Wilhelmsplatz

Der Wilhelmsplatz erhielt seinen Namen am 4. April 1887 aus Anlass des 90. Geburtstags des Deutschen Kaisers Wilhelm I (1797-1888). 

Ursprünglich wurde der Platz „Filleplatz“ genannt, weil hier die Abdecker die Felle (Fille) zur Lederverarbeitung vorbereiteten. Zu Beginn des Nationalsozialismus wurde der Platz 1934 in „Richthofenplatz“ umbenannt (einem bekannten Kampfflieger des 1. Weltkrieges).

Am 22. August 1947 bekam er seinen alten Namen zurück. Er diente sowohl als Marktplatz, Festplatz, Aufmarschort und später als Parkplatz. Es gab hier einen Musikpavillon, eine Zweigstelle der Bücherei, feste Verkaufsstände und im 2. Weltkrieg wurde auf dem Platz ein Luftschutzkeller gebaut und ein Feuerlöschteich angelegt (im Winkel Kottmann-/Bismarckstr.), die aber nicht mehr vorhanden sind.

Jeden Freitag herrscht reges Treiben auf dem Platz, wenn der Wochenmarkt stattfindet.

Auf Initiative des „Freundeskreises Hagen-Smolensk e.V.“ schuf im Rahmen eines Kunstprojektes, der Smolensker Bildhauer Alexander Parfenov die Steinskulptur „Junge mit der Tröte“. Anschließend wurde sie 2005 erstmals auf dem Wilhelmsplatz aufgestellt. Der Künstler verbindet damit den Gedanken, dass Musik Menschen verbindet, auch wenn sie nicht die gleiche Sprache sprechen. 

Im Rahmen eines intensiven Bürgerbeteiligungsprozesses und überwiegend finanziert durch das Förderungsprogramm „Soziale Stadt“ wurde 2019/2020 das gesamte Areal zur Erzielung von mehr Aufenthaltsqualität komplett umgestaltet.

Oben: Wilhelmsplatz um 1910, privates AK-Archiv – Unten: Skulptur „Junge mit der Tröte“, 2005, vom Smolensker Bildhauer Alexander Parfenov

Gefördert durch