Hagen braucht Schutzmasken: Auch die Pauluskirche näht

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Auch in der Paulusgemeinde werden Gesichtsmasken genäht. (Foto: Stadt Hagen)
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Mund-Nasen-Schutze sind zurzeit überall auf der Welt Mangelware – auch in Hagen. Benötigt werden sie nicht nur in Krankenhäusern und Arztpraxen, sondern auch in Pflegeeinrichtungen, in der ambulanten Pflege, sowie von anderen systemrelevanten Berufsgruppen.

Die Stadt Hagen richtet daher heute einen dringend Appell an alle Menschen in der Stadt: Wer geschickt mit Nadel und Faden ist, soll dem Notstand entgegenwirken und ehrenamtlich aus nicht mehr benötigten Stoffresten Mundschutze nähen.

Zur Herstellung eines Mund-Nasen-Schutzes kann jeder Baumwollstoff (100 Prozent Baumwolle) verwendet werden, der sich bei 90 Grad waschen lässt. Ausrangierte Bettwäsche oder Tischdecken eignen sich beispielsweise sehr gut. Eine Anleitung zur Herstellung hat die Stadt Essen erstellt (PDF).

Zum Rathaus bringen

Die Freiwilligenzentrale Hagen übernimmt in Kooperation mit der Stadt Hagen die Annahme und Verteilung der Masken. Die genähten Mundschutze können montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr direkt mit dem Auto zum Rathaus an der Volme, Rathausstraße 13, gebracht werden. Bitte in Tüten oder Kartons verpackt und an der Pforte am Wasserband abgeben. Die Mund-Nasen-Schutze werden anschließend gewaschen, verpackt und nach einer Prioritätenliste verteilt.

„Natürlich können selbstgenähte Mundschutze aus Baumwolle die medizinischen nicht ersetzen“, sagt Dr. Katrin Hoffmann, Ärztliche Leiterin des Rettungsdienstes im Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Hagen. „Aber er ist ein wichtiger zusätzlicher Baustein, um andere Menschen und sich selbst zu schützen.“

Das Coronavirus wird beim Sprechen, Husten und Niesen durch eine Tröpfcheninfektion übertragen. Durch das Tragen eines Mundschutzes können Menschen, die kaum Symptome haben und daher nicht wissen, dass sie am Coronavirus erkrankt, die Ansteckung anderer verhindern. Trotzdem müssen natürlich weiterhin die gültigen Regeln des Kontaktverbotes beachtet werden. 

Paulus näht

Neben vielen Privatpersonen, dem Theater Hagen oder dem Werkhof hat auch die Wehringhauser Pauluskirchengemeinde schon über 150 Schutzmasken genäht.

Gemeinsam mit Elke Schwerdtfeger, Pfarrerin der Pauluskirchengemeinde in Wehringhausen, hat Dr. Katrin Hoffmann die Initiative zum ehrenamtlichen Nähen von Mund-Nasen-Schutzen in Hagen ins Leben gerufen. Auch Pfarrerin Schwerdtfeger hat bereits selbst an der Nähmaschine gesessen: „Wir können jede Hilfe gebrauchen, um möglichst viele Hagenerinnen und Hagener zu versorgen!“

Bei Fragen steht die Freiwilligenzentrale unter Telefon 02331/1841-70 oder 02331/1841-71 und unter coronahilfe@fzhagen.de zur Verfügung.


Quelle: Pressemitteilung der Stadt Hagen