Im Juli und August lädt das Kino Babylon auch dieses Jahr vom 1.7. – 19.8.2022 wieder freitagabends in den Hinterhof der Pelmke zum „Frischluftkino unterm Sternenhimmel“ ein. An insgesamt acht Terminen möchte das Team des Kino Babylon dem Publikum stets ab Einbruch der Dunkelheit ein paar schöne, unterhaltsame, pointierte, aber auch nachdenklich stimmende Kino-Sommernächte bereiten.

Tickets und Vorverkauf

Dieses Jahr gibt es keine Corona-Einschränkungen beim Besuch des Frischluftkinos. Die Tickets können schönerweise trotzdem vorab online unter oder bei ausgewählten Eventim-Vorverkaufsstellen (wie z.B. der Touristeninformation Hagen, Mittelstraße 12 oder dem TUI ReiseCenter, Eberfelder Str. 42) gekauft werden. Es wird aber auch noch Karten an der Abendkasse geben. Eine Vorbestellung bzw. Reservierung für diese direkt im Kino ist allerdings nicht möglich. 

Vor den Vorstellungen empfiehlt es sich den Wetterbericht um Rat zu fragen, damit man es sich – mit passenden Kleidungstücken und Accessoires ausgestattet – den ganzen Film über gemütlich machen kann. Bei richtig schlechtem Wetter (wie z.B. Gewitter, Sturm oder Starkregen) fällt die Vorführung nicht aus, sondern wird ins Trockene nach drinnen verlegt und der Film parallel im Kino Babylon (64 Plätze) und im Saal der Pelmke (100 Plätze) gezeigt. Die Karten behalten also auch in diesem Falle ihre Gültigkeit.

Das Programm 2022

  • Fr., 01.07., ca. 22:15 Uhr: Contra 
  • Fr., 08.07., ca. 22:15 Uhr: Á la Carte 
  • Fr., 15.07., ca. 22:00 Uhr: Parallele Mütter 
  • Fr., 22.07., ca. 22:00 Uhr: Die Helden der Wahrscheinlichkeit 
  • Fr., 29.07., ca. 21:45 Uhr: Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush 
  • Fr., 05.08., ca. 21:45 Uhr: Glück auf einer Skala von 1 bis 10 
  • Fr., 12.08., ca. 21:30 Uhr: Wunderschön 
  • Fr., 19.08., ca. 21:30 Uhr: Die Unbeugsamen 

Einlass, Abendkasse, Getränke, Snacks und Musik gibt es an den Kinoabendenden jeweils ab 21:00 Uhr. Der Film startet mit Einbruch der Dunkelheit. Mit den kürzer werdenden Tagen startet der Auftaktfilm deshalb noch gegen 22:15 Uhr und der Abschlussfilm bereits eine Dreiviertelstunde früher gegen 21:30 Uhr.

Fr., 1. Juli: Contra

Den Auftakt macht am Freitag, 1. Juli, im Pelmke-Hinterhof der Film CONTRA. Nach einer fremdenfeindlichen Bemerkung zu viel droht Professor Richard Pohl (Christoph Maria Herbst) von seiner Universität zu fliegen, nachdem er die Jura-Studentin Naima Hamid (Nilam Farooq) in einem vollbesetzten Hörsaal beleidigt hat. Als das Video viral geht, gibt Universitätspräsident Alexander Lambrecht (Ernst Stötzner) seinem alten Weggefährten eine letzte Chance: Wenn es dem rhetorisch begnadeten Professor gelingt, die Erstsemestlerin Naima für einen bundesweiten Debattier-Wettbewerb fit zu machen, wären seine Chancen vor dem Disziplinarausschuss damit wesentlich besser. 

Wunderbar Geschliffene Dialoge, gutes Timing und zwei überzeugende Hauptdarsteller:innen: Sönke Wortmann bietet neben bester Unterhaltung auch einen Rhetorik-Grundkurs und gibt Einblicke in die Abgründe der bundesdeutschen Universitätsszene.

Deutschland 2020, Regie: Sönke Wortmann, 103 Min., mit Nilam Farooq, Christoph Maria Herbst, Hassan Akkouch, Ernst Stötzner u.a.

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Fr., 8. Juli: Á la Carte – Freiheit geht durch den Magen

Weiter geht es in der darauffolgenden Woche am Freitag, 8. Juli, mit der charmanten kulinarischen Komödie Á LA CARTE – FREIHEIT GEHT DURCH DEN MAGEN. Manceron ist 1789 in Frankreich ein begnadeter Koch, arbeitet für den Herzog und liebt es, seinem Herrn mit kulinarischen Kreationen zu überraschen. Eines Tages tischt der eigenwillige Küchenchef den Gästen eine Köstlichkeit aus der niedrigsten aller Zutaten auf – der Kartoffel. Ein Skandal! Der Koch ist gefeuert. Zurück auf dem heimischen Bauernhof erwartet ihn nichts als die trübe Aussicht, staubigen Reisenden Bouillon und Brot zu servieren – bis Louise auf dem einsamen Hof erscheint und vom Meister in die Kochkunst eingeführt werden möchte. Wie nebenbei erschafft das ungleiche Paar durch ihren Mut eine Revolution im Kleinen: das erste Restaurant Frankreichs als Ort der Gemeinsamkeit und des Genusses … für alle! Und als sich dann plötzlich der Herzog für einen Besuch ankündigt, überschlagen sich die Ereignisse. 

Frankreich 2021, R: Éric Besnard, 112 Min, mit Grégory Gadebois, Isabelle Carré, Benjamin Lavernhe, Christian Bouillette u.a.

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Fr., 15. Juli: Parallele Mütter

Der neue Film von Almodóvar, PARALLELE MÜTTER, erzählt am Freitag, 15. Juli, die Geschichte zweier unterschiedlicher werdender Mütter mit den starken Hauptdarstellerinnen Penélope Cruz und Ana Milena Smit. Diese lernen sich zufällig im Krankenhaus kurz vor der Geburt kennen, beide sind Single und ungewollt schwanger. Janis, mittleren Alters, bereut nichts und ist überglücklich. Ana, das genaue Gegenteil, ist ein Teenager, verängstigt und traumatisiert, die auch in ihrer Mutter kaum Unterstützung findet. Durch unerwartete Umstände bleiben die beiden stärker miteinander in Verbindung, als sie es vorher gedacht hätten.

Spanien 2021 (OT: Madres paralelas), Regie und Buch: Pedro Almodóvar, 126 Min., mit Penélope Cruz, Milena Smit, Rossy de Palma, Israel Elejalde, Aitana Sánchez Gijón u.a.

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Fr., 22. Juli: Die Helden der Wahrscheinlichkeit

Schwarzhumoriges, dänisches Kino gibt es am Freitag, 22. Juli mit Mads Mikkelsen in HELDEN DER WAHRSCHEINLICHKEIT. Da Trauer-Arbeit eine einsame Angelegenheit ist, möchte der gerade heimgekehrte Offizier Markus einfach seine Ruhe haben. Er will sich um seine Teenager-Tochter Mathilde kümmern und den Verlust seiner Frau, die bei einem Zugunglück ums Leben gekommen ist, mit viel Bier herunterspülen. Doch diese Rechnung hat er ohne die drei Unglücksvögel gemacht, die vor seiner Tür auftauchen. Der Mathematiker Otto, sein nervöser Kollege Lennart und der exzentrische Hacker Emmenthaler sind sichtlich vom Leben gebeutelt. Aber sie können rechnen. Und ihren Berechnungen zufolge starb Markus Frau nicht zufällig. Tatsächlich hat das schräge Trio Indizien, die stutzig machen. Aus zahllosen Details knüpfen sie eine zwingende Beweiskette, an deren Ursprung eine Rockerbande steht. Ein doppelbödiges, tragikomisches und schwarzhumoriges Meisterwerk voll schräger Figuren auf ihrem Rachefeldzug.

Dänemark 2020, Regie: Anders Thomas Jensen, 117 Min., Mads Mikkelsen, Nikolaj Lie Kaas, Andrea Heick Gadeberg u.a.

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Fr., 29. Juli: Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

Am Freitag, 29. Juli zeigt RABIYE KURNAZ GEGEN GEORGE W. BUSH eine wahre, bedrückende Geschichte, die dank der großartigen Hauptdarstellerin an vielen Stellen schon fast wie eine leichtfüßige Komödie daher kommt. Plötzlich ist Murat weg. Inhaftiert im US-Gefangenenlager Guantanamo. Rabiye Kurnaz, Bremer Hausfrau und liebende Mutter, versteht die Welt nicht mehr. Geht zur Polizei, informiert Behörden und verzweifelt fast an ihrer Ohnmacht. Bis sie Bernhard Docke findet. Der zurückhaltende, besonnene Menschenrechtsanwalt und die temperamentvolle, türkische Mutter – sie kämpfen nun Seite an Seite für die Freilassung von Murat. Papier ist geduldig, Rabiye ist es nicht. Eigentlich möchte sie nur zurück zur Familie in ihr Reihenhaus und wird doch immer wieder in die Weltgeschichte katapultiert. Sie zieht mit Bernhard bis vor den Supreme Court nach Washington, um gegen George W. Bush zu klagen. 

Ein Film über Recht und Willkür und über Menschen, die über sich hinauswachsen. Mit überwältigender Präsenz und erdigem Alltagswitz gibt Meltem Kaptan als Rabiye Kurnaz ihr deutsches Kinodebüt und wurde auf der Berlinale 2022 als beste Darstellerin ausgezeichnet.

Deutschland 2022, Regie: Andreas Dresen, 119 Min., mit Meltem Kaptan, Alexander Scheer, Charly Hübner, Nazmi Kirik u.a.

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Fr., 5. August: Glück auf einer Skala von 1 bis 10 

Von einer außergewöhnlichen Freundschaft erzählt am Freitag, 5. August, das französische Buddy-Movie GLÜCK AUF EINER SKALA VON 1 BIS 10. Igor lebt allein und jobbt als Fahrradkurier für Biogemüse. Ein paar mehr Kontakte zu anderen Menschen wären schön, aber ansonsten ist der körperlich behinderte Hobby-Philosoph nicht unglücklich. Louis hingegen ist ein 24/7-Unternehmer, ein Workaholic, der vor lauter Arbeit in seiner Bestattungsfirma die Lebensfreude vergessen hat. Als er Igor auf seinem Fahrrad anfährt, ist Louis das doppelt peinlich: zum einen wegen seiner Unachtsamkeit, zum anderen, weil er offensichtlich einen Menschen mit Behinderung verletzt hat. Ein Unfall mit überraschenden Folgen, denn Igor hat sich in den Kopf gesetzt, dass Louis ein perfekter neuer Freund für ihn wäre … und Igor kann sehr hartnäckig sein. So kommt es, dass Louis und Igor zu einer abenteuerlichen Reise im Leichenwagen aufbrechen, die ihr Leben ordentlich auf den Kopf stellt. Der Film erzählt die Geschichte der beiden mit viel Humor und räumt mit Vorurteilen gründlich auf. 

Frankreich 2022, Regie: Alexandre Jollien und Bernard Campan, 92 Min., mit Bernard Campan, Alexandre Jollien, Tiphaine Daviot, Julie-Anne Roth u.a.

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Fr., 12. August: Wunderschön

Am Freitag, 12. August, kehren fünf sehr unterschiedliche Frauen in WUNDERSCHÖN dem gesellschaftlichen Idealbild den Rücken. Ob Selbstoptimierung, Beziehung, Elternsein, Karriere und Social-Media-Wahn – dieser Film macht (ihre) Probleme sichtbar und begegnet ihnen mit Leichtigkeit, Witz und Tiefe. Da ist Frauke, die sich mit fast 60 nicht mehr begehrenswert findet, während ihr pensionierter Mann Wolfi ohne Arbeit nicht weiß, wohin mit sich. Ihre Tochter Julie will als Model endlich durchstarten und versucht verbissen, ihren Körper in das Schönheitsideal der Branche zu pressen. Das verfolgt wiederum Schülerin Leyla, die überzeugt ist, mit Julies Aussehen ein besseres Leben führen zu können, und selbst keinen Bezug zu sich findet. Julies Schwägerin Sonja hat mit ihrem Körper zu kämpfen, der nach zwei Schwangerschaften zum Ausdruck einer Lebenskrise wird. Ihr Mann Milan hat dabei nicht im Blick, welchen Druck sie sich als junge Mutter auferlegt. Für Sonjas beste Freundin Vicky ist das keine große Überraschung, ist sie doch überzeugt davon, dass Frauen und Männer niemals gleichberechtigt auf Augenhöhe zusammenfinden werden, zumindest nicht in der Liebe. Ihr neuer Kollege Franz würde sie allerdings gern vom Gegenteil überzeugen.

Deutschland 2020, Regie: Karoline Herfurth, 131 Min., mit Karoline Herfurth, Nora Tschirner, Martina Gedeck, Emilia Schüle, Dilara Aylin Ziem, Joachim Król u.a.

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Fr., 19. August: Die Unbeugsamen

Den krönenden Abschluss des Frischluftkinos machen am Freitag, 19. August, DIE UNBEUGSAMEN. Die Dokumentation erzählt auf anschauliche Weise die Geschichte der Frauen in der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegen erfolgsbesessene und amtstrunkene Männer wie echte Pionierinnen buchstäblich erkämpfen mussten. Unerschrocken, ehrgeizig und mit unendlicher Geduld verfolgten sie ihren Weg und trotzten Vorurteilen und sexueller Diskriminierung. Politikerinnen von damals kommen heute zu Wort. Ihre Erinnerungen sind zugleich komisch und bitter, absurd und bisweilen erschreckend aktuell. Verflochten mit zum Teil bislang unveröffentlichten Archiv-Ausschnitten ist dem Dokumentarfilmer und Journalisten Torsten Körner eine emotional bewegende Chronik westdeutscher Politik von den 50er Jahren bis zur Wiedervereinigung geglückt.

Deutschland 2020 Regie & Drehbuch: Torsten Körner, Dokumentarfilm, 99 Min.

Der Film wird in Kooperation mit der Frauenberatung Hagen zu deren Jubiläum gezeigt. 

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So geht’s weiter …

Ab dem 26. August startet dann wieder das reguläre Indoor-Programm des Kino Babylon mit der oscarnominierten, norwegischen, romantischen und zugleich melancholischen Komödie „Der schlimmste Mensch der Welt. Allein wegen dem Titel sollte man sich den schonmal vormerken.