Erkrankte auf tiefstem Stand seit Oktober, Krisenstab berät zu Kita-Öffnung: Das Hagener Corona-Update

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Liebe Lesenden, heute werde ich für euch zum letzten Mal täglich die Hagener Corona-Zahlen in genauen Augenschein nehmen, ab jetzt gibt es stattdessen immer freitags einen Wochenüberblick. Die Gründe dafür könnt ihr heute Abend im Newsletter lesen oder morgen im Podcast nachhören. Offenbar habe ich mir dafür den richtigen Tag ausgesucht, denn heute gibt es aus Hagen auch endlich mal wieder ein paar positive Zahlen zu vermelden!

Doch zunächst eine traurige Meldung: Auch gestern ist in Hagen wieder ein Mensch in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Die Gesamtzahl der Toten steigt damit auf 211 seit Beginn der Pandemie. Gestern wurden in Hagen 22 (Vorwoche: 44) Neuinfektion registriert. Die Wocheninzidenz sinkt laut Zählung der Stadt Hagen deutlich auf jetzt 108,1 (Vorwoche: 120,8). Aktuell gelten in Hagen 263 (Vorwoche: 352) Personen als infiziert – das ist der niedrigste Stand akuter Infektionen seit 23. Oktober 2020.

Nach Angaben des RKI haben wir dennoch weiterhin die höchste Wocheninzidenz in Nordrhein-Westfalen, bundesweit liegen wir auf Platz 31 der am stärksten betroffenen kreisfreien Städte und Landkreise – trotz des deutlichen Rückgangs sind die Infektionszahlen also in Hagen noch immer vergleichsweise hoch und weit von den angestrebten Grenzwerten für mögliche Lockerungen entfernt. Der Krisenstab der Stadt Hagen beratschlagt daher in seiner heutigen Sitzung unter anderem über verschärfte Regelungen ab der kommenden Woche, etwa in Zusammenhang mit einer allgemeinen Öffnung der Kindertageseinrichtungen. Mehr dazu lest ihr heute Abend im Newsletter oder als Eilmeldung auf Telegram, sobald es ein Ergebnis gibt.

Auf den Hagener Intensivstationen werden aktuell 12 (+0) schwerst erkrankte COVID-19-Patient:innen behandelt, von denen 8 (+1) invasiv beatmet werden müssen. Von den aktuell 78 Intensivbetten in Hagen stehen derzeit 4 (5,1%) zur Verfügung. Weniger als 15 Prozent freie Intensivbetten stuft das RKI als kritisch ein.

Laut Angaben der KVWL haben bis 18. Februar im Hagener Impfzentrum bereits 2.350 (+182) Personen die erste Impfung gegen COVID-19 bekommen. Außerdem wurde dort 6 (+0) zuvor in einer Pflegeeinrichtung erstgeimpften Personen auch die Folgeimpfung verabreicht. In den Hagener Pflegeeinrichtungen haben 3.521 (+0) Personen die erste und 2.746 (+0) die zweite Coronaschutzimpfung erhalten.

Und so sieht es außerhalb unserer Stadtgrenzen aus:

Die durchschnittliche Wocheninzidenz in NRW steigt laut MAGS auf 58,0 (Vorwoche: 59,3). Innerhalb des letzten Tages sind landesweit 96 (Vorwoche: 68) Menschen in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Am stärksten betroffen ist nach Angaben des RKI Hagen (109,2), gefolgt von Solingen (108,0) und dem Märkischen Kreis (86,5). Damit liegen weiterhin nur Hagen und Solingen über der Inzidenz von 100. Unterhalb der Marke 50 liegen heute 18 (+1) Kreise/Städte (34,0%) in NRW. Unter eine Wocheninzidenz von 35, die für weitere Lockerungen entscheidend sein wird, kommen 4 (+1) Kreise/Städte (7,6%) in NRW. Hagens Nachbarschaft: Stadt Dortmund 59,5; Kreis Unna 71,9; Ennepe-Ruhr-Kreis 63,3; Märkischer Kreis 86,5.

Bundesweit stagniert die durchschnittliche Inzidenz bei 56,8 (Vorwoche: 62,2). In Deutschland sind 508 Menschen binnen des letzten Tages an oder mit SARS-CoV-2 gestorben. In ganz Deutschland haben 4 (Vorwoche: 4) Städte/Kreise (0%) eine extreme Infektionslage oberhalb einer Inzidenz von 200. Die Zahl der deutschen Städte und Kreise unterhalb einer Wocheninzidenz von 50 liegt nun mit 196 (Vorwoche: 143) bei 47 Prozent. Insgesamt 83 (Vorwoche: 55) und damit 20% aller Städte/Kreise haben die Inzidenz von 35 unterschritten.