an der Spitze der Hagener Polizei. Sie ist ab sofort verantwortlich für mehr als 1.300 Beschäftigte, darunter rund 700 Studierende der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW, deren Hagener Standort sich an der Handwerkerstraße im Gewerbepark Kückelhausen und der Rehstraße im „Stadtwerk“ in Wehringhausen befindet.

Viel Erfahrung

Die 55-jährige Ursula Tomahogh ist in Köln geboren und aufgewachsen. Sie lebt zusammen mit ihrem 17-jährigen Sohn, ihrer 16-jährigen Tochter und ihrem Lebenspartner im Bergischen Land. Sie trat 1997 in den Polizeivollzugsdienst ein, leitete ab 1999 beim Polizeipräsidium Wuppertal die Führungsstelle der Bereitschaftspolizei und der Polizeisonderdienste.

Danach bekleidete sie verschiedene weitere Führungspositionen in Wuppertal, bis sie 2013 die Leitung der Führungsstelle „Gefahrenabwehr und Einsatz“ beim Polizeipräsidium Essen übernahm. In Essen war die Bekämpfung von Clan- und Rockerkriminalität eine Hauptaufgabe der studierten Juristin. Bereits zwei Jahre später wurde Tomahogh zur Leiterin des Leitungsstabs beim Polizeipräsidium in Bochum ernannt. Von 2017 bis 2020 arbeitete die studierte Juristin als Dezernatsleiterin beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten der Polizei Nordrhein-Westfalen (LAFP NRW). Zuletzt war sie schließlich Abteilungsleiterin bei der Polizei im Kreis Mettmann, wo sie sich seit 2020 insbesondere mit der Bekämpfung des Wohnungseinbruchs, der Clan-Kriminalität und der Betrugsdelikte zum Nachteil älterer Menschen befasste.

„In meiner bisherigen Laufbahn durfte ich unterschiedlichste Behörden und ein großes Aufgabenfeld der nordrhein-westfälischen Polizei kennenlernen und kann nun meine langjährigen Erfahrungen in die neue Funktion in Hagen einbringen“, beschreibt die neue Behördenleiterin ihren bisherigen Werdegang.

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Verwendete Quellen:

  • Pressemitteilung der Hagener Polizei vom 11.04.22 (Link, zuletzt abgerufen am 11.04.22)
  • Pressemitteilung des Landes NRW vom 01.03.22 (Link, zuletzt abgerufen am 11.04.22)
  • Homepage der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (Link, zuletzt abgerufen am 11.04.22)
  • Info-Seite „Organisation der Polizei NRW“ (Link, zuletzt abgerufen am 11.04.22)