Schulen, Kitas, Geschäfte: Erste Lockerungen in Hagen ab Freitag

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(Foto: congerdesign/Pixabay)
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Nach Berechnung des Robert-Koch-Institutes (RKI) liegt Hagen nun den fünften Werktag in Folge unter einer 7-Tage-Inzidenz von 165. Das bedeutet, dass die „Bundesnotbremse“ nun auch in unserer Stadt erste Lockerungen bei Schulen und in der Kindertagesbetreuung erlaubt. Und auch im Einzelhandel stehen erste Lockerungen in Aussicht, da wir uns seit nun vier Werktagen ebenfalls unter einer Inzidenz von 150 befinden.

Kitas und Schulen

In den Kitas in Hagen endet bereits am übermorgigen Freitag, 28. Mai, der „Pandemiebetrieb“. Die Einrichtungen kehren zum „eingeschränkten Regelbetrieb“ zurück. Dieser ermöglicht allen Kindern auch ohne besonderen Grund und ohne schriftliche Erklärung wieder einen Kita-Besuch. Die Betreuungszeit bleibt allerdings weiterhin um zehn Stunden pro Woche reduziert, Gruppen müssen weiterhin strikt getrennt werden. Die Stadt bitte außerdem weiterhin alle Eltern, das Angebot nur zu nutzen, wenn sie keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Ab dem 7. Juni ist dann in Hagen wie in ganz NRW eine Rückkehr in den unbegrenzten Kita-Normalbetrieb denkbar. Das Land NRW hat heute angekündigt, trotzdem auch im Juni auf die Erhebung von Kita-Gebühren zu verzichten.

In allen Schulen in Hagen beginnt ab Montag, 31. Mai, wieder ein Wechselunterricht. Im Wechselunterricht findet die Beschulung abwechseln zu Hause sowie unter strengen Hygienekonzepten in den Schulen statt. So sind zur Teilnahme am Unterricht etwa zwei Corona-Tests pro Woche erforderlich. Ab einer stabilen Inzidenz von unter 100, die in Hagen theoretisch bereits in einer Woche erreicht werden kann, ist dann wieder regulärer Schulunterricht im Klassenraum möglich.

„Click & Meet“ im Einzelhandel

Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz des RKI fünf Werktage in Folge unter dem Wert von 150 – in Hagen also vermutlich bereits morgen – können Ladengeschäfte wiederum zwei Tage später für einzelne Kund*innen nach vorheriger Terminbuchung öffnen. Das wäre in Hagen dann voraussichtlich ab Samstag, 28. Mai.

„Click & Meet“ bedeutet, dass im Geschäft ein Termin gebucht werden muss. Vor Ort muss dann ein „Immunitätsnachweis“ vorgelegt werden. Das ist beispielsweise ein maximal 24 Stunden alter, negativer Coronaschnelltest aus einem anerkannten Testzentrum oder der Nachweis über die mindestens zwei Wochen zurückliegende vollständige Impfung gegen Covid-19.

Bald wieder in die Gastronomie?

Weitere Lockerungen sind erst möglich, wenn die Inzidenz dauerhaft unter 100 gesunken ist. Dann ist mit negativem Test oder Impfnachweis beispielsweise wieder ein Besuch in der Außengastronomie möglich. Viele Städte und Landkreise in NRW haben diese Grenze bereits in der vergangenen Woche erreicht oder dürfen am kommenden Wochenende entsprechend öffnen.

Nicht so in Hagen: Von allen 53 Landkreisen und kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen liegen wir als einzige Stadt derzeit noch oberhalb der Inzidenz von 100. Selbst wenn diese Grenze morgen unterschritten werden sollte (was durchaus möglich ist), werden wir auf ein Eis auf einer Hagener Café-Terrasse noch mindestens bis zum ersten Juni-Wochenende warten müssen.

Da in Hagen die Inzidenz derzeit noch über 100 liegt, sind auch weiterhin private Treffen nur von einem Haushalt und einer weiteren Person (Kinder unter 14 und vollständig geimpfte ausgenommen) erlaubt. Ebenfalls gilt weiterhin die Ausgangsbeschränkung von 22 bis 5 Uhr.

Weitere Lockerungen wie etwa die von Kinos und Theatern bei einer Inzidenz unter 50 oder gar die heute von Ministerpräsident Armin Laschet verkündete Öffnung von Discotheken ab einer Inzidenz von unter 35 liegen bei uns noch in weiterer Ferne.